Rocchetta Alta entdecken: Burg, Tore und Dorfgeschichte
Unterkünfte in Rocchetta Alta
Rocchetta Alta verbindet die Geschichte eines aufgegebenen Dorfes mit Bau- und Landschaftsspuren aus verschiedenen Zeiten. Der Ortswechsel, die Zeugnisse bäuerlicher Kultur und die Architektur von Burg und Toren geben dem Ort mehrere historische Ebenen. Für Ihre Reiseplanung können Sie diese Themen auseinanderhalten: die Entwicklung der Siedlung, die älteren Spuren in der Umgebung und die Gestaltung einzelner Bauwerke.
Dorfgeschichte und Siedlungsbild
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde Rocchetta Alta zugunsten des tiefer gelegenen Ortes aufgegeben, der heute Rocchetta Nuova genannt wird. Rocchetta Alta ist ein seltenes erhaltenes Beispiel für ein Dorf der bäuerlichen Kultur. Zum Ortsbild gehören enge Gassen, Häuser und Werkstätten. Die verfallenen Häuser öffnen sich zu Gassen und grasbewachsenen Stufen, die den Berg hinaufführen. So prägen nicht nur einzelne Bauwerke den Ort: Auch Gassen, Werkstätten und der Anstieg am Hang gehören zum überlieferten Siedlungsbild. Die Stufen machen die Lage am Berg in der Anlage des Dorfes greifbar.
Spuren in Felsen und auf dem Hügel
Die Geschichte der Umgebung reicht weiter zurück als die Bauwerke des Dorfes. Die Rocchetta Alta umgebenden Felsen boten Menschen in Höhlen im Mittelpaläolithikum Schutz. Auf dem Gipfel des Hügels Vaccareccia, auch Baccaricia genannt, wurden 1980 Überreste spätmittelalterlicher Bauwerke entdeckt. Das Jahr 1980 bezeichnet das Entdeckungsjahr, nicht die Entstehungszeit der spätmittelalterlichen Bauwerke.
Castello Battiloro und die Tore
Das Castello Battiloro erhebt sich auf dem Kalksteingipfel am oberen Ende von Rocchetta Alta. Sein Grundriss ist ungefähr rechteckig und misst etwa 20 × 10 Meter. Nach diesen Näherungsmaßen ist die Anlage ungefähr doppelt so lang wie breit. Die Burganlage ist teilweise beeinträchtigt. Sie ist ein spätrenaissancezeitlicher Herrensitz bei der Porta di Sopra. Ein steiler Pfad führt zum Castello hinauf. Lage, Grundriss und Wegcharakteristik geben damit unterschiedliche Anhaltspunkte, um die Burg im Ortsbild einzuordnen.
Die Porta di Sotto ist der Zugang zum Dorf und liegt an der Kirche Mariä Himmelfahrt. Unter ihrem Bogendurchgang wurden mittelalterliche Skulpturenelemente wiederverwendet und in das Mauerwerk eingefügt. Auch die Kragsteine des Tores erzählen von einer früheren Bauaufgabe: Sie trugen einst eine vorspringende Verteidigungsanlage. Die wiederverwendeten Skulpturenelemente und die Kragsteine sind unterschiedliche Details desselben Zugangs – die einen sitzen im Mauerwerk des Bogendurchgangs, die anderen trugen früher die vorspringende Anlage. Porta di Sotto und Porta di Sopra sind dabei auseinanderzuhalten: Die Porta di Sotto ist der Dorfeingang an der Kirche; das Castello liegt bei der Porta di Sopra. Der nordwestliche Eingang gehört zur Burg selbst und wird von zylindrischen Türmen geschützt.
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