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Sulmona: Kultur, Confetti und Wanderwege

Unterkünfte in Sulmona

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Sulmona verbindet mittelalterliche Wassertechnik, Sakralbauten, Sammlungen zur Stadtgeschichte und die Confetti-Tradition. Auch Wanderungen bieten unterschiedliche Zeitformate: vom etwa zwanzigminütigen Fußweg zum Eremo di Sant'Onofrio bis zu einer dreitägigen Tour auf dem Sentiero della Libertà. Wenn Sie ein Hotel in Sulmona suchen, können diese kulturellen und landschaftlichen Themen dabei helfen, den Schwerpunkt Ihrer Reise zu bestimmen.

Wasserbau und Sakralarchitektur

Der Acquedotto Medioevale von Sulmona wurde 1256 während der Herrschaft Manfreds von Schwaben erbaut. Durch ihn wurde Wasser des Flusses Gizio geleitet, um die Stadtgärten zu bewässern, Mühlen und Werkstätten anzutreiben und die Brunnen der Stadt zu speisen. Die verschiedenen Verwendungszwecke verbinden Wasserversorgung, Arbeit und Gartenbau in einem Bauwerk.

Der Complesso della Santissima Annunziata besteht aus einer Kirche und einem angrenzenden Palast und vereint verschiedene künstlerische Ausdrucksformen und historische Schichten. Die Kirche weist barocke Formen auf, die aus einer 1710 begonnenen Rekonstruktion hervorgingen. Auch die Geschichte der Abbazia celestiniana di Santo Spirito a Morrone reicht ins Mittelalter zurück: Sie wurde um die Mitte des 13. Jahrhunderts am Fuß des Monte Morrone auf Initiative des späteren Papstes Celestin V. gegründet.

Museen und Confetti-Tradition

Wer sich für sakrale Kunst interessiert, findet im Polo Culturale Civico Diocesano di Santa Chiara – Museo Diocesano di Arte Sacra Werke aus dem 12. bis 19. Jahrhundert. Dazu gehören Tafel- und Leinwandgemälde, Steinarbeiten, Holzskulpturen, Goldschmiedearbeiten, Kodizes und Textilien. Einen anderen Blick auf die Region bietet das Polo Museale Civico della Santissima Annunziata – Museo del Costume Popolare Abruzzese e Molisano e della Transumanza: Drucke, Volkstrachten und Gebrauchsgegenstände vermitteln lokale Ethnografie; viele der Gegenstände stehen mit der Schäferei in Verbindung. Das Museo dell’Immagine e delle Tecniche Fotografiche veranschaulicht Sulmonas Geschichte und lokale Traditionen ab 1840 mit historischen Fotografien.

Die Confetti-Tradition lässt sich im Museo Pelino dell’Arte e della Tecnologia Confettiera genauer betrachten. Das Museum zeigt historische Patente der Fabrik Pelino, Auszeichnungen, Zuckertüten aus dem 19. und 20. Jahrhundert sowie künstlerische Kompositionen aus Confetti. Außerdem rekonstruiert es eine Süßwarenwerkstatt des 18. Jahrhunderts mit originalen Maschinen zur Herstellung und Verarbeitung von Confetti. Der Confetto di Sulmona besteht aus einer ganzen geschälten Mandel, die mit mehreren übereinander aufgetragenen Zuckerschichten überzogen ist. Die Tradition der Herstellung hat antike Ursprünge und ist über Jahrhunderte hinweg dokumentiert.

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Wanderwege und historische Ereignisse

Das Eremo di Sant'Onofrio liegt 600 Meter über dem Meeresspiegel an einer steilen Felswand mit Blick auf die Conca Peligna. Pietro Angelerio, der spätere Papst Celestin V., gründete die Einsiedelei 1293. Ein Fußweg führt zum Eremo; für ihn werden etwa 20 Minuten Gehzeit angegeben. Der Sentiero della Libertà ist dagegen eine etwa 60 Kilometer lange Wanderroute, die in drei Etappen über drei Tage absolviert wird. Er folgt dem Weg, den alliierte Gefangene und junge Italiener nach dem 8. September 1943 im Kampf um die Befreiung Italiens nutzten. Für die beiden Wege stehen damit sehr unterschiedliche Zeitrahmen im Raum; prüfen Sie vor dem Start des Sentiero die aktuellen Wegbedingungen.

Auch die moderne Giostra Cavalleresca bietet einen historischen Bezug: Reiter, die Sulmonas Stadtviertel vertreten, treten in Geschwindigkeits- und Ringstech-Wettbewerben gegeneinander an. Termine und Programm können sich ändern; prüfen Sie beides vor Ihrer Reise. Sulmona ist mit dem Zug von Rom und Pescara aus erreichbar. Für Ihre Anreise sollten Sie den aktuellen Fahrplan beim Bahnunternehmen prüfen.

Weitere Reiseziele entdecken: Mascioni, Campo Di Giove, Tempera, Rocca Di Mezzo, Lucoli Alto, Ofena, San Pio delle Camere, Colle Farelli.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: L-Aquila.

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