Aubigny: Geschichte, Grabkunst und Kalkstein
Unterkünfte in Aubigny
Wenn Sie Aubigny als Aufenthaltsziel erwägen, können Sie Ihre Interessen an den örtlichen Themen ausrichten: Baugeschichte, Grabkunst oder die Geschichte des Kalksteins und eines geschützten Naturraums. Für die Planung ist wichtig, historische Bedeutung und Zugänglichkeit auseinanderzuhalten. Nicht jedes bekannte Thema bedeutet, dass ein Innenbesuch möglich ist.
Anreise mit der NOMAD-Linie
Die NOMAD-Linie 118 verbindet Caen und Falaise und bedient dabei Aubigny. Wenn diese Verbindung für Sie infrage kommt, prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan.
Château d’Aubigny: Baugeschichte und Außenansichten
Das Château d’Aubigny wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts für die Familie Morell-d’Aubigny erbaut. Zu seiner Anlage gehören eine Kapelle, ein Taubenschlag, Bretèchen und Wirtschaftsgebäude. Ein Wassergraben umgibt den Schlossbau; Buchenalleen führen von der Straße nach Caen zum Schloss. Die genannten Elemente machen deutlich, dass neben dem Hauptbau auch die Gestaltung des Umfelds zum architektonischen Thema gehört. Das Château ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Die Hauptfassade ist von der D658 aus zu sehen, die Rückseite von der D6.
Grabstatuen und Inschriften
Die „Orants des seigneurs d’Aubigny“ sind sechs kniende Grabstatuen der Herren von Aubigny. Als historische Objekte sind sie seit dem 25. Juli 1902 geschützt. Inschriften auf den Grabplatten nennen den Tod von Raven de Morel im Jahr 1592 und von Gabrielle de Riant im Jahr 1587. Der 1902 beginnende Schutzstatus ist dabei von den älteren Todesdaten zu unterscheiden.
Steinbruchgeschichte und Naturschutz
Die unterirdischen Steinbrüche von Saint-Pierre-Canivet und Aubigny wurden vom 14. bis zum 20. Jahrhundert genutzt. Dort wurde Kalkstein aus Caen gewonnen; daraus entstand der weiße Stein Pierre d’Aubigny. Die Anciennes carrières souterraines de Saint-Pierre-Canivet et d’Aubigny sind außerdem ein Natura-2000-Gebiet gemäß der Habitatrichtlinie. Das Gebiet schützt vier Arten, die unter die Naturschutzrichtlinien fallen. Die Höhlen sind nicht öffentlich zugänglich. Gewinnungsgeschichte und Schutzstatus geben dem Gebiet zwei verschiedene Perspektiven: Es ist zugleich Zeugnis industrieller Nutzung und geschützter Naturraum. Der Zeitraum vom 14. bis zum 20. Jahrhundert beschreibt die Nutzung; die Natura-2000-Ausweisung bezeichnet dagegen den Naturschutzstatus.
Häuser und Bauernhöfe aus mehreren Jahrhunderten
Auch zu den historischen Häusern und Bauernhöfen in Aubigny gehören Gebäude aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert. Während das Château in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut wurde, reicht dieser bauliche Zeitraum bei den Häusern und Bauernhöfen bis ins 19. Jahrhundert. Das erweitert den Blick von einer Schlossanlage auf mehrere Gebäudetypen und aufeinanderfolgende Jahrhunderte.
Die drei kulturhistorischen Themen sprechen unterschiedliche Interessen an: Beim Château stehen Bauherrschaft und Ensemble im Vordergrund, bei den Orants Grabfiguren und Inschriften, bei Häusern und Bauernhöfen Bauperioden mehrerer Jahrhunderte. Bei der Planung können Sie deshalb die Straßenansichten des Château und den nicht öffentlichen Zugang zu den Höhlen als unterschiedliche Bedingungen berücksichtigen.
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