Front: Kirchen, Kapellen und Natur am Rio Verdeis
Unterkünfte in Front
In Front stehen unterschiedliche Kultur- und Landschaftsthemen für die Reiseplanung nebeneinander: eine früh erwähnte Pfarrkirche, Kapellen mit eigenen Bau- und Kunstgeschichten, ein Rundweg am Rio Verdeis und sichtbare Ruinen in einer Waldlichtung. Die historischen Bauwerke lassen sich anhand ihrer Datierungen und Ausstattungsdetails unterscheiden; der Naturweg setzt einen anderen Schwerpunkt. So können Sie überlegen, welches Thema für Ihren Aufenthalt im Vordergrund stehen soll.
Kirchen und Kapellen in Front
Die Parrocchiale di Santa Maria Maddalena wird erstmals 1190 urkundlich erwähnt. Unter den hier genannten Sakralbauten ist das der früheste datierte Bezugspunkt. Bei der Cappella di San Domenico stehen dagegen spätere bauliche Veränderungen im Mittelpunkt: Sie wurde 1765 erweitert und anschließend mehrfach restauriert. Die Jahreszahlen bieten unterschiedliche historische Anhaltspunkte – eine frühe urkundliche Erwähnung auf der einen und eine konkrete Erweiterung mit weiteren Restaurierungen auf der anderen Seite.
Auch die Ausstattung der Cappella di San Domenico hat eine eigene Geschichte. Dort befindet sich eine kunstvolle Holzstatue des heiligen Dominikus, die 1890 aufgestellt wurde. Sie ersetzte eine frühere Statue aus Pappmaché. Damit lassen sich an derselben Kapelle sowohl bauliche Veränderungen als auch ein Wechsel bei Material und Gestaltung der Figur nachvollziehen. Für kulturinteressierte Reisende ist das ein konkretes Detail, das über die bloße Datierung eines Gebäudes hinausgeht.
Die Cappella di Sant'Antonio Abate ist ein bemerkenswerter Rokokobau. Bartolomeo Gilardino aus San Benigno stellte die Kapelle 1793 nach einem Entwurf des Turiner Architekten Felice Maria Morari fertig. Die Angaben unterscheiden die Aufgaben der beiden Beteiligten: Gilardino war für die Fertigstellung zuständig, Morari für den Entwurf. Zusammen mit der kunstgeschichtlichen Einordnung ergibt sich ein eigener Zugang zur Baugeschichte dieser Kapelle.
Für die Cappella di San Rocco nennt Bertolotti eine Entstehung um 1600. Diese ungefähre Einordnung liegt deutlich vor der Erweiterung von San Domenico im Jahr 1765 und der Fertigstellung von Sant'Antonio Abate 1793. Wer die genannten Sakralbauten miteinander vergleicht, erhält so verschiedene zeitliche Bezugspunkte, ohne sie auf eine gemeinsame Bauphase zu reduzieren.
Auch die physische Erreichbarkeit ist für einzelne Kapellen beschrieben: San Domenico und San Rocco sind direkt von der Piazza aus ohne Barrieren oder Hindernisse zugänglich. Sant'Antonio Abate ist direkt von der Straße aus zugänglich und weist ebenfalls keine Barrieren oder Hindernisse auf. Wenn Sie eine Besichtigung planen, erkundigen Sie sich vorher nach den aktuellen Besuchsmöglichkeiten und prüfen Sie die Zugangsbedingungen erneut.
Rundweg und historische Spuren
Der Rundweg Percorso Naturalistico Il Rio Verdeis verläuft um den oberen Abschnitt des Rio Verdeis. Sein Ausgangspunkt liegt am südwestlichen Ortsrand von Grange di Front, einem Ortsteil der Gemeinde Front. Damit sind sowohl der Verlauf als auch ein konkreter Startpunkt benannt. Wenn Sie den Weg einplanen, können Sie sich an diesem Ausgangspunkt orientieren. Da sich Wegbedingungen ändern können, prüfen Sie diese vor Ihrer Tour.
Eine andere historische Spur bilden die Ruinen des als „di Madama Cristina“ bezeichneten Gebäudekomplexes, die in einer dicht bewaldeten Lichtung in Front sichtbar sind. Davon zu unterscheiden ist die Überlieferung zum Bricco della Torre, dem Hügel oberhalb des heutigen Altenheims: Nach einer Deutung stand dort ein antikes langobardisches Kastell von Front. Die Reste wurden 1964 entfernt. Die sichtbaren Ruinen des Gebäudekomplexes und die nur nach einer Deutung verortete Kastellgeschichte sind damit unterschiedliche Themen für die Beschäftigung mit der Vergangenheit des Ortes.
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