Kûbaard entdecken: Kirche, Höfe und Slachtedyk
Unterkünfte in Kûbaard
Kûbaard lässt sich über sein Ortsbild, seine Kirchenarchitektur und die Wege durch die friesische Landschaft kennenlernen. Der kompakte Ortskern, Deiche und Kanäle prägen das Dorf; die bescheidene Bebauung reicht in die Landschaft hinaus. Östlich der Ortsmitte steht die Kirche auf einem weitläufigen Friedhof. Hohe Linden säumen das Kirchenumfeld.
Ortsbild und historische Höfe
An der Berkwerterleane zeigen zwei Höfe unterschiedliche architektonische Details. Die Nummer 1 ist ein gut erhaltenes Stelphoeve-Gehöft. Rechts an der Vorderfassade liegt der Milchkeller, erkennbar an drei Fenstern mit Fensterläden. Bei Berkwerterleane 2 steht ein Bauernhof mit quer gestelltem Vorderhaus unter einem Walmdach. Zwei Eckschornsteine mit verzierten Tafeln prägen seine Dachansicht.
Auch die Straße in Richtung Swarte Beyen trägt zum baulichen Charakter des Ortes bei. Am alten, monumentalen Slachtedyk stehen auf einer Straßenseite charakteristische freistehende Dorfhäuser aus der Zeit um 1900. Zusammen mit den beiden Höfen geben sie Einblick in verschiedene Formen der ländlichen Architektur, ohne dass die Häuser alle gleich gestaltet sind.
Kirche und ihre Geschichte
Die Kirche von Kûbaard ist eine Saalkirche mit fünfseitigem Chorschluss und seit dem 17. Dezember 1971 ein niederländisches Rijksmonument. Auch ihre Orgelgeschichte ist konkret datiert: Willem Hardorff baute 1856 eine neue mechanische Schleifladenorgel für die Hervormde Kerk in Kûbaard. Architektur und Orgelbau erzählen damit von unterschiedlichen Kapiteln der Kirchengeschichte.
Bei einer Restaurierung im Jahr 2004 wurden in der Kirche 18 Grabplatten entdeckt. Zwei davon gehören zu den ältesten in Fryslân und stammen aus der Zeit um 1340. Die Kirche kann für eine halbtägige Nutzung gemietet werden; wenden Sie sich dafür an die Kirchenvorsteher. Wenn Sie eine solche Nutzung planen, nehmen Sie den erforderlichen Kontakt in Ihre Vorbereitung auf.
Slachtedyk und Wege
Der 42 Kilometer lange Slachtedyk wird von It Fryske Gea als Natur- und kulturhistorisches Element in der Landschaft betreut. Bei Kûbaard steht dort die Bidlerstien, ein Grenzstein am Slachtedyk. Fast der gesamte Deich ist für Spaziergänger und Radfahrer frei zugänglich; auf einzelnen Abschnitten können lokale Einschränkungen gelten. Wenn Sie einen bestimmten Abschnitt einplanen, berücksichtigen Sie diese örtlichen Bedingungen.
Auch die Routen durch den Ort bieten konkrete Orientierung. Die Friese Elfstedenfietstocht verläuft durch Kûbaard von Wommels über die Gaest zur Petronella Moensstrjitte. Die Strecke führt von der Greate Buorren über die Leane zum Slachtedyk. Im weiteren friesischen Umfeld ist die Elfstedenfietstocht eine 235 Kilometer lange Radtour entlang der elf friesischen Städte; veranstaltet wird sie seit 1912.
Radrouten und Laufveranstaltung
Für eine andere Radtour ist die kulinarische Fahrradroute „Eetbaar Fryslân: foodroute Wommels - Kubaard“ mit 64 Kilometern angegeben. Die Kaats-Route verläuft bei Kûbaard über die Fahrradrouten-Knotenpunkte 25 und 6. Da sich die Routeninfrastruktur ändern kann, prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Wegangaben. Die genannten Routen unterscheiden sich in ihrer Beschreibung: Neben dem örtlichen Verlauf der Elfstedenfietstocht stehen eine kulinarische Route und eine Führung über Knotenpunkte.
Der Kûbaarder Hurdrindei findet seit mehr als zwei Jahrzehnten am ersten Samstag im Oktober als sportliche Laufveranstaltung für Jung und Alt statt. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die Veranstaltungstermine. Ein Bericht von 2013 beschreibt die Laufstrecke grundsätzlich als Runde von Kûbaard über den Slachtedyk nach Wommels und zurück nach Kûbaard. Für eine Teilnahme sollten Sie den aktuellen Streckenverlauf prüfen.
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