Aubin: Bergbauerbe und Kulturerbe entdecken
Unterkünfte in Aubin
Aubin verbindet die Geschichte des Kohlebeckens von Decazeville mit religiösem Erbe, industriellen Bauwerken und einer Landschaft, die nach dem Ende des Bergbaus wieder aufgeforstet wurde. Museen, Plateau, Kirche, Fort und Waldwege setzen unterschiedliche Schwerpunkte. So lässt sich der Ort sowohl über seine Industriegeschichte als auch über Architektur und Landschaft kennenlernen.
Industriegeschichte und Erinnerung
Das Musée de la Mine Lucien Mazars, auch Musée de la Mine d'Aubin, wurde 1979 eingeweiht. In drei Räumen vermittelt es die Geschichte des Kohlebeckens von Decazeville. Eine rekonstruierte Bergwerksgalerie zeigt Szenen aus dem Leben der Bergleute; hinzu kommt die Simulation einer Schlagwetterexplosion. So verbindet die Ausstellung die Geschichte des Beckens mit einer anschaulichen Darstellung der Bergbauindustrie.
Die Maison Départementale de la mémoire résistance, déportation et citoyenneté ist dem Zweiten Weltkrieg gewidmet. Auf drei Ebenen präsentiert sie Geschichten, Berichte, Zeitzeugenberichte und Fotografien zu den Kriegsjahren in Aveyron und Frankreich. Die historischen Schwerpunkte der beiden Häuser unterscheiden sich damit klar: Das Bergbaumuseum behandelt das Kohlebecken und die Bergbauindustrie, die Maison Départementale die Kriegsjahre.
Das Plateau des Forges du Gua ist ein Arbeiterviertel, das im Zusammenhang mit der industriellen Nutzung von Kohle sowie der Herstellung von Roheisen und Stahl entstand. Es ist ganzjährig frei zugänglich. Die beiden Fabrikschornsteine in Aubin sind teilweise als historische Denkmäler eingetragen. Plateau und Schornsteine stehen so für bauliche Spuren der Industriegeschichte, während das Museum diese Geschichte durch Ausstellung und Rekonstruktion vermittelt.
Kirche und Fort
Die Église Notre-Dame d'Aubin wurde im 12. Jahrhundert erbaut und im 15. Jahrhundert umgestaltet. Romanische und gotische Elemente verbinden sich in ihrer Architektur. Zu den romanischen Schätzen gehören ein polychromer hölzerner Christus, ein figürlich gestaltetes Kapitell, ein Altar und ein Bleitaufbecken. Bauphasen und Ausstattung eröffnen dabei zwei Blickwinkel auf das religiöse Erbe der Kirche.
Das Fort d'Aubin steht auf einem Felsvorsprung und bietet einen Panoramablick über die Stadt. Zu ihm führt eine schmale Gasse, die von Fachwerkhäusern gesäumt ist. Auch der Weg Chemin de Conques à Toulouse führt bis zum Fort d'Aubin.
Forêt de la Vaysse und Rundwege
Die Forêt de la Vaysse ist von Robinien geprägt und entstand auf ehemaligen Tagebauen, die nach dem Ende des Bergbaus wieder aufgeforstet wurden. Der Wald verweist damit auf eine spätere Phase der Industriegeschichte: Auf den Abbau folgte die Wiederaufforstung der Flächen. Die Entstehung dieser Landschaft unterscheidet sich von den baulichen und musealen Spuren des Bergbaus.
Markierte Rundwege der Forêt de la Vaysse sind im Wanderführer „De Découverte en découverte“ beschrieben. Sie gelten als für Familien ebenso wie für erfahrene Wanderer geeignet. Am Fort stehen der Panoramablick und der Zugang durch die Fachwerkgasse im Vordergrund; die Forêt de la Vaysse verbindet Wald und die Geschichte der ehemaligen Tagebaue.
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