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Millingen Aan De Rijn: Flusslandschaft und Wandern

Unterkünfte in Millingen Aan De Rijn

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wenn Sie eine Reise nach Millingen aan de Rijn planen, können Sie Natur, Wanderwege und Baugeschichte als unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Der Ort liegt an der Stelle, an der der Rhein in die Niederlande eintritt und sich in Waal und Pannerdensch Kanaal teilt. Dazu kommen konkrete Wanderrouten und historische Bauwerke, die verschiedene Möglichkeiten für die Gestaltung Ihres Aufenthalts bieten.

Flusslandschaft und Natur erleben

Die Millingerwaard ist eine Flussaue mit Auwäldern, Sumpfgebieten, artenreichen Grasländern, Teichen und Flussdünen. Sie gehört zum Natura-2000-Gebiet Gelderse Poort entlang des Flusses. In der Aue streifen wilde Pferde und Rinder frei umher; ihre Beweidung hält die Vegetation kurz und abwechslungsreich. So gehören neben den unterschiedlichen Lebensräumen auch die Tiere und ihre Funktion zur Natur der Millingerwaard. Die Landschaft lässt sich daher nicht nur über ihre Gewässer und Flächen beschreiben, sondern auch über die Art, wie die Weidetiere die Vegetation beeinflussen.

Eine Möglichkeit, die Millingerwaard beim Wandern kennenzulernen, ist die Hörroute „Het verhaal van de Millingerwaard“. Sie vermittelt anhand von 14 Hörfragmenten Geschichten über Tiere und Naturelemente. Die Fragmente beginnen an verschiedenen Stellen über Schilder mit QR-Codes. Eine andere Form des Ausflugs ist „Expeditie Millingerwaard“: Der morgendliche geführte Ausflug findet mit einem Guide von Staatsbosbeheer statt und umfasst die Suche nach Biberspuren. Die Formate setzen unterschiedliche Akzente: Hier stehen Erzählungen zu Tieren und Naturelementen im Mittelpunkt, dort der geführte Ausflug mit Spurensuche.

Wanderrouten und praktische Orientierung

„Rondje Pontje Te Voet“ ist eine Rundwanderung von mehr als 12 Kilometern. Als Start wird Millingen aan de Rijn empfohlen; dort beginnt die Wanderung an der Fähre zum gegenüberliegenden Ufer. Die Fähre von Millingen aan de Rijn nach Pannerden ist für Fußgänger und Radfahrer bestimmt. Ein großer Teil des Rundwegs führt durch das Umland, teils über Deiche und teils durch Dörfer. Die Route ist auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Die Millingerwaard ist ein hervorgehobener Naturpunkt dieser Rundwanderung.

Der Pieterpad bietet ein anderes Routenformat: Seine 17. Etappe führt bei Millingen durch die Flusslandschaft in Richtung Groesbeek und ist 20 Kilometer lang. Durch das Umland führt der Weg in Richtung Leuth und vorbei an De Plezenburg, einem alten Terpbauernhof aus dem Jahr 1810. Bei der Planung können Sie zunächst zwischen einer Rundwanderung mit Fährstart und einer Etappe des Fernwanderwegs unterscheiden; die Angaben zu Strecke und Verlauf geben Ihnen dafür konkrete Orientierung.

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In der Millingerwaard hängt die Zugänglichkeit für Wanderer vom Wasserstand des Flusses ab. Bei höherem Wasserstand können einige Wege überflutet werden, darunter „de drempel“ und die wandelkade. Berücksichtigen Sie diese Bedingung bei Ihrer Planung und prüfen Sie vor einer Wanderung, welche Wege passierbar sind.

Radfahren und Kultur

Auch für Radtouren sind verschiedene Routen beschrieben. Die erste „Steengoed“-Radroute verläuft von Millingen aan de Rijn durch die Ooijpolder nach Nijmegen. Sie startet am Parkplatz an der Zeelandsestraat bei Fahrradknotenpunkt 94. Eine weitere thematische Route ist „Kunstgeheimen: Nijmegen – Millingen aan de Rijn“; sie führt in der Ooijpolder am Telpost Millingen vorbei. Damit unterscheiden sich die Routen sowohl in ihrem Verlauf als auch in ihrem benannten Schwerpunkt.

Zur örtlichen Baugeschichte gehören zwei Kirchen mit unterschiedlichen Entstehungsgeschichten. Die römisch-katholische Pfarrkirche Sint Antonius van Padua wurde 1913–1914 an der Stelle der vollständig abgebrochenen mittelalterlichen Kirche nach einem Entwurf des Architekten W.A.M. te Riele Gzn. erbaut. Sie ist eine dreischiffige Kreuzbasilika im neugotischen Stil. „Dreischiffig“ beschreibt die Gliederung des Kirchenraums; die Bezeichnung „Kreuzbasilika“ verweist auf die Grundform, während „neugotisch“ den Stil benennt.

Das Zalmkerkje wurde 1880 für die bescheidene protestantische Bevölkerung in Millingen und den umliegenden Dörfern erbaut. Seit 2023 liegt seine Verwaltung in den Händen der Stichting Zalmpodium. Zusammen mit der Baugeschichte von Sint Antonius van Padua eröffnet dies einen weiteren Blick auf die religiöse und architektonische Geschichte des Ortes: Die eine Kirche entstand am Standort eines mittelalterlichen Vorgängerbaus, die andere für die protestantische Bevölkerung der Region.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Millingen Aan De Rijn.

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