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Bons-Tassilly: Spuren der Vorgeschichte und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Bons-Tassilly

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Für Reisende mit Interesse an historischen Orten bietet Bons-Tassilly mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Die Ortsgeschichte reicht von neolithischen Fundorten bis zu den Ereignissen der Schlacht um die Normandie. Dazwischen stehen die Baugeschichte des Château und die Entstehung der Gemeinde aus Bons und Tassilly.

Vorgeschichte und geschützte Orte

Der Polissoir von Poussendre ist ein neolithischer archäologischer Fundort. Durch Erlass vom 24. August 1976 wurde er als historisches Denkmal eingetragen. Ein Polissoir ist ein Stein, der zum Glätten oder Polieren von Steinwerkzeugen diente; der Name verweist damit auf eine konkrete Form vorgeschichtlicher Arbeit. Neolithische Einordnung und Denkmalschutz bezeichnen unterschiedliche Ebenen: Der Fundort gehört in die Vorgeschichte, das Jahr 1976 datiert seine spätere Unterschutzstellung. Auch am Standort La Brèche au Diable bei Bons-Tassilly gehören neolithische Poliersteine zu den vorgeschichtlichen Bezugspunkten. Poussendre und La Brèche au Diable sind zwei benannte Orte, an denen die Frühgeschichte der Gegend greifbar wird; als getrennte Bezugspunkte sollten sie nicht zu einem einzigen Fundplatz zusammengezogen werden.

Die Église Saint-Quentin de Tassilly ist die katholische Kirche in Tassilly, das zu Bons-Tassilly gehört. Sie ist als historisches Denkmal eingetragen; ihr Schutz wurde durch Erlass vom 19. September 1928 festgelegt. Auch 1928 bezeichnet das Schutzdatum der Kirche, nicht ihr Baujahr. So stehen archäologischer Fundort und Kirche für unterschiedliche Arten historischer Orte und eigenen Schutzdaten.

Château und Entwicklung der Gemeinde

Das Château eröffnet einen anderen Zugang zur Baugeschichte. Es wurde wahrscheinlich 1664 für die Familie Turgot errichtet; die Datierung bleibt unsicher. Der Mittelbau wurde kurz vor 1860 zerstört, und der französische Garten ist verschwunden. Der Mittelbau bezeichnet den zentralen Gebäudeteil; seine Zerstörung ist daher ein baulicher Verlust. Ein französischer Garten ist eine formal gestaltete Gartenanlage; sein Verschwinden betrifft einen anderen Aspekt der Château-Geschichte als die Zerstörung des Mittelbaus.

Bons-Tassilly entstand 1854 durch die Zusammenlegung von Bons und Tassilly. In zeitlicher Folge liegt die Gemeindebildung zwischen der wahrscheinlichen Errichtung des Château 1664 und dem Schutz der Église Saint-Quentin 1928. Die drei Jahresangaben markieren unterschiedliche Vorgänge: Bau, Zusammenlegung und Denkmalschutz.

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Erinnerung an die Schlacht um die Normandie

Auch die Schlacht um die Normandie prägt die Geschichte des Ortes. Bons-Tassilly war von der Operation Tractable betroffen; deren Ziel war unter anderem, den Vormarsch kanadischer und polnischer Truppen zur Befreiung von Falaise zu unterstützen. Für das Dorf selbst ist das Ausmaß der Zerstörung besonders prägnant: 108 Flugzeuge und 433 Tonnen Bomben zerstörten fast das gesamte Dorf. Die Verbindung mit Falaise erklärt den militärischen Zusammenhang; die Zahlen zu Bomben und Flugzeugen halten dagegen die lokale Zerstörung fest.

Praktischer Hinweis

Wenn Sie die La Brèche au Diable besuchen möchten, können Sie auf dem Parkplatz der Kirche von Soumont-Saint-Quentin parken.

Weitere Reiseziele entdecken: Maisons, Écrammeville, Sainte-Marie-Outre-l'Eau, Colombières, Kanton Saint-Sever-Calvados, Saint-Germain-La-Blanche-Herbe, Villy-lez-Falaise, Ablon.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Calvados.

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