Tornareccio: Mosaike, Monte Pallano und Honig
Unterkünfte in Tornareccio
Tornareccio verbindet ein vielschichtiges kulturelles Profil mit Landschaft und archäologischen Spuren am Monte Pallano. Im historischen Zentrum machen 96 Mosaike das Museo a Cielo Aperto zu einem Freilichtmuseum. Dazu kommen Kirchen mit eigenen Bau- und Kunstgeschichten, Wege durch Wiesen und Waldstücke sowie eine mehr als hundertjährige Imkereitradition. Wenn Sie ein Reiseziel mit Kulturgeschichte, Natur und regionalen Lebensmitteln suchen, können diese Themen die Schwerpunkte Ihres Aufenthalts bestimmen.
Monte Pallano: Landschaft, Wege und Archäologie
Hinter Tornareccio erhebt sich der Monte Pallano als Naturlandschaft, in der archäologische Überreste und weitgehend unberührte Natur zusammenkommen. Während der Samnitenkriege wurde dort eine befestigte Siedlung als strategischer Kontrollpunkt des Sangro-Tals gegründet. Die Mura Paladine sind auf etwa 180 Metern Länge erhalten und erreichen eine Höhe von 5 Metern.
Zwei Wege erschließen unterschiedliche Aspekte des Monte Pallano. Der Percorso 503 beginnt an einer Kurve nahe dem Sportplatz von Tornareccio und führt durch bewirtschaftete Flächen, weitläufige Wiesen und Weiden sowie kleine Waldstücke. Die Traversata di Monte Pallano beginnt in Tornareccio und ermöglicht den Zugang zum Lago Nero, zum Lago la Rifrasina, zur archäologischen Stätte von Fonte Benedetti und zu den Mura Paladine. Die Area Archeologica di Monte Pallano ist über die Straße erreichbar, die Tornareccio und Colledimezzo verbindet.
Mosaike und Kirchen in Tornareccio
Das Museo a Cielo Aperto macht das historische Zentrum mit 96 Mosaiken zum Freilichtmuseum. Damit begegnet Ihnen die Mosaikkunst im Ortszentrum, während der Monte Pallano einen archäologischen Blick auf die weitere Landschaft eröffnet. Beides setzt eigene Akzente: hier die Mosaike im historischen Zentrum, dort die Überreste der befestigten Siedlung und die erhaltenen Mauern.
Auch die Kirchen unterscheiden sich in Bauform und Ausstattung. Die Chiesa di Santa Vittoria ist eine dreischiffige Kirche mit lateinischem Kreuzgrundriss und wurde zwischen 1787 und 1814 erbaut. Die Soprintendenza alle Belle Arti betrachtete ihr Inneres als nationales Denkmal. In der Chiesa di San Rocco wird eine Via Crucis des Künstlers Aligi Sassu bewahrt. Das heutige Santuario della Beata Vergine del Carmine ist ebenfalls dreischiffig und hat einen lateinischen Kreuzgrundriss; es wurde 1886 erbaut und 1897 fertiggestellt.
Die Feierlichkeiten zur Madonna del Carmine
Das Fest der Madonna del Carmine wird in Tornareccio vom 29. bis 31. August feierlich begangen. Am 29. August gehören die Processione del Perdono mit dem Allerheiligsten und einer Fackelprozession sowie eine anschließende Gebetswache zu den Feierlichkeiten. Am 30. August wird das Bildnis der Madonna del Carmine in einer Prozession durch den gesamten Ort getragen. Die festgelegten Tage und Abläufe geben dem Fest einen eigenen Schwerpunkt innerhalb des kulturellen Lebens Tornareccios.
Honig und traditionelle Küche
Die Imkerei prägt Tornareccio seit mehr als hundert Jahren. Rund 30 Familien arbeiten in diesem Wirtschaftszweig; die Gemeinde zählt etwa 10.000 Bienenstöcke. Besucher können verschiedene Honigsorten probieren: Akazien-, Zitrus-, Orangen-, Kastanien-, Kirsch-, Heidekraut-, Eukalyptus-, Sonnenblumen-, Esparsetten-, Millefiori-, Sulla-, Linden-, Thymian- und Berg-Millefiori-Honig. Das jährliche Fest Regina di Miele findet im September statt und hebt die Bedeutung dieser Honigtradition für den Ort hervor.
Zur traditionellen Küche gehören außerdem Milchprodukte wie klassische Mozzarella, Treccia, Nodino, Bocconcino und Fiordilatte sowie frische und gereifte Käsesorten. Celli Pijne ergänzt das Bild der örtlichen Festküche: Das vogelförmige, mit Marmelade gefüllte Gebäck gehört traditionell zu Hochzeitsfeiern und Hochzeitsbanketten in Tornareccio.
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