Stintino: Küste, Natur und maritime Geschichte
Unterkünfte in Stintino
Küstenbilder von Stintino
Die Westseite Stintinos, das „mare di fuori“, ist hoch und zerklüftet; Sand- und Kiesbuchten wechseln sich dort ab. Die Ostküste, das „mare di dentro“ im Golf von Asinara, ist dagegen niedrig und geschützt. Für Ihre Reiseplanung ist diese Unterscheidung ein konkreter Ausgangspunkt: Je nachdem, welchen Teil der Küste Sie erkunden möchten, begegnen Ihnen unterschiedliche Landschaften.
La Pelosa ist für klares Wasser bekannt, das über viele Dutzend Meter sehr flach bleibt, und für feinen weißen Sand. Eine etwa 3,5 Kilometer lange Straße verbindet den Ort Stintino mit dem Strand; auf dieser Verbindung verkehren Shuttlebusse. Auch La Pelosetta hat einen flachen, sandigen Meeresboden, der sich zum Schwimmen und Entspannen eignet. Die kleine Insel gegenüber ist bei Ebbe zu Fuß erreichbar. Prüfen Sie vor dem Überqueren die Bedingungen vor Ort.
Weitere Küstenabschnitte bieten andere Merkmale: Punta Negra verbindet klares Wasser und einen artenreichen Meeresboden mit Möglichkeiten zum Schwimmen und Schnorcheln. Cala Lupo ist eine Bucht an der Westküste mit goldfarbenem Sand mittlerer Körnung, Felsen und mediterraner Macchia. Ihre klaren, tiefblauen Gewässer und der artenreiche Meeresboden eignen sich zum Schnorcheln und Tauchen.
Natur und Wege
Die Teiche Cesaraccio und Pilo bilden eine natürliche Oase. Dort leben Purpurreiher, Seidenreiher und Eisvögel. Auch am Capo Falcone ist die Tierwelt bemerkenswert: In Felsspalten brütet der Wanderfalke, außerdem kommt dort der seltene Eleonorenfalke vor. Der Blick umfasst den gesamten Golf von Asinara und die Westküste Stintinos.
Für eine Wegstrecke am Stagno di Casaraccio können Sie mit 1,7 Kilometern rechnen. Sie lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen; bei Gefälle und Untergrund weist sie keine besonderen Schwierigkeiten auf. Ein gut markierter, leichter Weg zur Torre del Falcone ist 2,2 Kilometer lang und zu Fuß oder mit dem Fahrrad nutzbar. Die beiden Angaben geben Ihnen eine konkrete Orientierung, wenn Sie zwischen den genannten Weglängen abwägen.
Maritime Geschichte und Erlebnisse
Der Torre della Pelosa kontrollierte die Meerenge von Asinara und stand in Sichtkontakt mit den Türmen auf Isola Piana und am Capo Falcone. Wahrscheinlich wurde er vor 1578 errichtet. Das Museo della Tonnara widmet sich mit einer multimedialen Reise der Geschichte des Thunfischfangs im Golf von Asinara. Zu den ausgestellten Dingen zählen Fischereigeräte, Tagebücher, Zeitungsartikel, Kleidung der „Mattanza“, Bootsnachbildungen und Werke sardischer Künstler.
Die Regata della vela latina wurde 1983 ins Leben gerufen. Ihr Zweck war, die erhaltenen Boote mit Lateinersegeln zu bewahren und das Interesse an diesem maritimen Geschichts- und Wissensgut neu zu beleben. Auch der Palio Remiero gehört zum Jahreslauf: Die Sportvereinigung Canottieri Stintino organisiert ihn jedes Jahr am 8. September anlässlich des Patronatsfestes. Am Strand Le Saline befindet sich zudem ein militärischer Stützpunkt aus dem Zweiten Weltkrieg. Etwa 25 Stellungen verteilen sich zwischen Le Saline und Monti Frattu.
Im Porto Museo delle Vele Latine im Porto Minori, eröffnet im April 2023, sind einige charakteristische Gozzi aus Stintinos Seefahrtstradition untergebracht. Beim Pescaturismo können Besucher an Bord traditioneller Boote den Alltag der örtlichen Fischer erleben und die klaren Gewässer des Golfs von Asinara erkunden. Am Strand Il Gabbiano bietet das Windsurf Center Windsurf- und Segelkurse für alle Niveaus an.
Ausflüge nach Asinara
Zwischen Stintino und Asinara besteht eine maritime Passagierverbindung. Für Ausflüge gibt es von April bis Oktober direkte Abfahrten. Prüfen Sie für Ihren geplanten Termin den Fahrplan. So können Sie diesen saisonalen Ausflug in Ihre Reiseplanung einbeziehen.
Weitere Reiseziele entdecken: Tottubella, Ploaghe, Porto Torres, Marina Di Sorso, Ardara, San Nicola, Bonorva, Padria.
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