Longare – Baugeschichte, Höhlen und Kletterfelsen
Unterkünfte in Longare
Für eine Reise nach Longare kommen unterschiedliche Schwerpunkte infrage: historische Bauwerke, die Höhlen bei Lumignano, Kletterfelsen und die Bisi di Lumignano. Wenn Sie ein Hotel suchen, können Sie zunächst überlegen, welches dieser Themen für Ihren Aufenthalt wichtig ist.
Bauwerke und religiöse Geschichte
Der Eremo di San Cassiano ist ein Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert, in das eine etwa tausend Jahre ältere Kirche einbezogen wurde. Dort sind noch in den Fels gehauene Gräber sichtbar. Der Eremo ist ausschließlich zu Fuß über einen Weg erreichbar, der an den Felsen von Lumignano entlangführt.
Auch die Benediktinerpfarrei Pieve di San Mauro Abate steht in Verbindung mit einem markanten Gelände: Sie befindet sich auf einem Felssporn und zählt zu den ältesten religiösen Gründungen im Gebiet von Vicenza.
Villa Eolia wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von Graf Francesco Trento als Pavillon und Sitz der Accademia Eolica errichtet. Palladio beschrieb die Villa 1570 im zweiten Buch der Quattro libri dell’architettura. Zu den besonderen Baumerkmalen gehört ein kostbares, durchbrochenes achteckiges Steingitter. Durch dieses kann temperierte Luft aus den Höhlen des Berges über unterirdische Gänge aufsteigen.
Höhlen, Klettern und Wege
Die Covoli dei Berici sind natürliche Höhlen in den Kalksteinfelsen hinter Lumignano. Ihre Nutzung reicht vom Jung- und Mittelpaläolithikum bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Felsöffnungen dienten als Siedlungsplätze, befestigte Zufluchten, Einsiedeleien und Unterkünfte für Haustiere. Die verschiedenen Nutzungen zeigen, wie sich die Rolle der Höhlen über einen langen Zeitraum wandelte.
Die Kletterfelsen von Lumignano wurden bereits 1920 von Bergsteigern zur Vorbereitung auf Dolomitenbesteigungen genutzt und gelten heute international als Referenz für Sportklettern. Ausgewiesen sind 30 neue Routen für Erwachsene und 15 für Kinder. Diese Zahlen können sich ändern, wenn das Klettergebiet aktualisiert wird.
Am Dente di Lumignano ist das Klettern auf 21 Routen an der Südseite und 32 Routen an der Westseite verboten. Der betroffene Bereich liegt links der „CLASSICA“. Prüfen Sie diese Vorgaben unmittelbar vor dem Klettern.
Der Sentiero del Monte Brosimo beginnt und endet an der Piazza da Schio in Costozza.
Das Gelände der ehemaligen Steinbruchanlage Ex Cava Volto di Costozza bietet Veranstaltungen und Besichtigungen. Zugleich dient es als experimentelles Projekt zur Wiederherstellung natürlicher Lebensräume und zu deren didaktisch-ökologischer Aufwertung. Prüfen Sie vor der Reise das Veranstaltungsprogramm und die Zugangsregelungen.
Ein lokales Produkt
Seit 2008 erkennt die Gemeinde Longare die „Bisi di Lumignano“ im Rahmen ihrer DECO-Regelung als typisches lokales Produkt an. Bei ihrer Produktion ermöglicht die von den umliegenden Felsen gespeicherte Wärme einen außergewöhnlich frühen Beginn. So ergänzt die lokale Produkttradition die Bau- und Landschaftsthemen um einen weiteren Blick auf Longare.
Den Schwerpunkt Ihrer Reise wählen
Für Ihre Planung stehen unterschiedliche Interessen im Vordergrund: Villa Eolia, der Eremo und die Pieve geben Anlass, sich mit Bau- und Religionsgeschichte zu beschäftigen; die Covoli verbinden Felslandschaft mit einer langen Nutzungsgeschichte. Beim Klettern sind neben der ausgewiesenen Routenzahl auch die Verbote am Dente di Lumignano zu beachten. Wenn Sie ein Hotel in Longare suchen, können diese Themen helfen, den Anlass Ihrer Reise zu bestimmen.
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