Pareid – Kirche Saint-Rémi und historische Spuren
Unterkünfte in Pareid
Pareid verbindet historische Ortsbezüge mit markanter Kirchenarchitektur. Saint-Rémi zeigt mehrere Bauphasen und Befestigungsmerkmale; das Grabmal von Louis Leloup eröffnet einen anderen Blick auf die Ortsgeschichte. Auch die Lage zwischen Römerstraße und Bachlauf gehört zu den Facetten des Ortes.
Römerstraße und Bachlauf
Pareid liegt an der Römerstraße, die Metz und Reims verbindet, an einem seit der Antike besiedelten Ort. Zugleich befindet sich Pareid in leichter Hanglage am Ursprung des Berrand-Pont, eines Bachs, der in den Longeau mündet. Diese Bezüge beschreiben unterschiedliche Maßstäbe: Die Römerstraße stellt Pareid in den Zusammenhang einer Verbindung zwischen zwei Städten; der Berrand-Pont verortet den Ort in der lokalen Gewässerlandschaft. Wer sich für Ortsgeschichte interessiert, kann so eine überregionale historische Verbindung neben einer konkreten topografischen Besonderheit betrachten.
Saint-Rémi: Bauphasen und Befestigung
Die befestigte romanische Kirche Saint-Rémi zeigt mehrere architektonische Merkmale. Ihr Glockenturm ist romanisch, der Chor stammt aus dem 14. Jahrhundert. Das Langhaus wurde im 15. oder 16. Jahrhundert zur Befestigung umgestaltet. Schießscharten und ein Glockenturm mit hölzernem Wehrgang (hourd) unterstreichen den Wehrcharakter; außerdem weist die Kirche zwei Fenster in flamboyantischer Gotik auf. Die Teile lassen sich mit unterschiedlichen Fragen betrachten: Turm und Chor stehen für ältere Baugeschichte, das Langhaus für den späteren Befestigungsumbau, die Fenster für eine weitere Stilform. „Romanisch“ ist damit eine wichtige, aber nicht die einzige architektonische Einordnung von Saint-Rémi.
Kriegsschaden und Restaurierung
Zur Geschichte der Kirche gehört auch der Einschnitt des Ersten Weltkriegs: Saint-Rémi wurde teilweise zerstört und ab 1930 unter der Leitung von Maurice Delangle restauriert. Dieser Abschnitt liegt zeitlich deutlich nach den mittelalterlichen Bauphasen. Die Restaurierung ergänzt die architektonischen Merkmale um eine Geschichte von Beschädigung und Wiederherstellung.
Das Grabmal von Louis Leloup
Auf dem Friedhof bei der Kirche Saint-Rémi befindet sich das Grabmal von Louis Leloup. Das Monument stammt aus dem Jahr 1883 und ist ein skulptiertes Kalksteinmonument. Seine Gestaltung umfasst eine Kreuzdarstellung, Ähren, Stiefmütterchen und eine Perlenkrone. Im Vergleich zur Kirche liegt der Schwerpunkt hier auf einem einzelnen, datierten Erinnerungszeichen und seiner plastischen Gestaltung. Die Datierung auf 1883 setzt das Monument zeitlich neben die mittelalterlichen Bauphasen von Saint-Rémi; so lassen sich Bauwerksgeschichte und Grabdenkmal als unterschiedliche historische Bezugspunkte einordnen.
Einordnung über den Kulturweg
Pareid ist außerdem eine Station des Kulturwegs „Circuit 3bis L: St. Benoit-en-Woëvre – Brainville“. Damit steht neben den einzelnen historischen Themen im Ort ein Routenbezug, dessen Name zwei weitere Ortsbezeichnungen enthält. Für die Einordnung Ihrer Reise können Sie unterscheiden, ob Sie sich vor allem für einzelne Bauwerke und Denkmäler oder für den übergreifenden Kulturweg interessieren.
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