Pulicciano: Wanderwege und historische Erinnerungsorte
Unterkünfte in Pulicciano
In Pulicciano stehen Wanderwege am Pratomagno und die Geschichte des Ortes als zwei Themen für Ihre Reise im Vordergrund. Wenn Sie ein Hotel in Pulicciano suchen, können Sie abwägen, ob Ihnen Landschaften unterwegs, Gedenkorte oder historische Bezüge wichtiger sind.
Wandern zwischen Landschaft und Gedenken
Der CAI-Weg 920 Pratomagno führt zunächst durch Ackerflächen mit Weinbergen und Olivenhainen, anschließend durch Laubwald und weiter oben durch Buschvegetation und Grasland. An mehreren Stellen bietet der Weg Ausblicke über das Valdarno. So können Sie ihn nach zwei konkreten Merkmalen einordnen: dem Wechsel der Vegetation und den Aussichtspunkten.
Der Rundweg von Pulicciano beginnt an der Kirche Sant’Andrea und folgt den Markierungen der CAI-Wege Nr. 20 und 33. Damit ist er über einen benannten Ausgangspunkt und seine Wegmarkierungen orientiert. Wenn Sie Ihre Tour nach dem Schwerpunkt wählen, stehen beim Weg 920 Landschaftswechsel und Ausblicke über das Valdarno im Vordergrund, beim Rundweg die Kirche und die CAI-Markierungen.
Das Sentiero della Memoria verläuft unterhalb der Hänge des Pratomagno und erinnert an die im Widerstand Gefallenen. Es erreicht Pulicciano und führt an einem Gedenkstein vorbei, der an das Massaker an dem 29-jährigen Pfarrer Don Bianco Cotoneschi und seinem Küster erinnert; beide waren von deutschen Soldaten als Geiseln genommen worden. Hier prägt das Gedenken den Charakter des Weges.
Ortsgeschichte und Erinnerungsorte
Pulicciano wird ab 1191 als Burg erwähnt. Die Kirche Sant’Andrea a Pulicciano steht seit dem 17. April 2015 unter architektonischem Denkmalschutz und gehörte historisch zum Pfarrbezirk von Scò. Ihre frühere Pfarrzugehörigkeit ergänzt den baulichen Schutzstatus um einen kirchengeschichtlichen Bezug.
Die Lapide di Pulicciano erinnert an die Tötung des Pfarrers Don Bianco Cotoneschi am 1. August 1944. Das Monumento ai caduti nahe der Kirche wurde im Februar 2025 restauriert, um das historische Gedenken zu bewahren. Zusammen mit dem Gedenkstein am Sentiero della Memoria geben diese Orte dem Gedenken an die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs mehrere konkrete Bezugspunkte.
In der Umgebung von Pulicciano überquert der CAI-Weg 33 auf dem Abschnitt von La Lama zur Villa di Pulicciano eine romanische Brücke über den Wildbach Faella. Die Brücke verbindet zwei Täler des Pratomagno; ihr Bau wird wahrscheinlich ins 13. Jahrhundert datiert. Kirche und Brücke stehen für unterschiedliche historische Perspektiven: Bei Sant’Andrea geht es um Denkmalschutz und Pfarrgeschichte, bei der Brücke um ein wahrscheinliches Baudatum und die Verbindung der Täler.
Die Via del Bacio ist ein Fußweg in Pulicciano und ergänzt die Orientierung zu Fuß innerhalb des Ortes. Die Festa del Perdono findet als wiederkehrendes lokales Fest in Pulicciano statt. Möchten Sie Ihre Reise mit dem Fest verbinden, prüfen Sie die Termine der jeweiligen Ausgabe vor der Planung.
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