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Plymtree lässt sich über konkrete historische Einzelheiten erschließen. Die Pfarrkirche St John the Baptist mit ihren Bildwerken und dem Kirchhof gibt der Bau- und Kirchengeschichte einen klaren Schwerpunkt. Sechs historisch erfasste Fußwege gehören ebenfalls zum Zusammenhang der Gemeinde. Dazu kommen unterschiedliche Baugeschichten, deren Daten und erhaltene Merkmale sich gut voneinander unterscheiden lassen.
Kirche, Bildwerke und Kirchhof
Der bemalte Lettner von St John the Baptist stammt aus dem späten 15. Jahrhundert und besitzt 34 bemalte Tafeln. An der Westseite der Kirche befindet sich eine mittelalterliche Steinskulptur der Jungfrau mit dem Kind in einer Nische. Eine weitere figürliche Arbeit ist die Alabastertafel aus dem 16. Jahrhundert: Sie zeigt den auferstandenen Christus und römische Soldaten. Ihre Herkunft wird vermutlich in Flandern verortet. So stehen in der Kirche ein bemalter Lettner, eine Nischenfigur und eine Tafel aus Alabaster als unterschiedliche Bildwerke nebeneinander.
Die Angaben zu den Werken setzen verschiedene Schwerpunkte: Beim Lettner sind die Zahl der Tafeln und die Datierung prägnant, bei der Skulptur das Motiv und der Platz in der Westseite. Bei der Alabastertafel kommen Material, Szene und die vorsichtige Zuschreibung zusammen. Diese Unterscheidung hilft, die einzelnen Merkmale der Kirche im Blick zu behalten, ohne die Werke miteinander zu verwechseln.
Auch der Kirchhof hat eigene historische Merkmale. Dort steht ein keltisches Kreuz aus Dartmoor-Granit. Die alte Eibe soll über 1.100 Jahre alt sein. Damit vereint der Kirchhof zwei sehr verschiedene Dinge: ein Kreuz, dessen Material und Einordnung benannt sind, und einen Baum mit einer bemerkenswerten, aber nur zugeschriebenen Altersangabe.
Historisch erfasste Fußwege
Für die Gemeinde Plymtree sind sechs Fußwege erfasst. Bei der ursprünglichen Erhebung nach Section 27 des National Parks and Access to the Countryside Act 1949 wurden sie festgestellt und mit dem maßgeblichen Datum 5. November 1957 in die Definitive Map and Statement aufgenommen. Das ordnet die Erfassung zeitlich ein; für eine konkrete Wanderung sollten Sie außerdem die Bedingungen der jeweiligen Route vor dem Gehen prüfen. So lässt sich der historische Bezug der Wege von der praktischen Planung eines Spaziergangs unterscheiden.
Baugeschichte in mehreren Zeitstufen
Pencepool Farmhouse besitzt am vorderen Abschnitt äußeres Fachwerk, das im ländlichen Devon sehr selten ist. Bei Little Clyst William Farmhouse ist eine andere Art von Merkmal wichtig: Das Gebäude ist als Grade II* gelistet. Das seltene Fachwerk und die Einstufung als Grade II* beschreiben also zwei verschiedene Aspekte, die Sie bei einem Blick auf historische Gebäude auseinanderhalten können.
Woodbeer Court bietet eine besonders klar erkennbare Abfolge von Bauzeiten. Das Gebäude stammt aus dem späten 15. bis frühen 16. Jahrhundert und wurde im späteren 16., im 17. sowie im frühen 18. Jahrhundert umfassend verbessert. Es bewahrt außerdem einen ungewöhnlich hohen Anteil früher Fenster. Die angrenzenden Wirtschaftsgebäude bilden eine Gruppe aus dem frühen 18. Jahrhundert. Zu ihnen gehört ein Cider House, das die Überreste einer Presse enthält.
Bei Woodbeer Court lassen sich damit mehrere Ebenen der Baugeschichte zusammen betrachten: die frühe Entstehungszeit des Gebäudes, spätere Verbesserungen und erhaltene Bauteile sowie die Gruppe der Wirtschaftsgebäude. Das Cider House ergänzt diese baulichen Merkmale um die Überreste der Presse. Pencepool Farmhouse und Little Clyst William Farmhouse setzen dazu andere Akzente: äußeres Fachwerk im einen Fall, die Einstufung Grade II* im anderen. Diese Unterschiede machen die einzelnen Baugeschichten konkreter, als ein allgemeiner Blick auf alte Gebäude es könnte.
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