Christiansted: Fort Christiansvaern und historische Straßen
Unterkünfte in Christiansted
Wer bei der Reiseplanung historische Architektur und koloniale Geschichte berücksichtigen möchte, findet in Christiansted konkrete Anknüpfungspunkte. Dazu gehören die zum Wasser führenden Straßen mit ihren Kaufmannshäusern ebenso wie Fort Christiansvaern und die Gebäude des Christiansted National Historic Site.
Historische Straßen und Stadtentwicklung
Christiansted wurde 1735 gegründet und war von 1755 bis 1871 das wichtigste Schifffahrtszentrum und der Regierungssitz. Die Straßen, die zum Wasser führen, sind von zwei- und dreigeschossigen Kaufmannsläden sowie Plantagenstadthäusern aus der frühen Blütezeit gesäumt. Bei einem Gang durch das historische Straßenbild können Sie die unterschiedlichen Gebäudehöhen und die Ausrichtung der Straßen zum Wasser wahrnehmen. So lässt sich die Stadtentwicklung an konkreten Bauformen und ihrer Anordnung ablesen, statt allein über Jahreszahlen vermittelt zu werden. Kaufmannsläden und Plantagenstadthäuser stehen dabei für verschiedene Gebäudetypen, die das Straßenbild gemeinsam prägen.
Fort Christiansvaern und seine wechselnden Rollen
Fort Christiansvaern zählt zu den am besten erhaltenen Kolonialforts der Karibik. Es schützte Christiansted und die Insel St. Croix vor Piraterie und Freibeutern. Seine Geschichte reicht jedoch über die militärische Funktion hinaus: Im Laufe der Jahrhunderte beherbergte das Fort die ersten dänischen Gouverneure, diente als Gefängnis und als Instrument massiver Unterdrückung und wurde schließlich zu einem Ort der Befreiung. Diese Abfolge gehört ebenso zur historischen Einordnung des Forts wie seine Rolle bei der Verteidigung. Sie macht deutlich, dass das Bauwerk nicht auf eine einzige Epoche oder Funktion zu reduzieren ist.
Gebäude des Christiansted National Historic Site
In den historischen Gebäuden des Christiansted National Historic Site können Besucher mehr über das dänische Kolonialleben erfahren. Ein wirtschaftsgeschichtlicher Bezugspunkt ist das 1749 errichtete Lagerhaus der Danish West India & Guinea Company. Es diente der Lagerung von Zucker. Das Steeple Building wurde 1753 errichtet und diente der ersten Glaubensgemeinschaft Christiansteds; ursprünglich war es die Church of our Lord God of Sabaoth. Das 1856 errichtete Scale House hatte eine andere Funktion: Es regulierte den Handel und erhob Abgaben für die Krone. Im Vergleich zeigen die Gebäude unterschiedliche Seiten der Geschichte, von religiösem Gemeindeleben bis zur Kontrolle des Handels.
Für das Steeple Building und das Scale House stehen Broschüren für selbstgeführte Rundgänge zur Verfügung. Prüfen Sie deren aktuelle Verfügbarkeit vor Ort und informieren Sie sich beim Park über betriebliche Details. Das Lagerhaus gehört ebenfalls zu den historischen Bezugspunkten des Ortes und diente ursprünglich der Zuckeraufbewahrung; seine Geschichte ergänzt den Blick auf Handel und Kolonialzeit. Zusammengenommen bieten diese Gebäude verschiedene Ansatzpunkte, um die Geschichte des Ortes nach Funktionen und Bauzeiten einzuordnen.
Bootsfahrten nach Buck Island
Neben den historischen Themen gibt es in der Umgebung auch eine Bootsoption: Sechs Konzessionsunternehmen bieten Fahrten zum Buck Island Reef National Monument von der Innenstadt Christiansteds und von Green Cay Marina östlich von Christiansted aus an. Die beiden genannten Abfahrtsorte geben Ihnen eine konkrete Orientierung, wenn Sie diese Fahrt in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten. Da sich Transportangebote ändern können, prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Informationen des National Park Service.
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