Chiomonte entdecken
Unterkünfte in Chiomonte
Im Zentrum von Chiomonte prägen enge Straßen, alte Brunnen und verwinkelte Gassen das Ortsbild. Sie bewahren Merkmale historischer Alpendörfer. Zusammen mit Kirchenkunst, der Geschichte des Pertus, dem Skigebiet Pian del Frais und der Weintradition rund um Avanà ergeben sich unterschiedliche Schwerpunkte für Ihre Reise.
Ortsbild, Kunst und Kirchen
Die Pinacoteca G. A. Levis befindet sich in einem Palast des 16. Jahrhunderts, der mit der Familie Paleologo von Chiomonte verbunden ist. Sie bewahrt eine umfangreiche Gruppe von Gemälden, die einen großen Teil des künstlerischen Weges von G. A. Levis in den Jahren 1900 bis 1926 dokumentiert. Damit steht hier die Malerei im Mittelpunkt; die Kirchen Chiomontes führen zu anderen Kunst- und Baugeschichtsthemen.
In der Fraktion Ramats besitzt die Chiesa di Sant’Andrea einen Renaissance-Freskenzyklus mit Darstellungen der Verkündigung und des Martyriums des heiligen Andreas. Die Chiesa di Santa Caterina wurde in den Jahren unmittelbar nach 1208 als Oratorium für ein Hospital errichtet. Sie bewahrt restaurierte Fresken aus dem 14. Jahrhundert. An der Pfarrkirche Santa Maria Assunta ragt ein Glockenturm auf, der 1432 im romanischen Dauphiné-Stil errichtet wurde. Die Beispiele unterscheiden sich sowohl in ihrer Entstehungszeit als auch in ihren Bildthemen: von den mittelalterlichen Fresken in Santa Caterina über den Renaissance-Zyklus in Ramats bis zum romanischen Stil des Glockenturms.
Der Pertus: Geschichte und Besuchsbedingungen
Der Pertus ist ein hydraulischer Tunnel, der zwischen 1526 und 1533 vom Bergmann Colombano Romean ausgehoben wurde. In Auftrag gaben ihn die Bewohner von Cels, einer Fraktion von Exilles, und Ramats, einer Fraktion von Chiomonte. Der Tunnel sollte Wasser aus dem Rio Touilles zur Bewässerung des gesamten Hangs führen. Mit dieser Geschichte ist der Pertus zugleich ein Zeugnis dafür, wie Wasser für die Landwirtschaft genutzt werden sollte.
Der Tunnel ist etwa 450 Meter lang. Sichtbar sind Spuren der Ausschachtung, Nischen für Lampen sowie in den Fels gehauene Darstellungen von Kreuzen, menschlichen Gesichtern und französischen Lilien. Der Pertus ist von der Fraktion Ramats aus über eine unbefestigte Straße bis zu den Grange Rigaud auf 1.450 Meter Höhe und anschließend über einen Weg in Richtung Quattro Denti erreichbar. Der Pertus selbst kann im Herbst bei niedrigem Wasserstand vorsichtig begangen werden. Eine Taschenlampe und Ersatzschuhe sind unbedingt erforderlich; die Jahreszeit, der Wasserstand und diese Ausrüstung gehören daher zusammen zur Planung.
Winter in Pian del Frais und das Januarfest
Das Skigebiet Pian del Frais liegt in einer Bergfraktion der Gemeinde Chiomonte. Das Pistengebiet gilt als für Familien, Anfänger und Schulgruppen geeignet. Da sich der saisonale Betrieb ändern kann, prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Betriebsinformationen. So können Sie Ihre Winterreise an der tatsächlichen Betriebssituation ausrichten, statt die Eignungsbeschreibung mit einer Zusage für bestimmte Betriebsbedingungen gleichzusetzen.
Auch das Januarfest zu San Sebastiano gehört zum Winterprofil Chiomontes: Es umfasst den Tanz der Puento. Einzelne Veranstaltungstermine können variieren. Wenn Sie das Fest in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten, prüfen Sie deshalb das Datum für Ihr Reisejahr.
Avanà und die Weintradition
Avanà gilt als die repräsentativste Rebsorte von Chiomonte und erhielt 1997 die Denominazione di Origine Controllata (DOC). Eine besondere Etappe der lokalen Weingeschichte ist der Chiomonte-Eiswein San Sebastiano. Er entstand aus der ersten experimentellen Weinlese am 20. Januar 2006 in den Weinbergen der Comunità Montana Alta Valle di Susa, in denen die autochthone Rebsorte Avanà angebaut wird. Die Weintradition ergänzt damit die kulturellen und bergbezogenen Themen um einen eigenen lokalen Schwerpunkt.
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