Ensisheim: Kulturgeschichte und Naturwege
Unterkünfte in Ensisheim
Ensisheim verbindet Stadtgeschichte mit mehreren thematischen Wegen. Im Musée de la Régence stehen ein Meteorit und archäologische Funde im Mittelpunkt; die Balade historique führt durch das Zentrum an bemerkenswerten Bauwerken vorbei. Im Parc de l’Eiblen und auf weiteren pädagogischen Wegen kommen Naturthemen hinzu. Für Ihre Reiseplanung lässt sich so zwischen Baugeschichte, Museumsinhalten und Landschafts- oder Gewässerthemen wählen.
Museum und Baugeschichte
Das Musée de la Régence bewahrt den Meteoriten von Ensisheim, der 1492 niederging. Der Einschlag gilt als der älteste beobachtete Meteoriteneinschlag, dessen Meteorit in der westlichen Welt erhalten ist. Das Museum präsentiert außerdem den neolithischen Friedhof von Ensisheim mit 45 freigelegten Bestattungen; eine davon ist im Museum rekonstruiert. Der zeitliche Bogen reicht damit von Bestattungen aus der Jungsteinzeit bis zu einem Ereignis des Jahres 1492.
Das Hôtel de la Régence wurde zwischen 1535 und 1547 für die österreichische Territorialverwaltung errichtet und ist heute ein Museum. Der Palais de la Régence wurde 1535 erbaut. Seine Gestaltung verbindet elsässische Renaissance mit flamboyant-gotischen Elementen; französische Einflüsse zeigen sich in der dekorativen Gestaltung. Damit stehen neben der Bauzeit auch unterschiedliche architektonische Einflüsse im Fokus.
Rundgänge durch Ensisheim und den Parc de l’Eiblen
Die Balade historique ist ein etwa zwei Kilometer langer Fußweg durch das Zentrum. An etwa 20 bemerkenswerten Bauwerken stehen dreisprachige Tafeln. QR-Codes darauf bieten Smartphone-Nutzern zusätzliche Videos und Bilder. Karten für die Balade historique erhalten Sie im Musée de la Régence und im Rathaus. Die ungefähre Länge und die Zahl der Bauwerke geben Ihnen einen konkreten Eindruck von diesem stadtgeschichtlichen Rundgang; Tafeln und QR-Medien ergänzen ihn um unterschiedliche Informationsangebote.
Im Parc de l’Eiblen gibt es zwei pädagogische Rundgänge. Einer widmet sich den Störchen des Parks, der andere den vier dort vorkommenden Biotopen sowie ihrer Flora und Fauna. Die Themen unterscheiden sich klar: Sie können den Schwerpunkt auf eine Tiergruppe legen oder die Lebensräume und ihre Pflanzen- und Tierwelt betrachten. Der pädagogische Weg Au Fil de l’eau beginnt und endet im Parc de l’Eiblen und führt durch die Réserve Naturelle Régionale de l’Eiblen et de l’Illfeld. Der Tumuli-Weg liegt dagegen im Wald südlich von Ensisheim und ist vom Parkplatz an der Kirche Sainte Thérèse aus zugänglich.
Flüsse und Kanalgeschichte
Die Skulptur Les jumelles von André Seiler zeigt zwei Frauenköpfe, die jeweils die Thur und die Ill verkörpern; gemeinsam symbolisieren sie deren Zusammenfluss. Der Canal Vauban, auch Canal de Neuf-Brisach genannt, blickt auf eine mehr als 300-jährige Geschichte zurück. Zu ihm gehört ein Speisekanal, der Wasser vom Quatelbach bei Ensisheim in Richtung Oberhergheim führt. Skulptur und Kanal eröffnen unterschiedliche Zugänge zum Thema Wasser: hier als künstlerisches Sinnbild zweier Flüsse, dort als Teil einer benannten Kanalgeschichte.
Weitere Reiseziele entdecken: Ingersheim, Guebwiller, Bergholtz, Sondernach, Dietwiller, Kembs, Eschbach-Au-Val, Pulversheim.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haut-Rhin.