Herwen: Römische Geschichte und De Bijland
Unterkünfte in Herwen
Herwen eignet sich für eine Reise, bei der römische Geschichte und ihre Spuren in der heutigen Landschaft den thematischen Schwerpunkt bilden. Das archäologische Denkmal Herwen–De Bijland ist Teil des Niedergermanischen Limes, der seit Juli 2021 UNESCO-Welterbe ist. Der Ort lässt sich dadurch historisch einordnen: Grenzlage, Wasserbau, archäologische Funde und heutige Erinnerungszeichen erzählen von unterschiedlichen Seiten der römischen Vergangenheit. Für Ihre Aufenthaltsplanung können Sie sich daran orientieren, welche dieser Themen Sie besonders interessiert.
Herwen am römischen Limes
Zur Römerzeit lag Herwen unmittelbar südlich des Rheins. Der Fluss bildete damals die Nordgrenze des Römischen Reiches. Bei Herwen errichteten die Römer einen Damm, der den Wasserabfluss zwischen Rhein und Waal regulierte. Diese Verbindung von Grenzlage und Wasserbau bietet einen konkreten Zugang zur Geschichte der Region. Das römische Kastell Carvium lag am Standort des heutigen De Bijland. Unter dem heutigen Erholungssee De Bijland befinden sich Überreste eines römischen Kastells, das dort vermutlich gelegen hat. So treffen historische Gewässerlandschaft und archäologische Deutung aufeinander, während die UNESCO-Auszeichnung des Limes den überregionalen Rahmen bildet.
Heiligtum und Grabmonumente
In Herwen-Hemeling (Zevenaar) gruben Archäologen 2022 die Überreste eines römischen Heiligtums aus. Es zählt zu den besterhaltenen römischen Kultstätten Nordwesteuropas. Die Funde vermitteln Informationen über die Rolle der Götter im Leben der Römer entlang des Limes. Damit führt die Geschichte vom Grenzraum zu den religiösen Vorstellungen der Römer.
Das Grabmonument für Marcus Mallius wurde bei Arbeiten zur Anlage von De Bijland entdeckt und stammt aus der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Chr. An der Herwensedijk bei Puttmanskrib in Herwen steht eine Replik des Grabsteins. Das Original wird im Valkhof Museum in Nijmegen aufbewahrt. Fundgeschichte, Replik in Herwen und Original im Museum sind so verschiedene Bezugspunkte zu demselben Monument.
De Bijland und die Umgebung
Am Ufer des De Bijland steht die zehn Meter hohe Romeinse Baadster. Die Skulptur erinnert daran, dass dieses Gebiet einst Teil der Nordgrenze des Römischen Reiches war. Einen anderen Akzent setzt die Siertuin Jelle Grintjes: Der Landschaftsgarten liegt am Deich am Rand von Herwen und ist der Versuchsgarten des Gartengestalters Jelle Grintjes.
Die Wanderroute „Rondom de Bijland“ erreicht nach ungefähr drei Kilometern die Herwensedijk. Prüfen Sie vor dem Losgehen die örtlichen Bedingungen. Das Draaipontje Geitenwaard ist eine handbetriebene Überquerung der Oude Waal, die die Geitenwaard mit der Umgebung von Herwen verbindet. Diese beiden Beispiele zeigen unterschiedliche Möglichkeiten, die Landschaft und ihre Wegebezüge einzuordnen; ein bestimmter Zeitaufwand oder Ablauf ist damit nicht verbunden.
Kirchenbau aus einer anderen Zeit
Auch St. Martinus in Herwen gehört zum örtlichen Bild, jedoch in eine deutlich spätere Zeit als die römischen Funde. Die neugotische Kirche wurde 1904–1905 nach einem Entwurf von A. Tepe (1840–1920) erbaut. Der zeitliche Kontrast hilft, Herwens Themen auseinanderzuhalten: Römische Grenzgeschichte, archäologische Zeugnisse und Kirchenarchitektur stehen für unterschiedliche historische Zusammenhänge.
Ein Hotel für Ihre Reise nach Herwen suchen
Wenn Sie ein Hotel für Herwen suchen, beginnen Sie mit der Frage, welcher Teil der Ortsgeschichte Ihren Aufenthalt prägen soll. Der Limes, die Funde von Herwen-Hemeling und die Erinnerungszeichen bei De Bijland setzen unterschiedliche Akzente; St. Martinus ergänzt sie um ein Bauwerk des frühen 20. Jahrhunderts. So können Sie die Reise thematisch eingrenzen und anschließend ein Hotel nach Ihren eigenen Anforderungen auswählen.
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