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Chavigny-Bailleul: Kirche, Geschichte und ländliche Ruhe

Unterkünfte in Chavigny-Bailleul

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Chavigny-Bailleul verbindet eine ruhige, ländliche Umgebung mit Geschichte, die an unterschiedlichen Spuren ablesbar ist: an Bauphasen und Ausstattungsstücken der Église Saint-Loup ebenso wie an den schwer erkennbaren Resten des Château de Bailleul. Felder und offene Landschaften ergänzen das Ortsbild. Wenn Sie ein Hotel für eine Reise hierher suchen, können diese Schwerpunkte helfen, Chavigny-Bailleul als Reiseziel einzuordnen.

Die Baugeschichte der Église Saint-Loup

Die Église Saint-Loup wurde wahrscheinlich ab dem letzten Viertel des 15. Jahrhunderts rekonstruiert. Langhaus und Chor entstanden zuerst; Portal und Glockenturm wurden in den 1530er-Jahren fertiggestellt. Die Abfolge zeigt, dass das Gebäude in mehreren Bauphasen Gestalt annahm. Sein Mauerwerk besteht aus Feuerstein; an den Fenstern sitzen Hausteineinfassungen. Das Dach ist mit unterschiedlich gemischten flachen Ziegeln gedeckt, neben dem Chor stehen zwei Ziegelstrebepfeiler. Die Fertigstellung von Portal und Turm in den 1530er-Jahren datiert also einen späteren Abschnitt als den zuerst errichteten Langhaus- und Chorbereich.

Historische Ausstattung und Einstufungen

Auch die Ausstattung setzt unterschiedliche zeitliche Akzente. Das Hochaltarretabel „Szenen aus dem Leben Christi“ stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde am 10. Juni 1907 als geschütztes Objekt eingestuft. Die vier Gemälde der Holzkonstruktion mit den Evangelisten gehören dem späten 18. Jahrhundert an; sie wurden am 17. März 1975 als geschützte Objekte eingestuft. Das Glasfenster „Der Tod der Jungfrau“ stammt ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert und wurde am 29. August 1951 als geschütztes Objekt eingestuft. Kelch und Patene werden der Mitte des 18. Jahrhunderts zugeordnet und wurden am 28. April 1994 als geschützte Objekte eingestuft. Bei diesen Daten sind Entstehungszeit und Einstufung auseinanderzuhalten: Die Datierungen verweisen auf die Herkunft der Werke, die Jahre 1907, 1951, 1975 und 1994 auf ihre jeweilige Einstufung.

Kriegsschäden und Wiederaufbau

Am 21. August 1944 wurde die Église Saint-Loup beim Bombardement des deutschen Flugplatzes Saint-André durch amerikanische Artillerie zu 50 Prozent beschädigt. Von 1945 bis 1963 wurde sie restauriert beziehungsweise wiederaufgebaut. Gewölbe, Dach und Glasfenster wurden dabei erneuert; der Glockenturm wurde um drei Meter niedriger wiederaufgebaut. Diese Phase unterscheidet sich von der schrittweisen Entstehung der älteren Bauteile: Auf ein genau datiertes Kriegsschadenereignis folgten langjährige Arbeiten mit konkret benannten Erneuerungen.

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Schlossreste und ländliche Umgebung

Beim Château de Bailleul ist die historische Spur knapper und weniger sichtbar. Von den Überresten sind heute nahe den beschädigten Türmen nur ein Giebel und zwei Schornsteine erhalten; sie sind schwer zu sehen. Die Ruinen zeugen von der einstigen herrschaftlichen Vergangenheit Chavigny-Bailleuls. Wenn Sie das Château in Ihre Interessenabwägung einbeziehen, sollten Sie diese begrenzte Sichtbarkeit berücksichtigen. Zugleich ist Chavigny-Bailleul von Feldern und offenen Landschaften umgeben und bietet ein ruhiges, ländliches Umfeld.

Im Avre-Tal zwischen Saint-Lubin-des-Joncherets und Chavigny-Bailleul sind Spuren von etwa dreißig Mühlen erhalten. Einige stehen noch und wurden zu Wohnhäusern umgebaut; andere lassen sich nur am Verlauf ihres Mühlgrabens oder an vermoosten Steinen am Wegrand erkennen. Die Spuren reichen damit von umgenutzten Gebäuden bis zu Hinweisen im Gelände. Dieser Mühlenbestand gehört in den größeren regionalen Zusammenhang des Avre-Tals und ergänzt die Geschichte der einzelnen Bauwerke um eine Landschaftsperspektive.

Weitere Reiseziele entdecken: Le Landin, La Goulafrière, Pont-De-Lʼarche, Sainte-Opportune-La-Mare, Boissey-Le-Châtel, Perruel, Andé, Calleville.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eure.

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