Zum Inhalt

Sindos: historische Spuren zwischen Schule, Kirche und Grabmaske

Unterkünfte in Sindos

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Für einen Aufenthalt in Sindos bietet die Ortsgeschichte mehrere verschiedene Blickwinkel. Das alte Grundschulgebäude verweist auf einen älteren Bau am selben Ort; seine bauliche Hülle erhielt später eine eigene Einstufung als Denkmal. Die Geschichte des Epitaphios verbindet die Ansiedlung von Flüchtlingen aus Adana mit der Kirche Mariä Entschlafung und dem Wunsch seiner Stifterin. Eine auf dem Friedhof von Síndos gefundene Grabmaske ergänzt diese Themen um archäologische Handwerksdetails. Zusammen führen die Spuren von Baugeschichte über religiöse Erinnerung bis zu einer konkreten Herstellungstechnik.

Das alte Grundschulgebäude

Das alte Grundschulgebäude von Síndos wurde 1932 an der Stelle des dreistöckigen Konaki von Hamdi Bey errichtet. Erstmals nahm es 1934–1935 den Betrieb auf. Die Daten markieren unterschiedliche Schritte: 1932 bezeichnet die Errichtung des Schulgebäudes, 1934–1935 den Beginn seines Betriebs. Der frühere Bauplatz und die spätere Grundschule gehören damit zu einer zeitlichen Abfolge, nicht zu ein und demselben Gebäude. Das Konaki ist der Vorgängerbau an dieser Stelle; das Schulgebäude entstand danach. Wenn Sie sich für Baugeschichte interessieren, können Sie so den älteren Bauplatz und den späteren Schulbau auseinanderhalten.

Die Einstufung als Denkmal

2008 wurde die bauliche Hülle des alten Grundschulgebäudes als Denkmal eingestuft. Der genaue Umfang ist wichtig: Die Einstufung betrifft die bauliche Hülle, nicht pauschal das gesamte Gebäude. Das Jahr 2008 bezeichnet damit einen anderen Abschnitt als die Errichtung 1932 und den ersten Betrieb 1934–1935. Baugeschichte und Denkmal-Einstufung beantworten unterschiedliche Fragen: Die eine betrifft die Entstehung und den Betrieb des Schulgebäudes, die andere den Umfang der späteren Einstufung. So lässt sich die Geschichte des Hauses zeitlich einordnen, ohne Baujahr und Denkmalstatus gleichzusetzen.

Der Epitaphios in der Kirche

Die Geschichte des Epitaphios erschließt eine andere Seite der Ortsgeschichte. Nachdem sich viele Flüchtlinge aus Adana in Síndos niedergelassen hatten, wurde der Epitaphios in die Kirche Mariä Entschlafung gebracht. Dort wird er bis heute aufbewahrt. Mit der Überführung wurde der Wunsch seiner Stifterin Polyxeni erfüllt. Die Abfolge verbindet die Ansiedlung von Menschen aus Adana, den Weg des Gegenstands in die Kirche und seine heutige Aufbewahrung. Zugleich macht Polyxenis Wunsch die Rolle der Stifterin für diese Überlieferung sichtbar. Im Vergleich mit der Geschichte des Schulgebäudes steht hier nicht ein Bauplatz im Mittelpunkt, sondern ein religiös bedeutsamer Gegenstand und seine Verbindung zu Menschen, Ort und Stiftungsabsicht.

Anzeige

Eine Grabmaske und ihre Herstellung

Insgesamt fünf Grabmasken wurden auf dem Friedhof von Síndos gefunden. Eine davon besteht aus einem dicken Goldblech, das über einer Holzform gehämmert wurde; ein zusätzliches Blech formte die Nase. Damit sind Material und Formgebung eines einzelnen Stücks beschrieben: Das Goldblech wurde über der Holzform bearbeitet, während für die Nase weiteres Blech hinzukam. Der Fundort und die Herstellung geben unterschiedliche Einblicke. Der Friedhof von Síndos ordnet die Maske ihrem Fundzusammenhang zu; die Angaben zu Gold, Holzform und Nasenblech machen die handwerkliche Ausführung greifbar. So ergänzt die archäologische Perspektive die Bau- und Religionsgeschichte um ein konkretes Beispiel für die Bearbeitung eines Fundstücks.

Weitere Reiseziele entdecken: Trilofos, Nea Kerasia, Chrysavgi, Stavroupoli, Rentina, Angelochori, Apollonia, Perivolaki

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Saloniki.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.