Zum Inhalt

Rubiana: Wege, Natur und Kultur

Unterkünfte in Rubiana

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Rubiana liegt in einem bergigen Amphitheater am linken Ufer der Dora Riparia. Wälder, Wiesen und Weiden prägen die Landschaft; dazu kommen historische Wege, Kulturstätten und regionale Spezialitäten. Für die Orientierung bei der Reiseplanung bieten die verschiedenen Themen unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Wanderwege erzählen von der Geschichte des Gebiets, während Kunst und Bauwerke weitere Facetten des Ortes zeigen.

Wanderwege und historische Spuren

Rubiana verfügt über ein dichtes Netz unterschiedlich langer Wege, die häufig historische oder naturkundliche Bedeutung haben. Der Sentiero della Libertà verbindet die Casa del Parco in Favella mit dem Colle del Lys. Prüfen Sie vor einer Wanderung auf diesem Weg die aktuellen Wegverhältnisse vor Ort. Ein weiterer, 4 km langer Weg führt vom Santuario della Madonna della Bassa zum Colle del Lys. Partisanen nutzten ihn als Beobachtungsweg über das gesamte Susatal – ein konkreter historischer Bezug entlang der Strecke.

Auch die alten Saumpfade erzählen von der Nutzung der Wege: Sie wurden mit eingelassenen Steinen gebaut, und einige Abschnitte sind bis heute erhalten. Die Rocca Sella ist von Favella aus über einen Gratweg erreichbar. Länge und Charakter der Wege unterscheiden sich; damit stehen im selben Gebiet kurze und längere Wegoptionen sowie verschiedene historische und landschaftliche Themen nebeneinander.

Für Mountainbikes gehören Rundkurse auf Forstwegen und Brandschutztrassen zum Angebot der beschriebenen Strecken. Eine Rundstrecke führt von Almese zur Madonna della Bassa und verläuft unterhalb der Westseite des Truc del Faro. Für den Rückweg nach Rubiana kommen die Provinzstraße oder Saumpfade infrage. Das ist eine andere Orientierung als bei den Wanderwegen: Hier prägen Rundkurs, Forstwege und mögliche Rückwege die Tourenbeschreibung.

Waldlandschaft und Natur am Colle del Lys

Die Landschaft von Rubiana umfasst Kastanien-, Eichen-, Buchen-, Lärchen- und Kiefernwälder sowie Wiesen und Weiden. Im Parco Naturale del Colle del Lys blühen auf den Lichtungen im Frühjahr Enziane, Lilien und Orchideen. Ebenfalls im Park kommt Euphorbia gibelliana vor, eine sonnenliebende Art, die im Piemont endemisch ist.

Der Park ist zudem ein wichtiger Lebensraum für Balzvorführungen der Birkhühner und für die Fortpflanzung zahlreicher Insekten. Diese Naturmerkmale reichen von der Pflanzenwelt der Lichtungen bis zu den Lebensräumen der Tierwelt. Sie bilden einen eigenen Schwerpunkt neben den historischen Wegen und den Bauwerken Rubianas.

Kulturorte und Geschichte

Rubiana wurde erstmals 1029 urkundlich erwähnt: Der Markgraf Manfredi von Turin und seine Frau Berta schenkten dieses Gebiet der Abtei San Giusto in Susa. Auch die Kirchen geben Einblick in die Entwicklung der Ortschaften. Die Chiesa Parrocchiale di Sant'Egidio wurde 1607 unter Erweiterung eines bestehenden Gebäudes aus dem 16. Jahrhundert wiederaufgebaut und 1769 feierlich geweiht. Die Parrocchiale di San Giuseppe entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts. In Mompellato geht die Parrocchiale dei Santi Grato e Maria Maddalena auf eine Erweiterung der Kapelle San Grato e Santa Maria Maddalena im Jahr 1808 zurück.

Anzeige

Mit Fiabe e Boschi gibt es außerdem ein Kulturprojekt, das eine über das Gebiet verteilte Kunstgalerie geschaffen hat. Die Pinacoteca Comunale Francesco Tabusso verfügt über mehr als hundert Werke und verfolgt das Ziel, das künstlerische Panorama des Piemont in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu rekonstruieren. Der Bestand kann sich im Laufe der Zeit verändern. Die Pinacoteca ist für Menschen mit Behinderungen zugänglich und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar; in ihrer Nähe befinden sich barrierefreie Haltestellen.

Ein weiteres, über das Gebiet verteiltes Museum umfasst einen Museumssitz, einen Turm, den Friedensgarten, das Areal des Massengrabes und die Sentieri della memoria. Zusammen mit den Kirchen und dem Kunstprojekt zeigt es, dass Rubianas Kulturorte nicht auf ein einzelnes Gebäude beschränkt sind.

Regionale Spezialitäten

Die sauren Böden von Rubiana eignen sich besonders für Beerenobst, insbesondere für Himbeeren. Zu den traditionellen Gebäcken gehören der Rubianese und das Tegolino di Favella. Der Rubianese ist ein knuspriger Keks mit Marsalla im Teig. Das ähnliche Tegolino ist rechteckig, braun und leicht; es kommt ohne Marsala aus und entstand aus dem Bedarf, rohen Kuchenteig zu verwenden. Der Vergleich macht die Unterschiede zwischen den beiden lokalen Gebäcken greifbar, ohne ihre gemeinsame Keksform zu übersehen.

Anreise zum Naturpark

Der Parco Naturale del Colle del Lys ist von Turin aus mit dem Auto über Pianezza, Alpignano, Almese und Rubiana erreichbar. Außerdem gibt es von Porta Susa aus eine Verbindung mit einem GTT-Bus; dieser Dienst wird in den Wintermonaten nicht angeboten. Prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Reisetermin, bevor Sie Ihre Anreise darauf ausrichten. So bleiben die saisonale Einschränkung und die konkrete Anreiseoption bei der Planung klar voneinander abgegrenzt.

Weitere Reiseziele entdecken: Strambinello, Maglione, Cinzano, Piverone, Cuorgnè, San Pietro Val Lemina, Torre, Borgone Susa.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Turin.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.