Celico: Gioacchino da Fiore, Kirchenkunst und Sila
Unterkünfte in Celico
Celico verbindet die Erinnerung an Gioacchino da Fiore mit Kirchenkunst, ländlicher Kultur und der Berglandschaft der Sila. Für die Wahl Ihres Reiseziels können Sie überlegen, ob Sie sich besonders für historische Bauwerke und Kunst oder für Landschaft und saisonale Wege interessieren. Die Orte und Themen im Gemeindegebiet bieten dafür unterschiedliche Anknüpfungspunkte – von einer romanischen Kirche bis zu einer Bergstraße, die im Winter anders genutzt wird.
Gioacchino da Fiore und historische Kirchen
Celico gilt als Geburtsort von Gioacchino da Fiore, der um 1130 geboren wurde. Die Chiesa di San Michele Arcangelo ist der Ort, an dem er getauft wurde. Auch die Chiesa Madonna dell'Assunta im historischen Teil Celicos ist mit seiner Lebensgeschichte verbunden: Sie wurde auf dem Grundriss seines Hauses errichtet. Ein Monumento a Gioacchino ergänzt diese Bezüge im Ort. Der Bildhauer Cesare Baccelli erhielt 1965 den Auftrag für das Werk; eingeweiht wurde es 1968.
In der Chiesa Parrocchiale di San Michele Arcangelo befindet sich ein Deckengemälde von Cristoforo Santanna aus dem Jahr 1787, das den heiligen Michael darstellt. Ein Kelch derselben Kirche kann einer Analyse zufolge auf die Mitte des 16. Jahrhunderts datiert werden. Die Chiesa di San Nicola di Bari bietet einen anderen architektonischen Bezug: Eine Inschrift an einem Portalbogen weist auf eine Errichtung um 1518 hin; die Kirche besitzt drei Schiffe im romanischen Stil.
Die Chiesa dell'Annunziata, auch Chiesuola genannt, wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. In ihr befindet sich ein Gemälde von Antonio Granata aus dem Jahr 1798. Das Innere der Chiesa di Santa Maria del Monte Carmelo ist dagegen mit Stuck aus dem 18. Jahrhundert ausgeschmückt. Davon zu unterscheiden ist die ländliche Kirche Santa Maria di Monte Carmelo, die in den Kastanienwäldern des Monte Nocilla liegt.
Das Convento di San Domenico wurde 1545 am damaligen Ortseingang entlang des Sentiero del Cannavino gegründet. Zu den erhaltenen Überresten zählen Fragmente mit Gräbern und unterirdischen Gängen. In der Chiesa e Convento di San Antonio bewahrt ein Tabernakel aus dem 17. Jahrhundert Intarsien aus Perlmutt und Holz; das Konventsgebäude hat heute eine andere institutionelle Nutzung.
Ländliche Traditionen und lokale Küche
Das Museum der ländlichen Traditionen der Hochebene von Sila wurde 2003 eingerichtet, um traditionelle Arbeits- und Wohnbereiche der Hochebene zu dokumentieren. Seine ersten drei Abteilungen behandeln die Holzgewinnung, die Transhumanz sowie den Anbau von Weizen und Kartoffeln. Diese Themen verweisen auf verschiedene Formen des Arbeitens und Lebens in der Sila, ohne sie auf eine einzelne Epoche oder Tätigkeit zu reduzieren.
Auch die Geschichte der Seidenraupenzucht gehört zu Celicos ländlicher Vergangenheit. Sie war bis ins 19. Jahrhundert weit verbreitet. Das Catasto Onciario von 1743 erfasste die Maulbeerbäume der Familien zur Berechnung des erzeugten Wohlstands. Zu den gastronomischen Traditionen Celicos zählen Steinpilze, die Sila-Kartoffel, Caciocavallo Silano DOP, lokale Wurstwaren und Käse sowie kalabrische Lakritze. Damit stehen neben den Kirchen und Bauwerken auch Landwirtschaft und regionale Erzeugnisse für eigene Themen bei der Reiseplanung.
Eine jährlich wiederkehrende Prozession ist der Madonna del Carmelo gewidmet. Nach byzantinischer Ritualtradition wird dabei ein Gemälde statt einer Statue getragen. Wenn Sie eine Reise auf dieses Ereignis ausrichten möchten, bestätigen Sie den konkreten Termin vorab vor Ort.
Sila-Landschaft und saisonale Wege
Celico liegt am Fuß des Monte Serra Stella und auf halber Strecke zwischen Cosenza und Camigliatello Silano. Im Gemeindegebiet, in der Ortschaft Colamauci, steht der Castagno di San Francesco nahe einer Bucht des Lago Cecita. So verbinden sich eine einzelne Naturmarke und die größere Landschaft der Sila, ohne dass sie derselbe Ort sind.
Der Pass Monte Scuro liegt auf 1.618 Metern im Gemeindegebiet von Celico. Von dort verbindet die 13 Kilometer lange Strada delle Vette den Pass mit dem Gipfel des Monte Botte Donato; nahe der Straße liegen auch die Gipfel von Serra Stella und Monte Curcio. Der Pass und der Gipfel sind dabei unterschiedliche geografische Punkte. Für die Orientierung auf der Karte ist diese Unterscheidung hilfreich.
Die Nutzung der Strada delle Vette verändert sich mit der Jahreszeit: Im Winter ist sie für den Verkehr geschlossen und wird auf ihrer gesamten Länge in eine Langlaufloipe umgewandelt. Wer eine Reisezeit auswählt, kann diesen saisonalen Wechsel in die Entscheidung zwischen Straßenroute und Wintersport einbeziehen. Von der Berghütte Casello Margherita auf 1.400 Metern führen außerdem alte Saumpfade und Bergwege, auf denen man Pilze oder Kastanien suchen kann. Für geplante Touren auf diesen Wegen sollten Sie die Bedingungen vorab prüfen.
Weitere Reiseziele entdecken: Marina Di Mandatoriccio, Praia A Mare, Guardia Piemontese, Acquappesa Cs, Taverna, Rossano Stazione, Rocca Imperiale, Montegiordano.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cosenza.