Laval: Wandern, Wintersport und Kulturerbe
Unterkünfte in Laval
Das Wandergebiet von Laval-en-Belledonne reicht von den unteren Hängen bis zu den höchsten Gipfeln der Belledonne. Wandern ist hier ganzjährig und auf allen Schwierigkeitsstufen möglich. Ein Zugang zur Haute Traversée de Belledonne, dem GR® 738, liegt am Habert d’Aiguebelle. Wenn Sie eine Tour auf dem Fernweg planen, prüfen Sie vor dem Aufbruch die Routenbedingungen.
Wanderwege, See und Orientierungslauf
Eine weitere Wanderung führt vom Pont de la Betta zum Lac de Crop. Unterwegs passieren Sie den Torrent du Muret und die Cascade des Avoux, bevor Sie den See erreichen. Der Lac de Crop ist ein eiszeitlicher Bergsee; von dort reicht der Blick auf die Chartreuse, die Dent de Crolles, den Granier und das Massif des 7 Laux. So lassen sich unterschiedliche Landschaftsthemen in der Tour verbinden: Bachlauf und Wasserfall liegen auf dem Weg zum Bergsee, während die genannten Gebirge den Ausblick am Ziel bestimmen.
Im unteren Teil der Gemeinde gibt es außerdem einen permanenten Orientierungslauf. Er bietet einen Einstieg in den Orientierungssport und verbindet ihn mit der Entdeckung des örtlichen Kulturerbes. Karten dafür erhalten Sie im Rathaus oder in der Épicerie. Da sich die örtlichen Ausgabemöglichkeiten ändern können, ist eine kurze Nachfrage vorab sinnvoll.
Langlauf, Schneeschuhwandern und Mountainbike
Das Domaine Nordique de Beldina bietet rund 20 Kilometer Langlaufloipen und rund 10 Kilometer markierte Schneeschuhwege. Der überwiegende Teil der Pisten liegt im Pré-de-l’Arc-Sektor von Laval-en-Belledonne. Die Betriebsbedingungen sind saisonabhängig. Im Empfangschalet werden Skipässe ausgegeben, Ausrüstung vermietet und kleine Speisen angeboten; prüfen Sie vor Ihrem Besuch, welche dieser saisonalen Leistungen verfügbar sind.
Auch Mountainbiken gehört zu den ausgewiesenen Aktivitäten: In Laval-en-Belledonne wurden dafür spezielle Einrichtungen und Markierungen angelegt. Das Bike’Arc Trail Center liegt im Bereich Pré de l’Arc und ist über die Route du Pré de l’Arc erreichbar. Der Zugang kann saisonal variieren. Wer lieber klettert, findet am Site d’escalade de la Betta 15 Routen auf Gneis. Der Klettersektor liegt oberhalb des Torrent du Muret; die Routen sind zwischen 20 und 30 Meter hoch. Prüfen Sie vor einer konkreten Klettertour die aktuellen Zugangsbedingungen.
Historische Bauwerke und sakrale Kunst
Die Tour de Montfallet steht seit dem 19. Mai 1937 unter Denkmalschutz, die Église Saint-Étienne seit dem 2. Juni 2009. In der Kirche befindet sich die Grabkapelle der Familie Alleman. An ihrer Wand hängt ein 7,45 Meter breites und 4,75 Meter hohes Ölgemälde der Jungfrau Maria: Unter ihrem weit ausgebreiteten Mantel finden mehr als 300 Personen Schutz. Besichtigungen des Wandgemäldes Vierge au manteau finden während der Journées du patrimoine und auf Anfrage statt. Klären Sie die Besuchsmöglichkeit vor Ihrer Anreise ab.
Die Chapelle des Alleman besitzt eine Freske aus dem 15. Jahrhundert und gehört zum geschützten historischen Erbe der Gemeinde. In der Chapelle Sainte-Gertrude trennt ein romanischer Bogen den Chor vom Langhaus; die Decken sind mit bemalten Holzvertäfelungen gestaltet. Die Kapelle soll aus dem 14. Jahrhundert stammen. Eine historische Deutung bringt sie mit einer Pilgerreise von Rom nach Saint-Antoine-l’Abbaye über den Mont Cenis, die Maurienne und den Pas de la Coche in Verbindung; Prabert bildet dieser Überlieferung zufolge eine Etappe. Gemeint ist eine historische Verbindung, nicht eine heute ausgewiesene Wanderroute.
Bergbaugeschichte und Industriekultur
Auf der Place de la Boutière vermitteln Tafeln das Leben und die Arbeit in der ehemaligen Mine. Dort sind außerdem restaurierte Masten, Kabel, Fördergefäße und Seilscheiben aus früheren Bergbaustandorten in einem begrünten Bereich mit Tischen und Bänken zu sehen. Die Anlage wurde am 21. September 2024 eingeweiht; prüfen Sie vor Ort ihren Zustand.
Ein weiteres Kapitel der regionalen Technikgeschichte ist die Centrale de Loury, auch Bas-Laval genannt. Maurice Bergès errichtete sie 1906 in einer engen Schlucht oberhalb des Ruisseau de Laval. Zum Bauwerk gehört ein in den Fels gehauenes Wasserkraftwerk mit untergebrachten Turbogeneratoren. Die Anlage gilt als Zeugnis der Entwicklung der Weißkohleindustrie im Grésivaudan-Tal an den Ausläufern der Belledonne vom späten 19. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Ihre Lage in der Schlucht und der schwierige Zugang tragen zu ihrem Denkmalwert bei.
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