Lohr: Waldlandschaft, Radrouten und Geschichte
Unterkünfte in Lohr
Landschaft, eine familiengeeignete VTT-Rundstrecke sowie Bau- und Ortsgeschichte geben Lohr unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt. Wenn Sie Hotels in Lohr suchen, überlegen Sie zunächst, ob Natur, Radfahren oder die Geschichte des Ortes Ihre Reise am stärksten prägen soll.
Ischtal und Waldlandschaft
Lohr liegt im Ischtal zwischen dem Sandsteinmassiv der Vogesen und dem kalkhaltigen lothringischen Plateau. Mehr als 580 Hektar des Gemeindegebiets sind von Staatswald bedeckt; außerdem liegt Lohr in der Kernzone des Biosphärenreservats Vosges du Nord. Geologie, Staatswald und Biosphärenreservat geben damit unterschiedliche Naturbezüge für den Ort.
Von Graufthal führt eine befahrbare Forststraße durch einen Buchenhochwald hinunter ins malerische Rehbachtal, wo Fischteiche liegen. Die Rehbach-Forststraße verbindet Petersbach und Graufthal. So gehören neben der Lage im Ischtal auch Wald, Tal und Fischteiche zu den Landschaftsthemen, die sich mit Lohr verbinden.
Radrouten und Orientierung
Die VTT-Rundstrecke „Sur le plateau“ führt durch Lohr und ist familiengeeignet. Auch die Route „La Petite-Pierre à Dossenheim“ führt durch Lohr. Im Ortszentrum kreuzen sich die Departementsstraßen 122 und 107 und bieten einen konkreten Orientierungspunkt. Bei einer geplanten Fahrt empfiehlt sich ein Blick auf die aktuelle Verkehrslage und den Straßenzustand.
Türrahmen und Baugeschichte
Lohrs Türrahmen markieren zwei unterschiedliche historische Bezugspunkte. Der älteste wiederverwendete Türrahmen aus Sandstein in Lohr stammt aus dem Jahr 1619. Neoklassizistische Türrahmen kamen in Lohr erstmals 1824 auf. Die Jahreszahlen bezeichnen unterschiedliche Dinge: 1619 datiert ein bestimmtes wiederverwendetes Bauelement, 1824 das erste Auftreten neoklassizistischer Türrahmen. So lassen sich ein einzelner älterer Türrahmen und eine spätere Stilentwicklung auseinanderhalten.
Beispiele für neoklassizistische Türrahmen befinden sich in der Rue Principale 3, 14 und 34, in der Rue d'Ottwiller 13 sowie in der Rue de Petersbach 9. Der Zustand einzelner Gebäude kann sich ändern. Wenn Sie ein bestimmtes Beispiel ansehen möchten, prüfen Sie vor Ihrem Besuch den aktuellen Zustand.
Kirchengeschichte und archäologische Funde
Die frühere Kirche in Lohr hatte einen runden Glockenturm mit sehr dicken Mauern und ein schmales gotisches Kirchenschiff. Bei der Zerstörung der ehemaligen Kirche wurde 1876 ein Fragment einer Stele entdeckt, die vermutlich aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. stammt. Die unsichere Datierung gehört dabei zur Einordnung des Fundes. Neolithische und römische Funde sowie merowingische Gräber ergänzen den Kirchen- und Stelenbefund um weitere historische Zeitebenen.
Lokale Esskultur
Früher stellten die Frauen von Lohr das traditionelle Schleckel her, indem sie Birnen- oder Quetschensaft in Kupferkesseln einkochten. Am Gründonnerstag (Griendonnersdaj) bereiten die Mütter in Lohr ein Gemüsepüree aus sieben verschiedenen grünen Pflanzen zu. Die beiden Bräuche unterscheiden sich sowohl in ihrer Zubereitung als auch in ihrem zeitlichen Bezug: Beim Schleckel steht das frühere Einkochen von Fruchtsaft im Mittelpunkt, das Püree ist an den Gründonnerstag gebunden.
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