Ludanice entdecken
Unterkünfte in Ludanice
Ludanice liegt inmitten der Nitrianska sprašová pahorkatina, auf der rechtsseitigen Aue und Terrasse der Nitra. Zu diesem Landschaftsrahmen kommt eine Ortsgeschichte, in der vorgeschichtliche Funde, mittelalterliche Klosterreste und barocke Kirchenkunst verschiedene Zeitschichten bilden. Ludanice verbindet historische Spuren mit Ausflügen zu Fuß oder mit dem Rad. Der Bahnhof Ludanice ist zudem der vorletzte Halt auf der Strecke von Nitra nach Topoľčany.
Archäologische Spuren aus verschiedenen Epochen
Archäologische Spuren reichen von der Jungsteinzeit bis an den Beginn unserer Zeitrechnung. Siedlungsspuren der Linearbandkeramikkultur aus der Jungsteinzeit wurden in Ludanice durch archäologische Sondierungen nachgewiesen. In der Fundstelle Lúžtek wurden latènezeitliche Keramikfunde entdeckt, die mit den historischen Kelten in Verbindung stehen und aus dem Zeitraum von 500 bis 0 v. Chr. stammen. Einen anderen Zeitraum markieren zwei Gefäße der Thrakischen Kultur: Sie wurden bei Erdarbeiten für den Schulbau entdeckt und stammen aus der Zeit von 600 bis 400 v. Chr. Außerdem wurden in Ludanice drei Gräber gefunden, darunter ein Kindergrab. Siedlungsspuren, Keramik und Bestattungen stehen damit als unterschiedliche archäologische Befundarten in der Ortsgeschichte nebeneinander.
Klostergeschichte und mittelalterlicher Baubefund
Eine weitere Zeitschicht bildet das Benediktinerkloster beziehungsweise -stift St. Cosmas und Damian. Der Überlieferung zufolge entstand es um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert. Zwischen 2005 und 2007 wurden in Ludanice die Überreste eines mittelalterlichen Benediktinerklosters freigelegt. Unter dem mutmaßlichen Refektorium entdeckte man eine Hypokauste aus dem 14. Jahrhundert. Eine Hypokauste ist eine Heizungsanlage, bei der warme Luft unter dem Fußboden zirkuliert. So lässt sich die Klostergeschichte sowohl über ihre traditionell überlieferte Entstehungszeit als auch über einen konkreten mittelalterlichen Baubefund einordnen.
Barockkirche und Altarbild
Die Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit ist eine 1701 erbaute Barockkirche. Von 1752 bis 1761 wurde sie umfassend umgebaut und modernisiert. Ihr Hauptaltar trägt ein Bild der Heiligsten Dreifaltigkeit, das 1759 geweiht wurde. Das Gemälde gilt als barockes Werk, wahrscheinlich eines italienischen Meisters; in Auftrag gab es Gräfin Mária Terézia Beréni. Die Weihe des Altarbilds fällt damit in die Zeit des Umbaus. Ein weiterer historischer Bezugspunkt ist die steinerne Statue des heiligen Donatus links vom Eingang zum Friedhof; sie gehört seit mehr als 250 Jahren zu Ludanice.
Zu Fuß, mit dem Rad und auf der Schiene
Als Ausflug empfiehlt sich eine Wanderung oder Radtour zum Karlov Dvor. Die hügeligen Westhänge eröffnen dabei wechselnde Ausblicke. Eine weitere Möglichkeit ist der selbstgeführte Lehrpfad Nitrianska Streda–Dvorany nad Nitrou–Ludanice, der durch Ludanice bis zum Areal des Poľovníckeho združenia Ponitran Ludanice verläuft. Er ist 11,5 km lang, dauert etwa vier Stunden und gilt als leicht. Der Lehrpfad bietet eine ausgewiesene Länge, eine ungefähre Dauer und eine Schwierigkeitseinstufung; beim Ausflug zum Karlov Dvor stehen Wandern oder Radfahren und die wechselnden Ausblicke im Vordergrund. Wenn Sie mit dem Zug anreisen möchten, prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Reisetag.
Weitere Reiseziele entdecken: Podhradie, Kuzmice, Radošina, Čermany, Solčianky, Tvrdomestice, Chrabrany, Oponice.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Topoľčany.