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Longuyon: Kirchen- und Industriegeschichte entdecken

Unterkünfte in Longuyon

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Longuyon verbindet Kirchen und religiöse Bauwerke mit Spuren des Eisenbahn- und Hüttenwesens sowie Erinnerungsorten zum Ersten Weltkrieg. Hinzu kommen die Flüsse Crusnes und Chiers und Wege in der Landschaft rund um die Stadt. Wenn Sie Hotels in Longuyon suchen, können diese unterschiedlichen Schwerpunkte dabei helfen, den Ort nach Ihren Interessen einzuordnen: etwa nach Baugeschichte, Technik, Gedenken oder Zeit im Freien.

Sakrale Bauwerke aus unterschiedlichen Jahrhunderten

Der Turm der Kirche Sainte-Agathe ist das älteste Denkmal von Longuyon. Das heutige Kirchengebäude geht spätestens auf das Ende des 13. Jahrhunderts zurück. Eine weitere Station der örtlichen Baugeschichte ist die Kapelle des ehemaligen Kollegs der christlichen Schulbrüder, die 1887 erbaut wurde. Die Grotte de la Vierge entstand 1900: Schüler der Abschlussklasse der Institution der christlichen Schulbrüder errichteten sie als Erinnerung an die Grotte von Lourdes. So begegnen Ihnen in Longuyon verschiedene Formen religiöser Architektur und Erinnerung, von der Kirche bis zur eigens gestalteten Grotte.

Die Kirche Sainte-Agathe kann täglich auf Anfrage individuell oder in einer Gruppe besichtigt werden. Für den Besuch wird ein 20-minütiger Audioparcours auf Französisch, Englisch oder Deutsch angeboten. Wenn Sie diese Möglichkeit einplanen, bestätigen Sie die Besuchsmodalitäten vor Ihrer Reise. Diese Besuchsregelung bezieht sich auf Sainte-Agathe; sie gilt nicht automatisch für die anderen genannten Bauwerke.

Eisenbahn und historische Technik

Auch die Eisenbahngeschichte ist in Longuyon greifbar: Le wagon ist ein ehemaliger SNCF-Wagen und beherbergt das Fremdenverkehrsamt des Longuyonnais. Der Bahnhof von Longuyon wurde 1854 eingerichtet; im selben Jahr wurde die Bahnstrecke Longuyon–Longwy eröffnet. Beide Angaben verankern die Eisenbahn in der Geschichte des Ortes, ohne für sich genommen etwas über heutige Zugverbindungen oder Besuchsmöglichkeiten auszusagen.

Ein anderes technisches Zeugnis ist die Glacière des Frères, ein natürlicher Kühlschrank mit 6,50 Metern Tiefe und vier Metern Durchmesser. Die Brüder von Saint-Jean-Baptiste de La Salle errichteten sie in den 1890er-Jahren, um Vorräte des Internats zu lagern. Sie ist weiterhin intakt erhalten und liegt am Weg zur Grotte de la Vierge am Hang; der Zugang ist verschlossen. Der Zusammenhang von Bauform und früherer Funktion macht die Anlage zu einem Beispiel dafür, wie Vorräte gelagert wurden, bevor moderne Kühltechnik verfügbar war.

Zum Dorlon-Hochofen aus dem Jahr 1692 gehörte ein Pochwerk. Es zerkleinerte Schlacke, damit Eisen zurückgewonnen werden konnte. Bei diesem Zeugnis stehen nicht nur das Alter der Anlage, sondern auch ein konkreter Arbeitsschritt der historischen Eisenverarbeitung im Mittelpunkt. Zusammen mit der Glacière und den Eisenbahnspuren eröffnet der Hochofen einen Blick auf unterschiedliche Aspekte der Technik- und Arbeitsgeschichte Longuyons.

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Erinnerungsorte zum Ersten Weltkrieg

Das Mémorial du Vieux Pré erinnert an französische und deutsche Soldaten, die am 23. und 24. August 1914 in der Schlacht von Longuyon-Noërs gefallen sind. Der deutsche Soldatenfriedhof in Longuyon umfasst 1.756 Soldaten des Ersten Weltkriegs: 1.748 Deutsche und acht Franzosen. Einige von ihnen starben am 24. August 1914 in derselben Schlacht. Der französische Soldatenfriedhof umfasst 60 Einzelgräber französischer Soldaten. Ein Monument dort erinnert an die bei den Kämpfen am 23. und 24. August 1914 Getöteten. Die Gedenkorte setzen unterschiedliche Schwerpunkte: ein gemeinsames Erinnern an gefallene Soldaten, eine nach Nationalität aufgeschlüsselte Zahl der Ruhenden und Einzelgräber mit einem Monument zum Kampfgeschehen.

Flüsse, Teich und Wanderwege

Die Crusnes und die Chiers durchqueren Longuyon und fließen dort zusammen. Außerhalb der Stadt, am Waldrand, liegt der Étang de Profonde Fontaine. Das Freizeitzentrum ist Lebensraum für zahlreiche Vogel- und andere Tierarten; von dort starten Wanderwege. Wer neben den historischen Themen auch Landschaft und Tierwelt in die Reiseentscheidung einbeziehen möchte, findet hier einen anderen in den Fakten beschriebenen Schwerpunkt als bei den Bau- und Erinnerungsstätten.

Als eigene Wanderoption ist der Sentier de Revémont mit 11 Kilometern Länge und einer angegebenen Gehzeit von drei Stunden ausgewiesen; markiert ist er mit einem grünen Ring. Am Gelände von Profonde Fontaine in Longuyon gibt es einen Parkplatz. Die Angaben zum Wanderweg wurden im März 2025 aktualisiert, Routendetails können sich ändern. Prüfen Sie deshalb vor der Tour die aktuellen Routeninformationen. Die drei Stunden geben eine Gehzeit für diesen Weg an; sie sind nicht mit der Dauer des 20-minütigen Audioparcours in Sainte-Agathe zu verwechseln. So lassen sich zwei sehr unterschiedliche Zeitrahmen für mögliche Aktivitäten getrennt einordnen.

Weitere Reiseziele entdecken: Franconville, Heillecourt, Méréville, Pierrepont, Saint-Nicolas-De-Port, Bruley, Ancy-Sur-Moselle, Pont-À-Mousson

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Meurthe-Et-Moselle.

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