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Villandry: Renaissancegärten, Schlossgeschichte und Wege am Cher

Unterkünfte in Villandry

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Villandry bietet einen klaren Schwerpunkt für eine Reise, bei der Gärten, Schlossgeschichte und Wege in der Landschaft eine Rolle spielen. Das Château de Villandry und seine Gärten stehen neben der Kirche Saint-Étienne, einem steinzeitlichen Menhir sowie Angeboten zum Wandern, Radfahren und für Kutschfahrten. Bei der Planung Ihres Aufenthalts können Sie daher zunächst überlegen, ob Sie vor allem die Garten- und Baugeschichte erkunden oder mehr Zeit für eine Tour zu Fuß oder mit dem Rad einplanen möchten.

Renaissancegärten und Schlossgeschichte

Das Château de Villandry wurde um 1536 vollendet und gilt als letztes der großen Renaissance-Schlösser, die an den Ufern der Loire errichtet wurden. Zuvor war es eine mittelalterliche Festung: Jean Breton erwarb sie 1532 und ließ sie mit großen Bauarbeiten nach den neuen architektonischen Techniken der Renaissance modernisieren. Die Geschichte des Ortes verbindet damit eine frühere Befestigung mit dem Umbau zu einem Renaissance-Schloss.

Anfang des 20. Jahrhunderts gestaltete Joachim Carvallo die Gärten neu. Ihre Anlage verbindet mittelalterliche, Renaissance-, französische und zeitgenössische Gartenstile. Sie ist in sieben benannte Bereiche gegliedert: Ziergemüsegarten, Garten der Liebe und der Kreuze, Musikgarten, Garten der Heilpflanzen, Labyrinth, Sonnengarten und Wassergarten. Diese Namen geben den unterschiedlichen Themen der Gartenanlage einen konkreten Rahmen. Wer sich besonders für Gartenkunst interessiert, kann diesen Teil des Besuchs in den Mittelpunkt stellen; das Schloss ergänzt ihn um eine eigenständige Geschichte von Festung und Renaissancebau.

Kirche und frühe Besiedlung

Auch die Kirche Saint-Étienne bietet einen eigenen historischen Anknüpfungspunkt. Sie ist romanisch und stammt aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Ihre Baugeschichte umfasst Phasen vom Beginn des 11. Jahrhunderts, aus dem letzten Viertel des 12. Jahrhunderts und aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Zur Ausstattung gehört eine Emporenorgel, die Ende des 19. Jahrhunderts gestiftet wurde. Die verschiedenen Bauphasen und die Orgel verweisen auf unterschiedliche Abschnitte der Geschichte des Bauwerks.

Ein noch früherer Zeitbezug ist mit dem Menhir Pierre aux Géants verbunden, der auch Pierre aux Joncs genannt wird. Er bezeugt menschliche Besiedlung in Villandry seit der Jungsteinzeit, etwa 3500 v. Chr. Damit reicht die zeitliche Spannweite der örtlichen Sehenswürdigkeiten von prähistorischer Besiedlung über mittelalterliche Baugeschichte bis zur Renaissance und zur Neugestaltung der Gärten im 20. Jahrhundert.

Wandern und Radfahren

Der Sentier découverte de Villandry ist ein einfacher, 11,2 km langer Fußwanderweg mit Start in Villandry. Er führt über Hochwasserschutzdeiche am Cher entlang. Der Weg kann bis zum Bec du Cher verlängert werden, dem Zusammenfluss von Loire und Cher; dort bietet sich ein Aussichtspunkt für eine Picknickpause. So lässt sich die angegebene Wanderstrecke um eine weitere Landschaftsstation ergänzen, ohne die Verlängerung mit der Länge des ausgeschilderten 11,2-km-Wegs gleichzusetzen.

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Für Radfahrende ist die Etappe Villandry–Rigny-Ussé der La Loire à Vélo eine andere Art der Tour: Sie ist 21 km lang und verläuft überwiegend auf gemeinsam genutzten Straßen. Die Route der La Loire à Vélo liegt etwa 500 m vom Eingang des Château de Villandry entfernt. Prüfen Sie vor der Abfahrt die Routenführung und die Bedingungen, da sich Routendetails ändern können. Die Etappe und der Wanderweg unterscheiden sich sowohl in der Fortbewegungsart als auch in der angegebenen Länge; diese Angaben helfen Ihnen, den Zeit- und Tourenrahmen Ihrer Reise abzuwägen.

Anreise und weitere Möglichkeiten

Die Buslinie 32 bedient die Haltestelle „Villandry Centre“. Von dort sind es etwa 280 m Fußweg bis zum Eingang des Château de Villandry. Prüfen Sie die Busverbindung vor der Anreise, da sich Linien und Haltestellen ändern können. Für Radfahrende gehören zu den Accueil-Vélo-Angeboten des Schlosses ein nicht bewachter Fahrradparkplatz am Eingang und eine Gepäckaufbewahrung innerhalb des Geländes. Da sich Besuchereinrichtungen ändern können, empfiehlt sich eine Prüfung vor dem Besuch.

Eine weitere Möglichkeit sind die Kutschfahrten von Les Attelages de Villandry. Sie werden am Zusammenfluss von Cher und Loire für Einzelpersonen, Gruppen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität angeboten. Als Startpunkt dient das Reitzentrum Les Petites Rivières in Villandry. Damit stehen neben dem Rundgang durch die Gärten und den Touren zu Fuß oder mit dem Rad auch Kutschfahrten als eigene Aktivität für die Planung zur Auswahl.

Weitere Reiseziele entdecken: La Chapelle-aux-Naux, Saint-Avertin, Rochecorbon, Assay, Montlouis-Sur-Loire, Richelieu, Marigny-Marmande, Tavant.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Indre-Et-Loire.

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