Dossenheim-Kochersberg entdecken
Unterkünfte in Dossenheim-Kochersberg
Ein Dorf mit Geschichte zwischen den Wegen
Dossenheim-Kochersberg liegt auf einer Anhöhe und ist über drei kleine, kurvenreiche Straßen erreichbar, die dem Verlauf ehemaliger ländlicher Wege folgen. Höhenlage und Zufahrten gehören zum konkreten Ortscharakter. Wer ein Ziel mit kulturellem Schwerpunkt sucht, findet in der Dorfgeschichte mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte: die Kirche Saints-Pierre-et-Paul, die frühere Mutterpfarrei, Fachwerkhöfe und Spuren der Landwirtschaft.
Kirche Saints-Pierre-et-Paul und Pfarrgeschichte
Die heutige Kirche Saints-Pierre-et-Paul wurde 1781 erbaut. Sie ist ein ländlicher Bau des 18. Jahrhunderts und besitzt eine neoklassizistische Ausstattung. Auf einer gotischen Turmspitze befindet sich eine würfelförmige Sonnenuhr mit Putten aus der Straßburger Kathedrale. An jeder ihrer vier Seiten zeigt ein Zeiger bei gutem Wetter anhand seines Schattens die Sonnenzeit an.
Auch das Taufsteinensemble der Kirche verbindet mehrere Zeiträume: Es vereint Elemente aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert. Sein Mittelteil trägt die Jahreszahl 1823. Diese Jahreszahl bezieht sich auf den Mittelteil, während das Ensemble insgesamt Elemente aus drei Jahrhunderten umfasst.
Dossenheim wurde zur Mutterpfarrei, von der damals unter anderem Wiwersheim, Quatzenheim, Offenheim und Kleinfrankenheim abhingen. An der Kirchenmauer erinnert ein Grabstein von 1629 an Jean Schwartz, den Rektor von Dossenheim und der genannten Orte. Das Pfarrhaus nahe der Kirche ist ein bürgerliches Gebäude mit rechteckigem Grundriss und symmetrischem Aufbau. Es gilt als typisches Beispiel für Pfarrhäuser des 18. Jahrhunderts.
Spuren im Ortsbild
Im Ortszentrum stehen mehrere Fachwerkbauernhöfe aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Auch die ehemalige Molkerei s’Mellichhiesel ist unverändert erhalten. Viehzucht und damit die Milchproduktion sind im Dorf vollständig verschwunden. So stehen erhaltene Zeugnisse der früheren Landwirtschaft einer Wirtschaftsweise gegenüber, die im Ort nicht mehr besteht.
Zu den alten Flurkreuzen gehören drei datierte Beispiele mit unterschiedlichen Ortsbezügen. Das Kreuz von 1621 steht am Ortsausgang in Richtung Kleinfrankenheim und diente als Station der Rogationsprozession. Ein weiteres von 1623 befindet sich am Fuß des Bauernhofs ’s Peters und wurde in ein Privatgrundstück einbezogen. Vor dem Pfarrhaus-Rathaus steht ein 1709 errichtetes Kreuz. In der Flur „Auf dem Waschweg“ wurde außerdem eine römische Station entdeckt.
Traditionen und Bewegung
Die ACLD hat die alte Tradition Witz’Owe wiederbelebt. Bei diesem alle zwei Jahre stattfindenden Abend werden Witze auf Elsässisch erzählt; 150 Dialektsprecher kommen zusammen. Wenn Sie gezielt dafür anreisen, prüfen Sie den Termin vorab.
Der von der ACLD veranstaltete Wandertag endet mit einer authentischen Erbsesupp, die die Wandernden gemeinsam mit älteren Bewohnern des Dorfes genießen. Der Trail du Kochersberg umfasst einen zwei Kilometer langen Abschnitt durch Felder, teils auf breiten Landwirtschaftswegen und teils auf einem kurzen asphaltierten Abschnitt. So stehen eine wiederkehrende Sprachtradition, ein gemeinsames Essen nach dem Wandertag und ein konkreter Wegabschnitt für unterschiedliche Interessen.
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