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Annoville: Dünenlandschaft und Kulturerbe

Unterkünfte in Annoville

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Annoville lässt sich über zwei unterschiedliche Themen erschließen: die Dünenlandschaft und ein kulturelles Erbe, das sich an der Église Notre-Dame und am Château ablesen lässt. Dazu kommt die Route „À l’ombre des dunes“, deren Verlauf mehrere Gemeinden umfasst. So stehen in Annoville Landschaft und Baugeschichte nebeneinander, während die Route den Blick über den einzelnen Ort hinausführt.

Dünenlandschaft und Route

Die 22 Kilometer lange Route „À l’ombre des dunes“ verläuft durch Lingreville, Annoville, Hauteville und Montmartin. Ihr Charakter verbindet Küstenlandschaften mit Bocage-Landschaften. Für die Orientierung lohnt es sich, Route und Dünengebiet getrennt zu betrachten: Die Streckenangabe beschreibt einen Verlauf durch vier Gemeinden, während die Maße der Dunes d’Annoville einen Naturraum erfassen. Die Route verbindet damit verschiedene Landschaftstypen in einem gemeindeübergreifenden Verlauf.

Die Dunes d’Annoville sind als sensibles Naturgebiet eingestuft und beherbergen eine bemerkenswerte biologische Vielfalt. Sie liegen in Tourneville-sur-Mer, der fusionierten Gemeinde aus Annoville und Lingreville. Das Gebiet umfasst etwa 100 Hektar und erstreckt sich über ungefähr zwei Kilometer Länge und 500 Meter Breite. Die Flächenangabe beschreibt den Gesamtumfang, während Länge und Breite den räumlichen Maßstab auf andere Weise greifbar machen.

Für die Einordnung ist der Unterschied der Maßstäbe nützlich: Die 22 Kilometer sind die Gesamtlänge der Route, rund 100 Hektar sowie etwa zwei Kilometer Länge und 500 Meter Breite beschreiben dagegen das Dünengebiet. Die Route beschreibt einen gemeindeübergreifenden Verlauf; die Maße geben die räumliche Ausdehnung des Naturraums an.

Das Gebiet Dunes et marais d’Annoville gehört seit 2007 über seine Einbindung in das Gebiet „Littoral Ouest du Cotentin de Bréhal à Pirou“ zum Natura-2000-Netz. Das ökologische Interesse des Dünenmassivs ist seit 1966 anerkannt; damals klassifizierte der Staat dieses kommunale Gebiet nach dem Gesetz von 1930. Die beiden Jahresangaben benennen unterschiedliche zeitliche Bezugspunkte: die staatliche Klassifizierung von 1966 und die Einbindung in das Natura-2000-Netz seit 2007.

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Kirche und Château

Die Église Notre-Dame d’Annoville weist Bauelemente aus dem 11. Jahrhundert auf. Ihr Glockenturm wurde aus übrig gebliebenem Granit errichtet, der für das Château d’Annoville zugeschnitten worden war. In der Kirche befinden sich außerdem zwei Reliquiare aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts; ein großer Christus im Querhaus stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die Datierungen reichen damit von den Bauelementen des 11. Jahrhunderts über den Christus aus dem 15. Jahrhundert bis zu den Reliquiaren aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Beim Kirchturm verbindet sich die Baugeschichte der Kirche zudem konkret mit dem Château: Verwendet wurden Granitreste, die für dessen Bau zugeschnitten worden waren.

Das Château d’Annoville wurde im 18. Jahrhundert aus Granit von Chausey errichtet. Über lange Zeit, bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, gehörte es der Familie Michel d’Annoville-Tourneville. Früher fanden dort prunkvolle Feste statt, an denen der normannische Adel, darunter die Familie Tourville, teilnahm. Für das Château ist Granit von Chausey als Baumaterial genannt; beim Kirchturm geht es um Granitreste, die für das Schloss zugeschnitten worden waren. Eine Beschreibung, die 2021 aktualisiert wurde, bezeichnet das Château als Privatbesitz. Prüfen Sie vor einem Besuch, ob Zugang möglich ist.

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