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Piverone: Wege, Kunst und Weinberge

Unterkünfte in Piverone

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Piverone liegt an den Hängen der Serra morenica di Ivrea. Das Gemeindegebiet reicht vom mittleren Seespiegel des Lago di Viverone auf 230 Metern über dem Meeresspiegel bis zum Gipfel des Hügels auf 525 Metern. Seeufer und Hügelland gehören damit zum selben Gemeindegebiet. Für die Reiseplanung stehen unterschiedliche Themen nebeneinander: Wege mit Panoramablicken, Zeugnisse mittelalterlicher Geschichte, sakrale Kunst und die Weinlandschaft.

Wegbezüge und Panoramen

Der Anello V – Al Lago per le Vigne beginnt am Parco Giochi in Piverone. Von dort führt die Route über einen panoramareichen Abstieg zur touristischen Località Anzasco am Lago di Viverone und anschließend zurück ins Ortszentrum. Start, Seeziel und Rückkehr ergeben einen klaren Rundverlauf. Wer seine Wegwahl an der Streckenführung ausrichten möchte, kann diesen Verlauf von einem anderen Wanderbezug in Piverone unterscheiden.

Auf der Via Francigena folgt nach dem Gesiun ein langer Panoramaabschnitt mit Blick auf den Lago di Viverone und die Cella di San Michele. Beim Anello V sind Start und Rückkehr im Ortszentrum Teil des Verlaufs; beim Abschnitt der Via Francigena prägen die Lage nach dem Gesiun und die Aussichtspunkte die Einordnung. So lassen sich die beiden Wege anhand der jeweils genannten Orientierungspunkte auseinanderhalten, ohne sie zu einer gemeinsamen Route zusammenzufassen.

Das Gesiun liegt in der Località Torrone an der Kreuzung zweier Landstraßen. Erhalten sind nur die Umfassungsmauern und Reste eines Freskos. Die Ruine bildet einen konkreten Bezugspunkt für den anschließenden Panoramaabschnitt der Via Francigena. Zugleich unterscheidet sie sich deutlich von den Kirchen und Türmen im Ortskern, deren historische und künstlerische Merkmale noch in anderen Formen sichtbar sind.

Bauwerke und Kunst im Ortskern

Le Cinque Torri di Piverone sind im Ortskern ein bedeutendes Zeugnis des Mittelalters. Eine weitere markante Architektur ist die Torre-porta campanaria o dell’orologio in der Via del Torrione. Das massive Tor besitzt einen Rundbogen, Schießscharten für die drei Bolzoni der beiden früheren Zugbrücken und gibellinische Zinnen. Heute dient es als Glocken- und Uhrturm. Die frühere Toranlage und die heutige Funktion geben dem Bauwerk unterschiedliche historische Bezugspunkte.

Die Chiesa Parrocchiale dei Santi Pietro e Lorenzo vereint mehrere Epochen der Ortsgeschichte. Ihr Fresko der Madonna mit dem Kind und der heiligen Anna stammt aus dem zweiten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts und wurde von einem Künstler aus dem Umkreis von Defendente Ferrari geschaffen. Am Hochaltar lässt sich eine spätere künstlerische Phase ablesen: Der barocke Altar wurde 1771 von Francesco Olgiati aus Viggiù geschaffen.

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Auch die Baugeschichte der Kirche reicht weiter zurück. Sie war ursprünglich romanisch und könnte die alte Pfarrkirche der Gemeinschaft vor dem Bau des Borgo franco gewesen sein. Diese frühe Geschichte bleibt eine Möglichkeit; die Fresken- und Altardaten benennen dagegen konkrete Werke und Zeitpunkte. Zusammen bieten die Kirche und Le Cinque Torri unterschiedliche Anknüpfungspunkte, wenn Sie mittelalterliche Ortsgeschichte mit späterer sakraler Kunst verbinden möchten.

Museum, See und Weinlandschaft

Das Museo Etnografico La Steiva ist ein landwirtschaftlich-ethnografisches Museum. Es bewahrt Zeugnisse der bäuerlichen Gesellschaft und der landwirtschaftlichen Arbeit. Damit ergänzt es die Bauwerke um einen anderen Blick auf die örtliche Geschichte: Im Mittelpunkt stehen hier ländliches Leben und Arbeit, nicht Architektur oder sakrale Kunst.

Das Ufer des Lago di Viverone gehört zu den Gemeindegebieten von Azeglio, Borgo d'Ale, Piverone und Viverone. Der See ist wegen seiner wertvollen Tier- und Pflanzengemeinschaften als Sito di Importanza Comunitaria ausgewiesen sowie von der Europäischen Union anerkannt und geschützt. Beim Maresco di Piverone wachsen bedeutende Bestände großer Seggen. Diese Naturbezüge stehen neben den Wegen und Kulturstätten als eigener Schwerpunkt der Umgebung.

Im Hügelland von Piverone liegen terrassierte Weinberge, in denen unter anderem Erbaluce-Weine erzeugt werden. Weinbau, Feuchtgebiet und See gehören zu unterschiedlichen Aspekten der Landschaft: Die Weinberge prägen das Hügelland, die Seggenbestände sind beim Maresco zu finden, und der Lago di Viverone ist zugleich ein gemeinsamer geografischer Bezug für mehrere Ufergemeinden. So können Sie Piverone je nach Interesse über seine Wege, Kunst- und Ortsgeschichte oder die Natur- und Weinlandschaft kennenlernen.

Weitere Reiseziele entdecken: Andezeno, Chivasso, San Sicario Alto, Castagnole Piemonte, Sant'anna, Beinasco, Sant'antonino Di Susa, Coassolo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Turin.

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