Wissembourg: Geschichte zwischen Vogesen und Weinbergen
Unterkünfte in Wissembourg
Wissembourg liegt am Fuß der Vogesen, zwischen Weinbergen und Wäldern. Die elsässische Stadt gilt als Tor zu Frankreich und zum Regionalen Naturpark Vosges du Nord. Historische Bauwerke und unterschiedliche Wege prägen die Auswahl an Themen für einen Aufenthalt: Sie können den Blick auf die Innenstadt und ihre mittelalterlichen Gassen richten, auf die Befestigungsanlagen oder auf Kirchen und Museum.
Spazierwege durch Zentrum und Befestigungsanlagen
Ein etwa fünf Kilometer langer historischer Entdeckungsrundgang führt durch das Zentrum von Wissembourg und seine mittelalterlichen Gassen. Er dauert etwas mehr als eine Stunde. Die Entdeckungsrouten der Stadt sind mit Wegweisern und Informationstafeln auf Französisch, Deutsch und Englisch ausgeschildert. So lässt sich der Rundgang mit seiner angegebenen Dauer von den weiteren Wegen unterscheiden, die andere Schwerpunkte setzen.
Die Befestigungsanlagen bilden einen grünen Gürtel mit Spazierbereichen und einem Gesundheitsparcours. Dieser Parcours umfasst innerhalb der Anlagen 13 Stationen auf etwas mehr als einem Kilometer. Entlang der Lauter und der Befestigungsanlagen verläuft außerdem der schattige Walking-Parcours Par’Coeur santé über 1,9 Kilometer. Er ist für Rollstuhlnutzende sowie Familien mit Kinderwagen geeignet. Während der historische Rundgang durch das Zentrum und mittelalterliche Gassen führt, verbindet Par’Coeur santé einen anderen Verlauf mit ausdrücklich ausgewiesener Eignung.
Baugeschichte an Rathaus, Kirchen und Befestigungen
Das Rathaus von Wissembourg wurde zwischen 1741 und 1752 aus rotem Sandstein erbaut. Die Befestigungsanlagen stehen seit 1933 im Rahmen einer zusätzlichen Eintragung unter dem Schutz der französischen Liste der historischen Denkmäler. Damit gehören sowohl ein datiertes Rathaus als auch die geschützten Anlagen zu den historischen Themen der Stadt.
Die Abteikirche Saints-Pierre-et-Paul ist nach der Kathedrale von Straßburg die zweitgrößte gotische Kirche im Elsass. Der größte Teil des Gebäudes stammt aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Zugleich bewahren der Westturm und die an den Kreuzgang angrenzende Kapelle romanische Baureste aus dem 11. Jahrhundert. Diese unterschiedlichen Bauphasen machen die Kirche zu einem besonderen Bezugspunkt für die Architekturgeschichte Wissembourgs.
Ein weiterer kirchlicher Ort mit historischem Detail ist Saint-Jean-l’Évangéliste: Im Obergeschoss der Sakristei sind mittelalterliche Wandmalereien sichtbar. Die Kulturdienste der Stadt sind in der ehemaligen Dominikaner-Konventskirche untergebracht, die Ende des 13. Jahrhunderts erbaut wurde.
Das Westercamp-Museum und seine Sammlungen
Das Westercamp-Museum ist das städtische Museum von Wissembourg und trägt die französische Bezeichnung „Musée de France“. Seine multidisziplinären Sammlungen umfassen Lokalgeschichte, Archäologie, Kunst und volkstümliche Traditionen, bürgerliches Mobiliar sowie den Krieg von 1870. Das thematische Spektrum reicht damit von regionaler Geschichte und archäologischen Funden bis zu Kunst und Alltagskultur.
Zu den bedeutendsten Beständen zählen Lithografien aus Wissembourg des Druckers Wentzel, bürgerliches Mobiliar aus dem 17. bis 19. Jahrhundert und archäologisches Material aus der Region Wissembourg. Für einen Aufenthalt mit kulturhistorischem Schwerpunkt ergänzen diese Sammlungen die Baugeschichte der Kirchen und des Rathauses um lokale und regionale Themen.
Wissembourg als Reiseziel
Die Landschaft zwischen Vogesen, Weinbergen und Wäldern bildet den Rahmen für eine Stadt, deren Wege und Kulturstätten unterschiedliche Interessen ansprechen. Wer Spaziergänge einplanen möchte, findet einen historischen Rundgang durch das Zentrum sowie Parcours an den Befestigungsanlagen und entlang der Lauter. Wer sich besonders für Architektur und Geschichte interessiert, kann Rathaus, Abteikirche, Wandmalereien und die breit gefächerten Sammlungen des Westercamp-Museums als eigene Schwerpunkte betrachten.
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