Matera entdecken: Sassi, Kunst und Murgia
Unterkünfte in Matera
Materas Welterbeensemble „The Sassi and the Park of the Rupestrian Churches of Matera“ umfasst Häuser, Kirchen, Klöster und Einsiedeleien, die in die natürlichen Höhlen der Murgia eingebaut sind. Es ist ein herausragendes Beispiel einer in den Fels gehauenen Siedlung, deren Kontinuität über mehr als zwei Jahrtausende nachweisbar ist. Im historischen Zentrum sind die beiden Stadtteile Barisano und Caveoso erhalten.
Die Sassi stehen damit für mehr als eine besondere Bauweise: Zum Ensemble gehören Wohnräume ebenso wie sakrale Orte und Gemeinschaftsbauten. Wenn Sie Materas Geschichte erkunden möchten, finden Sie sowohl in den Stadtteilen als auch in den Museen verschiedene Zugänge zu dieser langen Siedlungskontinuität.
Felsräume, Wasser und Baugeschichte
Der Palombaro Lungo entstand ab dem 16. Jahrhundert in mehreren Bauphasen als künstlicher Hohlraum. Die große Zisterne zur Wassersammlung hat ein Fassungsvermögen von fünf Millionen Litern, ist 16 Meter tief und 50 Meter lang. Besichtigen lässt sie sich über bequeme Hängebrücken, die über dem Wasser verlaufen. Hier treffen die Funktion der Anlage und ihre bauliche Dimension aufeinander.
Museen und Sammlungen in den Sassi
Das MUSMA zeigt italienische und internationale Skulptur vom späten 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Ausgestellt ist die Sammlung im Palazzo Pomarici, einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert im Herzen der Sassi. Der zeitliche Bogen der Kunstsammlung reicht damit von Werken des späten 19. Jahrhunderts bis heute, während der Palazzo selbst mehrere Jahrhunderte älter ist.
Das Museo Laboratorio della Civiltà Contadina ist ein ethnologisch-anthropologisches Museum im historischen Viertel der Sassi. Es befindet sich in einem unterteilten Lamione aus dem 16. Jahrhundert, das sich in ein Netz bereits vorhandener Höhlen erstreckt. Einen anderen Sammlungsschwerpunkt bietet das Museo Archeologico nazionale Domenico Ridola: Seine ethnografische Sammlung umfasst mehr als 400 überwiegend geschnitzte Holzobjekte.
Auch die Archäologie eröffnet einen Blick auf frühere Lebenswelten. Elf hypogäische Strukturen, die in Contrada Ciccolocane in Matera entdeckt wurden, geben wichtige Hinweise auf die soziale Organisation der damaligen Zeit.
Felskunst und frühe Geschichte
Die Cripta del Peccato Originale war die Kultstätte eines benediktinischen Felsenklosters aus der langobardischen Zeit. Sie enthält einen Freskenzyklus aus dem 8. und 9. Jahrhundert, gemalt von dem als „Painter of the Flowers of Matera“ bekannten Künstler. Ein Besuch ist nach vorheriger Reservierung möglich; prüfen Sie für Ihre Planung die aktuellen Reservierungsbedingungen.
Die Murgia zu Fuß und auf Wegen erleben
Die Gravina di Matera ist eine markante geologische Schlucht im Parco della Murgia Materana. Die Gemeinde empfiehlt, die Sassi und die umliegende Murgia zu Fuß zu erkunden. Eine konkrete Verbindung zwischen Stadt und Hochebene bietet der Sentiero 406: Der panoramische Weg führt von den Sassi zur Hochebene Murgia Timone und schließt eine Hängebrücke über den Bach Gravina ein.
Der Sentiero 406 beginnt an der Porta Postergola, die auch Porta Pistola genannt wird. So lässt sich die Route an ihrem benannten Ausgangspunkt erkennen, während ihr Verlauf die Sassi mit der Landschaft auf der gegenüberliegenden Hochebene verbindet.
Im Parco della Murgia Materana zählen Vogelbeobachtung und Mountainbiking zu den Besucheraktivitäten. Bei der Vogelbeobachtung richtet sich die Suche besonders auf Greifvögel und andere Vögel. Mountainbiking findet auf schmalen Wegen statt, die alte Gutshöfe mit Felsensiedlungen verbinden. Beide Aktivitäten setzen unterschiedliche Akzente: Die eine lenkt den Blick auf die Vogelwelt, die andere auf Wege und Verbindungen zwischen historischen Bauten und Felsensiedlungen.
Reiseziele
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