Montredon: GR®65, Kirchen und Landschaft
Unterkünfte in Montredon
Montredon liegt auf einem Hügel am Rand der Auvergne und überblickt ein welliges Relief, das von Rinderhaltung geprägt ist. Die Hochflächen des Ségala quercynois bilden eine Folge abgerundeter Höhenrücken mit grasbewachsenen Hängen, auf denen Limousin- und Aubrac-Rinder weiden. So unterscheiden sich die erhöhte Ortslage und das weiter gefasste Landschaftsbild.
Wandern auf dem GR®65
Der GR®65 führt durch Montredon und ist Teil der Via Podiensis, auch Weg von Le Puy-en-Velay genannt. Die Etappe von Montredon nach Figeac ist 20 km lang und dauert 6 Stunden 45 Minuten. Für Ihre Tagesplanung ist dies eine lange Wanderetappe; die tatsächliche Gehzeit kann je nach Bedingungen variieren. Prüfen Sie die Wegbedingungen vor dem Aufbruch und planen Sie den zeitlichen Umfang entsprechend ein.
Kirchen und Ortsgeschichte
Notre-Dame-de-Pitié und die Croix des trois évêques
Am GR®65 in Montredon liegt die Chapelle Notre-Dame-de-Pitié. Dort befindet sich eine Pietà aus dem 16. Jahrhundert; außerdem steht in der Kapelle ein 1967 von Abbé Bonal gefertigtes Triptychon aus geschnitztem Holz. Auch die Croix des trois évêques hat einen klar umrissenen historischen Bezug: Sie wurde am 31. Juli 1949 in Montredon errichtet, dort, wo die Gebiete der drei angrenzenden Diözesen Cahors, Rodez und Saint-Flour zusammenlaufen.
Saint-Michel
Die Kirche Saint-Michel verbindet eine klar gegliederte Architektur mit der Erinnerung an die Croix des trois évêques. Ihr Langhaus hat sechs Joche, die Seitenschiffe sind gewölbt, und der Glockenturm weist paarweise angeordnete Spitzbogenöffnungen auf. Ein Joch bezeichnet einen Abschnitt des Langhauses; die sechs Joche machen diese Gliederung anschaulich. Drei figürliche Glasfenster in der Kirche erinnern an die Croix des trois évêques. Für den Wiederaufbau der Kirche arbeitete Hippolyte Poujade ein Projekt aus. Die zugehörigen Pläne und Kostenvoranschläge datieren auf den 6. März 1875.
Notre-Dame-de-Pitié verbindet eine Pietà mit einem geschnitzten Triptychon, während Saint-Michel durch seine Baugliederung und die Erinnerungsfenster geprägt ist.
Sainte-Madeleine in Poustans
Die Kirche Sainte-Madeleine in Poustans hat einen quadratischen Chorabschluss; darüber ragt der Glockenturm auf. Der Chor ist rippengewölbt, während das Langhaus nur von einer Decke überspannt wird. Unter dem Rippengewölbe sind die Konsolen mit menschlichen Köpfen oder Pflanzenmotiven skulptiert. Die heutige Kirche scheint nicht vor dem 15. Jahrhundert entstanden zu sein; die Form der Gewölbekonsolen und besonders ihrer Auflagerplatten könnte jedoch für eine frühere Datierung sprechen. Eine frühere Datierung bleibt damit möglich, aber nicht sicher.
Spuren im Ortskern
Im Ortskern von Montredon sind Spuren seiner früheren Handelstätigkeit erhalten. Montredon gilt außerdem als Durchgangs- und Aufnahmeort für zahlreiche Pilger auf dem Jakobsweg. Handelsspuren und Pilgerrolle ergänzen die Kirchenarchitektur um zwei weitere historische Perspektiven auf den Ort.
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