Easterlittens: Margarethakerk, Warftgeschichte und Route
Unterkünfte in Easterlittens
Easterlittens bietet für die Reiseplanung mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte: die Baugeschichte der Margarethakerk, die frühere Gliederung des Ortes in Warften und eine Route mit Start auf dem zentralen Dorfplatz. So lässt sich ein Aufenthalt nach dem eigenen Interesse strukturieren. Auch das Open Fries Kampioenschap „Jeu de Pelote“ wurde in Easterlittens über mehrere Jahre ausgetragen. Wenn Sie wegen dieses Ereignisses reisen möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine vor der Reise, damit Ihr Aufenthalt zeitlich dazu passt.
Margarethakerk: Bauphasen vom 12. bis zum 15. Jahrhundert
Die Margarethakerk lässt sich über mehrere Bauphasen einordnen. Ihr Schiff aus Tuffstein stammt aus dem 12. Jahrhundert. In der Kirchenarchitektur bezeichnet „Schiff“ den zentralen Raum des Kirchenbaus; hier ist es das älteste der beschriebenen Bauteile. Der große, halbrund geschlossene Chor aus gelbem Backstein stammt aus dem 13. Jahrhundert. Form und Material unterscheiden diesen Bauteil vom älteren Schiff. Im 15. Jahrhundert wurden die Fenster im gotischen Stil erneuert und an der Nordseite eine Sakristei angebaut. Damit ergibt sich keine einzelne Datierung für die gesamte Kirche, sondern eine Abfolge: älteres Schiff, späterer Chor und noch jüngere Veränderungen an Fenstern und Nordseite. Wenn Sie sich für Kirchenarchitektur interessieren, helfen drei Fragen beim Einordnen: Welches Material gehört zu welchem Bauteil, wie ist der Chor geschlossen und welche Ergänzungen folgten später? Diese Chronologie macht die Entwicklung über mehrere Jahrhunderte nachvollziehbar.
Warftgeschichte und Überschwemmungsgefahr
Ein anderer Zugang führt über die Landschaftsgeschichte. Easterlittens bestand früher aus fünf Warften in der sogenannten Greidhoeke. Eine Warft ist eine künstliche Erhebung. Die größte wurde um 800 n. Chr. wegen Überschwemmungsgefahr erhöht. Damit ist die ungefähre Datierung an einen konkreten Zweck gebunden: Schutz vor Hochwasser. Die fünf Warften beschreiben den früheren Aufbau Easterlittens; die Zeitangabe bezieht sich dagegen speziell auf die größte. So reicht die Ortsgeschichte über einzelne Bauwerke hinaus und umfasst auch die Anpassung der Siedlungsform an die Wassergefahr. Zum Ortsbild gehört auch der Schornstein der ehemaligen Molkerei, ein markantes Wahrzeichen von Oosterlittens. Er blieb zusammen mit dem Kesselhaus erhalten, nachdem die Molkerei 1996/1997 abgerissen worden war. Damit ergänzt ein Zeugnis der Industriegeschichte die Baugeschichte der Margarethakerk und die frühere Warftstruktur. Im Naturschutzgebiet Skrins zwischen Wommels und Oosterlittens dienen die blütenreichen Wiesen im Frühjahr Vögeln als Brutplatz. Anders als die historischen Themen ist diese Vogelbrut ausdrücklich an das Frühjahr gebunden.
Hotelreise nach Ihrem Anlass planen
Für einen Aufenthalt ohne Veranstaltungsanlass können die Kirche, die Warftgeschichte oder die Route den thematischen Schwerpunkt bilden.
Weitere Reiseziele entdecken: Easterein, Reahus, Weidum, Bozum, Wommels, Kûbaard, Mantgum
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Littenseradiel.