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Hoogeveen: Torfgeschichte, Kirchen und Van Gogh

Unterkünfte in Hoogeveen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Hoogeveen entstand im 17. Jahrhundert als Siedlung von Torfstechern in den Moorgebieten Drenthes. Diese Vergangenheit klingt in Bauwerken und im Stadtbild nach. Zugleich erinnern lokale Wandgemälde und Routen an Vincent van Goghs Aufenthalt im Jahr 1883. Wer Hoogeveen besucht, kann sich daher ganz unterschiedlichen Themen widmen: der Entstehung der Landschaft, der Architektur und der Kulturgeschichte des Ortes.

Landschaft und Wege rund um Hoogeveen

Die Herenplaten des Nuilervelds sind Drenthes neuntes geologisches Denkmal. Sie veranschaulichen, wie Eis, Wind und Wasser die Landschaft formten. Das Nuilerveld ist etwa 60 Hektar groß, wird von Het Drentse Landschap verwaltet und ist größtenteils von Flugsandlandschaft geprägt. Der Erlebnispfad ’t Opgaonde bietet mehrere Rastplätze und Informationselemente zur Natur und Kulturgeschichte des Gebiets. Im Erholungsgebiet Schoonhoven ist der mehr als zwei Kilometer lange Erlebnispfad für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen zugänglich.

Auch die Wege unterscheiden sich nach Länge und Art. Der ausgeschilderte City Walk Hoogeveen (Trommelslager) ist drei Kilometer lang und vermittelt die Geschichte der Stadt. Im Waldgebiet Hollandscheveld gibt es eine nicht ausgeschilderte sechs Kilometer lange Wanderroute; dort verläuft außerdem die 56 Kilometer lange Radroute „Rond Hoogeveen“. Die ausgeschilderte 19 Kilometer lange Wanderroute „Oude Diep“ führt durch das Spaarbankbos und das Naturgebiet Boerenveensche Plassen. Das Spaarbankbos entwickelte sich von einer feuchten Heidefläche zu einem Wanderwald für die Einwohner Hoogeveens.

Im Naturgebiet Oude Diep können Sie an einem mäandrierenden Bach entlangwandern, der von Heuwiesen, Hecken und Auwald umgeben ist. Sein Wasser fließt von Mantinge in Richtung Hoogeveen. Die Streckenangaben helfen, einen kurzen Stadtspaziergang von längeren Wander- und Radrouten zu unterscheiden; sie sagen jedoch nichts über die benötigte Geh- oder Fahrzeit aus. Da sich Routenbedingungen ändern können, prüfen Sie vor dem Start die aktuellen Hinweise – besonders bei der nicht ausgeschilderten Wanderroute.

Van Gogh und Hoogeveens Stadtgeschichte

Van Goghs Zeit in Drenthe ist auf der 50 Kilometer langen Radroute „Vincents Aankomst“ ein eigenes Thema. Sie beginnt am Bahnhof Hoogeveen. Unterwegs informieren Tafeln, Durchblicktafeln und Hörgeschichten über Van Goghs Aufenthalt in Drenthe. Am Bahnhof gibt es Parkmöglichkeiten und eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr für die Route. Eine geführte Van-Gogh-Wanderung können Sie ebenfalls vom Bahnhof aus unternehmen; prüfen Sie dafür Termine und Buchungsmöglichkeiten vorab.

Für einen Spaziergang mit einem anderen Schwerpunkt eignet sich der City Walk: Die ausgeschilderte drei Kilometer lange Route vermittelt die Geschichte Hoogeveens. Das Tourist Info Punt Hoogeveen informiert über Routen, Sehenswürdigkeiten, Tagesausflüge und Veranstaltungen und ist Ausgangspunkt für einen geführten Stadtspaziergang. Wenn Sie diese Führung einplanen, informieren Sie sich vorab über die Termine.

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Kirchen, Mühle und Erinnerung

Die Grote Kerk Hoogeveen verbindet mehrere Bauphasen. Ihr Bau begann 1651; errichtet wurde die Kirche zwischen 1652 und 1664 im klassizistischen Stil. Zwischen 1766 und 1804 wurde sie dreimal erweitert. Der durchbrochene weiße Dachreiter stammt aus dem Jahr 1720 und beherbergt Glocken aus dem 17. Jahrhundert. An der Schutstraat steht die ehemalige Synagoge aus dem Jahr 1856, die von der Baptistengemeinde genutzt wird.

De Zwaluw ist eine funktionstüchtige Getreidemühle mit Laden im Zentrum von Hoogeveen. Der Müller mahlt traditionell verschiedene Getreidesorten und verkauft sie im Mühlenladen. Zugangsmöglichkeiten und Waren können sich ändern; informieren Sie sich vor einem Besuch über den aktuellen Stand. Ein anderes Bild der Torfgeschichte bietet De Cascade: Das Wasser-Kunstwerk im Einkaufszentrum von Hoogeveen ist 250 Meter lang und zehn Meter breit. Es erinnert an den früheren Kanal, der zum Torftransport diente.

Auch Nieuwlande und seine Umgebung erzählen von der Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Für die Hilfe bei der Unterbringung untergetauchter Jüdinnen und Juden erhielten sie eine kollektive Yad-Vashem-Auszeichnung. Im Spaarbankbos erinnert ein Denkmal an die Stelle, an der die deutsche Besatzungsmacht am 1. August 1943 fünf Einwohner von Hoogeveen erschoss.

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