Palau: Küste, Strände und Kulturerbe
Unterkünfte in Palau
Küste und Strände in Palau
Palau verfügt über 24 Kilometer Küste, die sich vom Golf von Saline bis zur Mündung des Flusses Liscia erstreckt. Mehr als 20 Sandstrände mit sehr feinem Sand ergänzen dieses Bild. Die beiden Angaben beschreiben unterschiedliche Aspekte: die Länge des Küstenabschnitts und die Zahl der Sandstrände. Wenn Sie für Ihre Reise einen Küstenschwerpunkt suchen, können Sie Palau so zunächst als Ziel mit einer ausgeprägten Strand- und Küstenlandschaft einordnen.
Die Küste ist jedoch nur eine Seite des Ortes. Auch archäologische Zeugnisse, Bauwerke und Einblicke in die Kulturgeschichte der Gallura prägen die Reiseziele in Palau.
Kulturgeschichte und Zeugnisse der Gallura
Die Roccia dell’Orso war bereits in der Antike ein Orientierungspunkt für Seefahrer entlang der Küste der Gallura und an den Bocche di Bonifacio. Ein deutlich jüngeres Kapitel der Geschichte verkörpert die Fortezza di Monte Altura: Das Fort wurde im 19. Jahrhundert errichtet und zwischen 1887 und 1889 aus Granit vom Monte Altura erbaut. Die Angaben zu Bauzeit und Material ordnen das Bauwerk zeitlich ein und benennen zugleich, woraus es entstand.
Das Museo Etnografico eröffnet einen anderen Zugang zur Geschichte von Palau. Seine Ausstellungen sind Themenbereichen zum häuslichen Leben, Weinbau, Landwirtschaft, Viehzucht, Verkehrsmitteln und Handwerken gewidmet. Im Bereich des häuslichen Lebens sind Küchenutensilien für die Herstellung von Brot und Käse zu sehen. Objekte aus den Stazzi und den ersten Handwerkswerkstätten vermitteln die Ursprünge Palau. Zusammen ergeben diese Themen mehr als eine einzelne Erzählung: Sie führen von Alltag und Ernährung über Arbeit und Landwirtschaft bis zu Verkehr und Handwerk.
Auch archäologische Zeugnisse verweisen auf unterschiedliche Epochen. Li Mizzani ist ein Gigantengrab, also ein kollektives Grabmonument der nuragischen Zivilisation Sardiniens. Bei der Chiesetta Campestre di S.Giorgio sind Spuren aus vor-nuragischer und nuragischer Zeit sowie römische und byzantinische Überreste erhalten. Vom Gipfel des Hügels, auf dem das Nuraghe „Luchìa“ steht, reicht der Blick über das gesamte Hochplateau bis zu den Bocche di Bonifacio. Diese Orte verbinden in der Betrachtung unterschiedliche Themen: ein gemeinschaftliches Grabmonument, erhaltene Zeugnisse mehrerer historischer Epochen und einen Aussichtspunkt mit weitem Blick über die Landschaft.
Traditionen und Hinterland
Das Fest des San Giorgio wird noch heute am ersten Sonntag im Mai gefeiert. Damit gehört ein konkreter Termin zum kulturellen Jahreslauf in Palau. Die unbefestigten Wege im Hinterland bieten zugleich die Möglichkeit, die alte Lebensweise und den historischen Charakter der Gallura zu erleben. Wer sich für diese Seite des Reiseziels interessiert, findet hier einen anderen Schwerpunkt als an der Küste: Es geht um das Hinterland und um die überlieferte Lebensweise der Region.
Wege und Anreise einplanen
Der Zugang zur Batteria Militare Talmone von Costa Serena führt über einen leicht unebenen, unbefestigten Weg und dauert etwa 45 Minuten zu Fuß. Nehmen Sie diese ungefähre Gehzeit als eigenen Teil der Planung auf und berücksichtigen Sie dabei den beschriebenen Untergrund. Für eine weitere Orientierung bei der Reiseplanung: Der Handelshafen von Palau ist Anlaufstelle für die Abfahrt und Ankunft von Fähren zur Insel La Maddalena und zum Archipel. Wenn eine Fährfahrt zu Ihrem Vorhaben gehört, prüfen Sie den Fahrplan vorab.
Palau lässt sich damit anhand verschiedener Interessen betrachten: als Küstenziel mit zahlreichen Sandstränden, als Ort mit archäologischen und historischen Zeugnissen oder über seine Bezüge zur Kultur der Gallura.
Weitere Reiseziele entdecken: Porto Rafael, Pittulongu, Biasì, Salina Bamba, Isola Rossa, Lu Lioni, Marinella, Berchidda.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Olbia-Tempio.