Krbune – Kirchen und Erinnerungsorte
Unterkünfte in Krbune
Krbune ist von einer ländlichen Siedlung und einem historischen Erinnerungsbereich am Friedhof geprägt. Die Pfarrkirche und die Friedhofskapelle St. Martin geben Einblicke in unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte: Bauphasen, sakrale Kunst und eine steinerne Heiligenfigur stehen hier nebeneinander.
Die Pfarrkirche des heiligen Johannes
Die Pfarrkirche des heiligen Johannes des Täufers wurde 1694 an der Stelle einer Kirche aus dem 15. Jahrhundert errichtet. 1906 wurde sie umgebaut und vergrößert. Diese Daten zeichnen mehrere Etappen nach: auf den früheren Kirchenbau folgten die Errichtung im späten 17. Jahrhundert und die Erweiterung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Auf dem Hauptaltar befindet sich ein Gemälde des heiligen Johannes des Täufers. Damit prägen sowohl die Baugeschichte als auch das Bild am Altar den Charakter dieses Sakralbaus.
Die Kapelle am Friedhof
Die Friedhofskapelle des heiligen Martin setzt einen eigenen Akzent. Ihr Marmoraltar und die steinerne Statue des heiligen Martin, datiert auf 1739, verbinden unterschiedliche Materialien und Formen sakraler Kunst. Die Kapelle wurde 1987 restauriert. Zusammen mit dem historischen Erinnerungsbereich am Friedhof verweist sie auf die Bedeutung dieses Ortes für die lokale Erinnerung. Wer sich für Geschichte interessiert, findet in Krbune somit neben den Bauphasen der Pfarrkirche auch eine Kapelle mit einem klar benennbaren Kunstwerk und Restaurierungsdatum.
Ergänzende Orientierung im übergeordneten Reiseziel Općina Pićan
Das übergeordnete Reiseziel Općina Pićan liegt in Zentralistrien, im Gebiet Labinština. Die Gemeinde umfasst 51 Quadratkilometer und ist von Feldern und Weinbergen umgeben. Die historische Stadt Pićan, Sitz der Gemeinde, liegt auf einem markanten Kalksteinhügel westlich des Čepićko polje. Diese landschaftliche und historische Einordnung eröffnet einen weiteren Blick auf das Reiseziel, ohne die Kirchen und Erinnerungsorte von Krbune mit den Sehenswürdigkeiten in Pićan gleichzusetzen.
Geschichte und Kultur in Pićan
In Pićan erzählen Bauwerke von verschiedenen Jahrhunderten: Das monumentale Stadttor stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde 1613 für Bischof Antonio Zara restauriert. Der Glockenturm aus weißem Kalkstein wurde 1872 erbaut und ist 48 Meter hoch. Am Fuß des Turms befindet sich noch ein historisches Steinmaß, mit dem die Abgaben der Untertanen gemessen wurden. Durch einen kleinen Durchgang gelangt man in die Gärten; von dort ist der am besten erhaltene Teil der Stadtmauer zu sehen.
Auch die Kirchen haben ihre eigene Geschichte. Die Pfarrkirche Mariä Verkündigung erhielt ihre heutige äußere Form durch einen Umbau im Jahr 1753; ihr Inneres wurde unter Bischof Piccardia barockisiert. Die einschiffige romanische Kirche des heiligen Michael aus dem 13. Jahrhundert liegt auf einem benachbarten Hügel nördlich des Zentrums. Die Kirche des heiligen Rochus wurde während einer großen Pestepidemie gegründet, und Bischof Gašpar Bobek legte ihren Grundstein. Gegenüber der Pfarrkirche steht das Geburtshaus von Matko Brajša Rašan, der 1912 auf einen Text von Ivan Cukon die heutige offizielle istrische Hymne „Krasna zemljo“ komponierte.
Landschaft, Aussichtspunkte und Veranstaltungen
Für Landschaftseindrücke stehen im übergeordneten Reiseziel Općina Pićan mehrere unterschiedliche Perspektiven im Mittelpunkt. Der Aussichtspunkt Franz Ferdinand bietet einen Blick auf die hügelige Landschaft Zentralistriens. Der Aussichtspunkt St. Helena liegt am anderen Ende der historischen Siedlung Pićan und trägt den Namen einer Kirche, die einst dort stand. Beim natürlichen Aussichtspunkt an der Kirche des heiligen Michael ergänzt die Steinskulptur „Die Familie“ von Nane Zavagno aus dem Jahr 1999 den Ort. Die geschützte Landschaft zwischen Gračišće und Pićan umfasst 570 Hektar und weist ungewöhnliche geologische Merkmale auf.
Der Weg des heiligen Rochus 702 beginnt in Pićan und führt durch den Wald bis zur Quelle des heiligen Nicephorus. Er führt außerdem zum Sopot-Wasserfall, der 24,5 Meter hoch ist; an seinem Fuß liegt ein türkisfarbener See. Die Wasserfallverhältnisse können jahreszeitlich variieren. PetiVina findet am ersten Juniwochenende in Pićan statt und bringt Winzer und Weinliebhaber zusammen; zum Fest gehören außerdem lokale Produkte und hausgemachtes Kunsthandwerk. Termine und Programm können sich ändern – prüfen Sie deshalb vor Ihrer Reise die Veranstaltungsdaten.
Ein weiterer kultureller Bezug in Pićan ist CENKI, das Zentrum für die immaterielle Kultur Istriens des Ethnografischen Museums Istriens. Es wurde 2011 gegründet und widmet sich der Erforschung, Dokumentation, Pflege und Vermittlung immaterieller Kultur. Dazu gehört auch die Untersuchung, wie Wissen und Praktiken in ländlichen und städtischen Umgebungen fortbestehen.
Weitere Reiseziele entdecken: Sveta Katarina, Pican, Zajci, Grobnik.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Pićan.