Lavausseau entdecken
Unterkünfte in Lavausseau
Für einen Aufenthalt in Lavausseau stehen mehrere konkrete Themen nebeneinander: die Glasfenster der Kirche Saint-Rémi, Zeugnisse aus der Zeit der Templer und Hospitaliter sowie die Gerbereigeschichte an der Boivre. Die Wanderschleife „Fours à Chaux“ ergänzt diese Ortsgeschichte um eine längere Wanderoption. So können Sie den Schwerpunkt auf einzelne historische Details oder auf Zeit zu Fuß in der Landschaft legen.
Glasfenster in Saint-Rémi
Die Kirche Saint-Rémi besitzt klassische und modernere Glasfenster. Das zentrale Glasfenster zeigt den heiligen Remigius und wurde 1871 vom Bischof von Poitiers gestiftet. In der Kirche treffen damit ein klar benanntes Motiv und unterschiedliche Fenstergestaltungen aufeinander. Für kunsthistorisch Interessierte ist diese Kombination aus Heiligenmotiv, Stifter und verschiedenen Glasfensterstilen ein konkreter Schwerpunkt.
Spuren der Templer und Hospitaliter
Zur mittelalterlichen Geschichte gehört die ehemalige Komturei des Ordens der Hospitaliter vom heiligen Johannes zu Jerusalem. Sie wurde im 12. Jahrhundert als Festung errichtet. Ein geschnitzter Kamin aus dem ehemaligen Schlafsaal der Mönche der Komturei ist im ergänzenden Verzeichnis der historischen Denkmäler eingetragen. Damit stehen die frühere Festungsfunktion und ein erhaltenes Ausstattungsdetail aus dem Schlafsaal als zwei unterschiedliche Zeugnisse der Komturei nebeneinander.
Im Ortszentrum ergänzt die Maison des Templiers dieses Bild. Das Haus an der 8 Grand’rue stammt aus der Zeit der Templer; über der Tür sind die in Stein gemeißelten Wappen der Komturei erhalten. In Lavausseau begegnen Ihnen damit zwei unterschiedliche Ordensbezüge: die Templerzeit an der Maison des Templiers und die Hospitaliter an der ehemaligen Komturei.
Gerbereigeschichte an der Boivre
An den Ufern der Boivre bei Lavausseau wurde bereits früh gegerbt; das erste schriftliche Zeugnis dieser Tätigkeit stammt aus dem Jahr 1600. Das Jahr markiert den schriftlichen Nachweis, nicht den Beginn der Gerberei. Der Fernwanderweg GRP Vouillé la Bataille führt in Lavausseau zur Cité des Tanneurs. Dort kann die letzte noch in Betrieb befindliche Gerberei im Département Vienne besichtigt werden. Die erhaltenen Gerbergruben gehören zur Führung durch die Cité des Tanneurs; Besuche richten sich nach den örtlichen Zugangsregelungen. Die Gruben sind derzeit nicht eigens aufgewertet.
Wandern auf der Fours à Chaux
Für Wandernde bietet die Schleife „Fours à Chaux“ eine längere Option: Sie ist 20 Kilometer lang und dauert zu Fuß ungefähr fünf Stunden. Abkürzungen sind möglich, sodass auch eine verkürzte Variante in Betracht kommt. Die Schleife „Fours à Chaux“ führt durch eine Bocage-Landschaft mit teilweise jahrhundertealten Hecken. In Lavausseau ist auch die Boivre ein Landschaftsmerkmal. Sie können Lavausseau und dessen Gerberei in Ihre Wanderung einbeziehen. Für Ihre Planung bezieht sich die ungefähre Fünf-Stunden-Angabe auf die volle Runde; die möglichen Abkürzungen erlauben eine kürzere Streckenwahl. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die lokalen Routenangaben, denn Routendetails können sich ändern.
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