Culla – Wandern und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Culla
Culla verbindet Wanderwege, eine von Oliventerrassen geprägte Landschaft und eine vielschichtige Ortsgeschichte. Für Ihre Reiseplanung stehen unterschiedliche Themen im Mittelpunkt: der Wanderweg 107 bei La Culla, die Bergstraße nach Sant’Anna di Stazzema sowie die Kirche und die Gedenkzeichen von Culla. So können Sie abwägen, ob Sie den Ort vor allem wegen seiner Landschaft, seiner Wanderbezüge oder seiner Geschichte wählen möchten.
Wanderweg 107 und Monte Gabberi
Der Wanderweg 107 verbindet La Culla mit der Foce di San Rocchino und führt über den aussichtsreichen Gipfel des Monte Gabberi. Die aktuelle CAI-Liste führt La Culla und den Monte Gabberi bei diesem Weg. Eine ausführliche Wegbeschreibung aus dem Jahr 2012 nennt als Stationen La Culla, Case ai Lecci, den Monte Gabberi und San Rocchino. Für diese Punkte gibt sie Höhen von 470, 605, 1.108 und 801 Metern an.
In dieser Reihenfolge steigt der Weg zunächst von La Culla über Case ai Lecci zum Monte Gabberi an; anschließend führt die beschriebene Route hinunter nach San Rocchino. Der Gipfel ist mit 1.108 Metern der höchste Punkt der genannten Abfolge. Prüfen Sie vor einer Wanderung den aktuellen Verlauf und Zustand des Weges.
Oliventerrassen und Ausblicke
Eine Wegbeschreibung aus dem Jahr 2012 schildert Culla als von Olivenhainen beziehungsweise Oliventerrassen umgeben. Sie nennt außerdem Ausblicke auf die Ebene von Camaiore, den Lago di Massaciuccoli und die Küste.
Dieselbe Wegbeschreibung führt die ersten Einwohner von Culla auf Arbeiter in den örtlichen Eisenminen von Monte Arsiccio und Argentera zurück. So kommt neben der sichtbaren Landschaft auch die frühe Arbeitsgeschichte des Ortes in den Blick.
Kirche, Grenzgeschichte und Gedenken
In Culla steht die Kirche S. Antonio da Padova e SS. Angeli Custodi. Die Geschichte des Ortes reicht auch in die politischen Auseinandersetzungen der Region: Im 17. Jahrhundert war Culla zwischen dem Staat Florenz und der Republik Lucca geteilt. In der Nähe der Kirche wurde ein Medici-Grenzstein gefunden, der die Grenze des Kapitanats Pietrasanta markierte. Zusammen geben die Teilung und der Grenzstein einen konkreten Einblick in die damaligen politischen und territorialen Verhältnisse.
Mit Culla ist außerdem die Erinnerung an das Massaker von Sant’Anna verbunden. Von hier aus brachen Freiwillige auf, um den Opfern des Massakers vom 12. August 1944 ein würdiges Begräbnis zu geben. Neben der Kirche steht ein 1981 von Alfredo Belluomini geschaffenes Bronzedenkmal. Es zeigt einen Mann mit Helm und Gewehr; auf dem Steinsockel sind die Namen der Kriegsopfer angebracht. In der Nähe der Kirche steht zudem eine Bronzeskulptur von Romano Cosci, die Don Giuseppe Vangelisti darstellt.
Ein weiteres Zeichen des Gedenkens befindet sich auf dem Weg nach Sant’Anna: Dort steht seit 1996 ein Holzkreuz zur Erinnerung an Don Giuseppe Vangelisti. Kirche, Denkmal, Skulptur und Kreuz setzen unterschiedliche Akzente. Zusammen mit der Geschichte der Freiwilligen bilden sie einen eigenen Schwerpunkt für Reisende, die Culla nicht nur als Ausgangspunkt für Wanderungen, sondern auch über seine Ortsgeschichte kennenlernen möchten.
Die Bergstraße nach Sant’Anna
Die 10 Kilometer lange Bergstraße nach Sant’Anna di Stazzema steigt von der Ebene der Versilia über Monteggiori und La Culla an. Sie beschreibt eine andere Art, die Umgebung zu betrachten als der Wanderweg 107: Die Straße führt bergauf nach Sant’Anna, während der Wanderweg La Culla, den Monte Gabberi und die Foce di San Rocchino verbindet. Wenn Sie beides in Ihre Reiseplanung einbeziehen, behalten Sie diese unterschiedlichen Strecken und Ziele getrennt im Blick.
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