Capaccio: Geschichte und Wanderwege
Unterkünfte in Capaccio
Capaccio vereint mehrere Anknüpfungspunkte für Ihre Reise: das historische Zentrum mit alten Palästen, Portalen und Gassen, die Cente-Tradition zu Ehren der Madonna del Granato sowie Wanderziele am Castello di Capaccio und auf dem Monte Soprano. So können Sie bei der Planung entscheiden, ob Baugeschichte, religiöses Brauchtum, Aussicht oder Bewegung für Sie im Vordergrund stehen soll.
Historisches Zentrum und Baugeschichte
Im historischen Zentrum prägen alte Paläste, Portale und Gassen den Ortskern. In den Gärten dort reicht der Blick über den Golf von Salerno; Capri liegt im Hintergrund. Die Chiesa di San Pietro Apostolo ist ein sehenswerter Besuchspunkt im historischen Zentrum.
Zu den historischen Bauten zählt die Torre Orologio, auch Torre civica genannt: Der Uhrturm stammt aus dem 15. Jahrhundert und diente ursprünglich als Glockenturm der Kirche San Pietro. Die Fontana dei Tre Delfini ist ein bedeutendes Zeugnis des Barockstils aus dem späten 17. Jahrhundert. Beim Palazzo Bellelli reichen die Besitzverhältnisse ebenfalls in die Geschichte zurück: Im 17. Jahrhundert gehörte er der Familie Barlotti, später wurde er von der Familie Bellelli erworben.
Auch das Castello di Capaccio ist mit einem historischen Ereignis verbunden: Dort fand 1245 die gegen Friedrich II. von Schwaben gerichtete Verschwörung statt. Capaccio Vecchio wurde von Friedrich II. belagert und zerstört; Ruinen des Ortes sind noch erhalten. Die Basilica Paleocristiana liegt im Herzen der archäologischen Zone. Zum Convento dei Frati Minori gehört ein mit Fresken ausgestalteter Kreuzgang aus dem 18. Jahrhundert.
Cente und religiöse Orte
Jedes Jahr wird in Capaccio zu Ehren der Madonna del Granato die Tradition der votiven Cente gefeiert. Cente sind handgefertigte Holzobjekte in Form leichter Boote. Bänder, Blumen, Kerzen und ein Heiligenbild der Madonna del Granato schmücken sie. Gläubige fertigen jede Cente von Hand nach traditionellen, überlieferten Techniken und Formen. Bei der Cente-Prozession tragen Gläubige die Votivobjekte durch die Ortsteile von Capaccio bis zum Santuario della Madonna del Granato. Die Tradition lässt sich so sowohl über die kunsthandwerklich gestalteten Objekte als auch über den gemeinsamen Weg zum Heiligtum erschließen.
Das Santuario Mariano Diocesano in Capaccio ist der Madonna del Granato gewidmet; seine Gründung wird auf das 1. Jahrhundert datiert. Beim Santuario dei Getsemani gehören ein Park mit Kreuzweg, Rosenkranzweg und steinernem Amphitheater dazu. Von dort bietet sich der Blick auf die Ebene des Sele und den Golf von Salerno.
Wanderwege und Aussicht
Der Wanderweg Castello fantasma beginnt in Capaccio Vecchio beim Santuario della Madonna del Granato und endet am Castello di Capaccio. Der Sentiero Monte Soprano di Capaccio folgt dem CAI-Weg 410 über den Bergrücken hinauf zum Monte Soprano. Der 1.082 Meter hohe Gipfel bietet ein 360-Grad-Panorama über Capaccio, das Meer und das Alburni-Massiv. Die beiden Wege unterscheiden sich damit vor allem durch ihr Ziel: hier das Castello di Capaccio, dort der Gipfel mit seinem weiten Rundblick.
Für Spaziergänge im Grünen entlang des Fiume Sele weisen kommunale Routen auf weitere Möglichkeiten hin. Sie bilden einen eigenen Schwerpunkt neben den Wanderzielen am Castello und am Monte Soprano. Wer sich bei der Reiseplanung an konkreten Landschaftsmerkmalen orientiert, findet außerdem zwei beschriebene Waldgebiete mit unterschiedlicher Ausdehnung und Vegetation.
Landschaft rund um Capaccio
Die Wälder der Montagna del Conte umfassen 10 Hektar mediterraner Macchia mit Steineichen und Flaumeichen. Die Wälder des Monte Soprano erstrecken sich über 15 Hektar; zur mediterranen Macchia gehören dort Steineichen, Heidekraut, Kastanien und Zerreichen. Beide Gebiete teilen die Steineiche, während die jeweils genannten weiteren Baum- und Pflanzenarten unterschiedliche Akzente setzen.
Für einen Aufenthalt können Sie damit zwischen mehreren klaren Themen wählen: historische Architektur im Zentrum, das religiöse Brauchtum der Cente, ein Wanderziel mit Burgbezug oder ein Gipfelpanorama. Die Gärten im historischen Zentrum und die Ausblicke am Santuario dei Getsemani ergänzen diese Eindrücke um unterschiedliche Perspektiven auf die umliegende Landschaft.
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