Zum Inhalt

Portoscuso: Küstenlandschaft und Tonnara-Geschichte

Unterkünfte in Portoscuso

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Portoscuso verbindet eine markante Küstenlandschaft mit der Geschichte der Thunfischfischerei und archäologischen Zeugnissen. Diese Themen eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf den Ort und seine Geschichte.

Küste, Türme und Buchten

Der Torre Spagnola aus dem 16. Jahrhundert steht zwischen der Cala della Ghinghetta und dem bebauten Ortszentrum von Portoscuso. Von seiner strategischen Lage aus lassen sich die Küstentürme von Calasetta und Carloforte beobachten. Der Turm und die Buchten zeigen zwei Seiten der Küste: markante Bauwerke am Meer und die Landschaft, in der sie stehen.

Die Tonnara Su Pranu liegt an einer von vorherrschenden Nordwestwinden geprägten Küste, in einer der windgeschütztesten Buchten von Portoscuso und einer der am besten geschützten Buchten des gesamten Südwestens Sardiniens. Die nach Süden ausgerichtete Bucht liegt zwischen dem Golf von Portupaleddu, auch Portopaglietto genannt, nordwestlich der Tonnara, und dem Golf mit Touristenhafen und Uferpromenade im Südosten. Portopaglietto, ebenfalls Portopaleddu genannt, ist eine Küstenattraktion mit klarem Meerwasser und feinem Sand. Die Costa Crobettana wiederum ist durch eindrucksvolle, steil zum Meer abfallende Klippen geprägt.

Der Hafen von Portoscuso liegt der Insel San Pietro gegenüber und verbindet Sardinien mit Carloforte, das als einer der bedeutendsten touristischen Orte der Inselwelt gilt. Wenn Sie die Hafenverbindung in Ihre Reiseplanung einbeziehen, prüfen Sie den aktuellen Fahrplan.

Die Tonnara Su Pranu: Bau und Fischereigeschichte

Die Tonnara di Portoscuso, auch Tonnara Su Pranu genannt, wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts errichtet. Sie ist als Kulturgut des italienischen Kulturministeriums ausgewiesen, dokumentiert das historische System der festen Thunfischfischerei auf Sardinien und gilt als bedeutendes Beispiel der Industriearchäologie. Der trapezförmige Komplex besitzt einen zum Meer geöffneten Innenhof von etwa 5.000 Quadratmetern. An ihn grenzen die Unterkünfte der Tonnarotti und verschiedene Lagerhäuser mit sardischen Ziegeldächern.

Su Pranu war als eigenständige Festung organisiert. Zur Ausstattung gehörten ein Ofen und Lager für Mehl, Getreide, Öl und Wein. In Werkstätten wurden Nägel und Metallbeschläge hergestellt, Fischereigeräte repariert und Seile gesponnen. So lassen sich an der Anlage Fischerei, Vorratshaltung und Handwerk als verschiedene Teile eines historischen Betriebsgefüges einordnen.

Anzeige

Wanderetappe und Bergbaugeschichte

Die 29. Etappe des Cammino Minerario di Santa Barbara führt von Portoscuso nach Bacu Abis. Die 19,0 Kilometer lange Etappe gilt zu Fuß als anspruchsvoll; als Gehzeit sind 6 Stunden und 30 Minuten angegeben. Entlang des Weges liegen spektakuläre vulkanische Klippen der Südwestküste. Die Strecke führt bis zur Mine von Bacu Abis, wo die Bergbautätigkeit im Sulcis-Kohlebecken begann. Damit verbindet die Etappe Küstenlandschaft und Bergbaugeschichte in einem konkreten Routenverlauf.

Kirche, Feste und archäologische Orte

Die Kirche Santa Maria d’Itria wurde 1655 errichtet. Santa Maria d’Itria ist die Schutzpatronin der Tonnarotti; ihr Fest wird 50 Tage nach Ostern mit sportlichen, musikalischen und volkstümlichen Veranstaltungen gefeiert. Davon zu unterscheiden ist die Sagra del Tonno: Sie wird von der Pro Loco di Portoscuso organisiert und findet seit 1965 am 13. Juni zu Ehren des heiligen Antonius statt. Dabei wird frischer Thunfisch nach einem traditionellen örtlichen Rezept zubereitet und mit Brot und Wein verteilt. Das konkrete Programm kann variieren; wenn Sie wegen des Festes reisen, prüfen Sie die aktuellen Angaben.

Auch die archäologischen Orte verweisen auf unterschiedliche Zeiten. In der Ortschaft San Giorgio befindet sich eine punische Nekropole mit elf Bestattungen aus der Zeit von 770 bis 750 v. Chr. Die Domus de Janas von Guroneddu stammen aus der Jungsteinzeit. Zusammengenommen geben diese Orte Einblick in eine lange lokale Vergangenheit, von jungsteinzeitlichen Anlagen bis zu den punischen Bestattungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Portixeddu, Sant'anna Arresi, Maladroscia, Santadi, Piscinas, Matzaccara, Perdaxius, Musei.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Carbonia-Iglesias.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.