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Pesse: Kano, Landschaft und Baugeschichte

Unterkünfte in Pesse

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Für einen Aufenthalt in Pesse stehen mehrere klar unterscheidbare Themen zur Wahl: die archäologische Geschichte der Kano van Pesse, das Nuilerveld sowie Orts- und Baugeschichte. So können Sie Ihren Schwerpunkt zwischen Vorgeschichte, Landschaft und Architektur setzen. Besonders konkret sind der Fundkontext der Kano und der Startpunkt des Spazierwegs im Nuilerveld; die Zuordnung des früheren Ortskerns und die Merkmale der reformierten Kirche ergänzen diese Perspektiven.

Kano van Pesse und Vorgeschichte

Die Kano van Pesse wurde 1955 beim Bau der A28 nahe Pesse gefunden. Pesse ist als Fundort mit dem Wasserfahrzeug verbunden. Die Kano wird dem Mesolithikum, also der Mittelsteinzeit, zugeordnet und als ältestes Wasserfahrzeug der Welt bezeichnet. Damit verbindet der Fund einen präzisen Ortsbezug mit einem konkreten Jahr und einer vorgeschichtlichen Epoche. Für die zeitliche Einordnung sind zwei Ebenen auseinanderzuhalten: 1955 bezeichnet den Fund beim Bau der A28, das Mesolithikum die Epoche, der die Kano zugeordnet wird.

Nuilerveld und Pesser Es

Das Nuilerveld setzt einen anderen Akzent: Seit 2018 ist es ein erdkundliches Denkmal. Der Spazierweg im Nuilerveld beginnt auf einem Parkplatz an der Hendrik Reindersweg, gegenüber dem Bauernhof mit der Hausnummer 18. Die Startbeschreibung verbindet Straße und Gegenüberpunkt und lässt sich so konkret in die Planung des Spaziergangs aufnehmen. Während die Kano über Fundjahr und Epoche an die Vorgeschichte anknüpft, stehen beim Nuilerveld die erdkundliche Einordnung und ein benannter Wegbeginn im Vordergrund.

Ein weiterer Landschaftsbezug ist die Pesser Es. Die Äcker am Rand des Dorfes Pesse bildeten sie. Damit ist die Pesser Es unmittelbar mit den Ackerflächen am Dorfrand verbunden; anders als beim Nuilerveld geht es hier nicht um den Beginn eines Spazierwegs, sondern um die lokale Landschaftsgeschichte. Für Reisende, die sich für den Zusammenhang von Dorf und umgebender Kulturlandschaft interessieren, bietet diese Bezeichnung einen eigenständigen Anknüpfungspunkt.

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Ortsgeschichte und Architektur

Auch die Ortsgeschichte hat einen mittelalterlichen Bezug: Der ehemalige Ortskern von Pesse wird mit dem heutigen Molenhoek identifiziert. Die Zuordnung betrifft eine historische Ortslage, die einem heutigen Namen zugeordnet ist. Das unterscheidet sie von der Fundgeschichte der Kano: Hier geht es um den früheren Ortskern, dort um ein einzelnes archäologisches Objekt. So erhält die Ortsgeschichte neben der Vorgeschichte einen eigenen Bezugspunkt.

Ein konkretes Gebäude der Ortsgeschichte ist die reformierte Kirche an der Hoogeveenseweg in Pesse. Sie wurde 1871 erbaut und ist eine Saalkirche. Der Begriff bezeichnet einen Kirchenbau mit saalartig angelegtem Raum; als Gebäudetyp ergänzt er die Datierung um eine architektonische Einordnung. Zur Kirche gehören außerdem ein großer weißer, durchbrochener Dachreiter und eine Glocke aus dem 19. Jahrhundert. Baujahr, Saalkirchenform und diese Merkmale beschreiben unterschiedliche Seiten des Gebäudes: seine Entstehungszeit, seinen Typ und konkrete architektonische Details.

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