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Carovigno: Naturraum und Kulturerbe

Unterkünfte in Carovigno

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wenn Sie ein Hotel in Carovigno suchen, können Sie Ihre Reiseplanung an zwei unterschiedlichen Themen ausrichten: am Küsten-Naturraum des nördlichen Salento und an der Architektur sowie den Traditionen des Ortes. Das Naturschutzgebiet Torre Guaceto liegt im Gemeindegebiet von Carovigno. Die historischen Bauten wiederum zeigen unterschiedliche Grundrisse, Bauelemente und Entstehungszeiten.

Naturraum Torre Guaceto

Das staatliche Naturschutzgebiet Torre Guaceto liegt an der Adriaküste des nördlichen Salento. Seine Landschaft umfasst ein Süßwasserfeuchtgebiet, mediterrane Macchia, einen Dünenstreifen mit bis zu zehn Meter hohen Dünen und den küstennahen Meeresboden. Damit sind unterschiedliche Lebensräume benannt: vom Feuchtgebiet und der Vegetation an Land bis zum Bereich am Meer. Die Dünenhöhe gibt einen konkreten Maßstab für einen Teil dieser Küstenlandschaft.

Mit dem Auto ist das Naturschutzgebiet über die SS 379 erreichbar; genannt sind die Ausfahrten Torre Guaceto–Punta Penna Grossa und Apani. So lässt sich der Naturraum als eigener Bezugspunkt in die Planung für Carovigno aufnehmen, ohne ihn mit den historischen Bauwerken des Ortes gleichzusetzen.

Grundrisse und historische Spuren

Beim Castello Dentice di Frasso fällt zunächst der dreieckige Grundriss ins Auge. An der Ostspitze steht ein quadratischer Turm, an der Westspitze ein runder und an der Nordspitze ein mandelförmiger Turm. Von den Türmen reicht der Blick über den Küstenstreifen von Torre Canne bis Brindisi. Der erste Kern der Anlage ist wahrscheinlich normannischen Ursprungs und wird mit dem quadratischen Turm neben der Porta Ostuni identifiziert. Diese Zuordnung bleibt eine wahrscheinliche historische Einordnung.

Auch die Chiesa Matrice verbindet eine historische Zuschreibung mit erhaltenen Bauteilen. Ihr Ursprung soll im 14. Jahrhundert liegen; als Bezug gilt die Erwähnung einer „Ecclesian Sancte Marie“ im Inventar von Raimondo del Balzo Orsini aus dem Jahr 1396. Von der Renaissanceanlage sind eine Apsis mit zehn Nischen im Osten und eine Rosette im Westen erhalten. Die Verbindung von schriftlicher Erwähnung und sichtbaren Architekturmerkmalen gibt der Kirche eine eigene zeitliche Perspektive.

Weitere Bauwerke zeigen unterschiedliche historische Bezüge. In der Cattedrale di Santa Maria Assunta befindet sich auf dem Hauptaltar ein Gemälde des Letzten Abendmahls aus dem 18. Jahrhundert im Stil Solimenos. Die Porta Brindisi besteht aus zwei aufeinanderfolgenden Toren: einem inneren Tor aus der Zeit der Anjou und einem Renaissance-Tor aus der Feudalzeit der Familie Loffredo. Die Chiesa di Sant’Anna wurde im 17. bis 18. Jahrhundert von der Familie Imperiali nahe des Schlosses als private Kapelle der Lehnsherren errichtet.

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Ostertradition und Santuario

Die Nzegna ist ein jährlicher Fahnenschwung zu Ehren der Jungfrau Maria Santissima di Belvedere. In Carovigno wird sie am Ostermontag im Largo Machiavelli und am Osterdienstag auf der Piazza Municipio aufgeführt. Bei der Nzegna-Battitura schwenken und werfen zwei Fahnenträger eine mehrfarbige Fahne zu alter Musik in die Luft; deren synkopierter Rhythmus erinnert an die Salento-Pizzica. Wenn Sie die Tradition in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten, prüfen Sie die konkreten Termine für das jeweilige Osterfest.

Das Santuario Maria Santissima di Belvedere besteht aus einer Kirche und einer natürlichen Höhle, die in zwei Krypten gegliedert ist. Eine Treppe mit 47 Stufen verbindet die Kirche und die Höhle. In der oberen Krypta befindet sich eine auf 1501 datierte Ädikula, die von den Lehnsherren Loffreda von Carovigno in Auftrag gegeben wurde. Da sich betriebliche Einzelheiten ändern können, erkundigen Sie sich vor einem Besuch nach den aktuellen Besuchsmodalitäten.

Weitere architektonische Zeitmarken

Das Castello di Serranova wurde 1629 von Ottavio Serra errichtet und steht auf einem älteren Kern aus dem Jahr 1350. Zu seinen Baumerkmalen gehören ein quadratischer Turm mit leichter Böschung und eine Reihe von Maschikulis entlang des Terrassenrandes. Die beiden Jahreszahlen unterscheiden die Errichtung des heutigen Schlosses von der älteren Anlage, auf der es beruht.

Von den mittelalterlichen Mauern Carovignos sind weiterhin vier Türme sichtbar: Torre del Civile, Torre Giranda, Torre delli Brandi und Torre del Prete. Zusammen mit den Toren und den verschieden gestalteten Türmen des Castello Dentice di Frasso bieten sie konkrete Anhaltspunkte, um die Architektur Carovignos zu unterscheiden. Naturraum, kirchliche Bauwerke, Befestigungen und die Ostertradition setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte für Ihren Aufenthalt.

Weitere Reiseziele entdecken: Fasano, Ostuni, Lendinuso, Villa Castelli, Caranna, Mesagne, Savelletri, Pezze Di Greco.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Brindisi.

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