Grigny: Ortsgeschichte, Kunst und Spazierwege
Unterkünfte in Grigny
Grigny bietet mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Reise: historische Bauwerke, Musikgeschichte, Kunst in einer Wohnsiedlung und Wege an den Lacs de l'Essonne. Die Ortsgeschichte zeigt sich dabei in Bauwerken und Details aus mehreren Jahrhunderten. Wenn Sie ein Hotel in Grigny suchen, hilft es, zunächst zu überlegen, welche dieser Interessen Ihren Aufenthalt prägen soll.
Kirche und historische Ausstattung
Die Église Saint-Antoine et Saint-Sulpice stammt aus dem 12. und 14. Jahrhundert. In ihrem Inneren schmücken sieben Wandteppiche aus dem 19. Jahrhundert mit Darstellungen biblischer Szenen die Kirche; sie sind als historische Denkmäler eingestuft. Auch die Glocke Marie ist als historisches Denkmal eingestuft: Sie stammt aus dem Jahr 1541 und wiegt 520 Kilogramm. Das Retabel der Marienkapelle in der Église Saint-Antoine in Grigny stammt aus dem 18. Jahrhundert. Zusammen zeigen diese Bau- und Kunstwerke unterschiedliche Zeitmarken – vom mittelalterlichen Kirchenbau über die Glocke bis zu den Teppichen des 19. Jahrhunderts.
Ferme Neuve und Dorfwäscherei
Die Ferme Neuve wurde zwischen 1730 und 1750 von Guillaume-François Joly de Fleury, dem Grundherrn von Grigny, errichtet. Sie ersetzte die Farm, die zum nahe gelegenen Herrenhaus gehörte. Heute ist die renovierte Ferme Neuve kommunales Eigentum; um sie herum entsteht das neue Stadtzentrum von Grigny.
Ein weiteres historisches Bauwerk ist die 1873 errichtete Dorfwäscherei. Ihr Dach mit einem zentralen offenen Becken bildet ein Impluvium. Zur Anlage gehören außerdem Barbotoir, Hauptbecken und Rinçoir. So stehen in Grigny neben der Geschichte eines früheren landwirtschaftlichen Anwesens auch die Architektur eines gemeinschaftlich genutzten Waschhauses als eigene Themen nebeneinander.
Rundgang, Musikgeschichte und Kunst
Der Circuit patrimonial du village umfasst zehn Etappen und wurde am 5. Oktober 2013 eingeweiht. Er soll die Geschichte Grignys bewahren und Spaziergängern – Einwohnern wie Auswärtigen – ermöglichen, sich diese Geschichte anzueignen und ein Zugehörigkeitsgefühl zu entwickeln. Der Rundgang verbindet damit die Ortsgeschichte mit einem ausdrücklich an Spaziergänger gerichteten Zweck.
Eine persönliche Spur der Musikgeschichte führt zu dem Haus in der Rue Pierre Brossolette 10 in Grigny. Sidney Bechet lebte dort von 1950 bis 1959 mit seiner Ehefrau. In diesem Haus komponierte er „Petite Fleur“ und ungefähr zur selben Zeit „Les Oignons“.
In den 1970er-Jahren konzipierte der Architekt Emile Aillaud La Grande Borne als einzigartige Künstlerwohnsiedlung. Zu ihren Merkmalen zählen zahlreiche mosaikgeschmückte „pignons images“ und Skulpturen. Im Vergleich zur biografischen Musikgeschichte steht hier die künstlerische Gestaltung einer Wohnsiedlung im Vordergrund.
Wege und kulturelle Orientierung
Die Lacs de l'Essonne erstrecken sich über Viry-Châtillon und Grigny. An den Seen gibt es drei ausgeschilderte Wege von 1,5, 2,5 und 4 Kilometern. Damit können Sie bei Ihrer Planung konkret nach der gewünschten Streckenlänge auswählen.
Die Médiathèque Pablo Picasso bietet Romane, Comics, Zeitschriften, Bücher zum Sprachenlernen, CDs und Blu-rays. Außerdem gibt es einen Bereich für Kleinkinder und ihre Eltern. Die Médiathèque liegt fünf Minuten vom RER-Bahnhof Grigny der Linie D entfernt und ist auch mit der Buslinie N135 bis zur Haltestelle „Gare de Grigny centre“ erreichbar. Da sich Fahrplandetails, Bestände und Ausstattung ändern können, prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Informationen und für die Busfahrt den Fahrplan.
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