Okres Banská Štiavnica: Bergbau, Welterbe und Stadtgeschichte
Unterkünfte in Okres Banská Štiavnica
Im Okres Banská Štiavnica prägen Bergbaugeschichte und die Landschaft der Štiavnické vrchy das Reisebild. Banská Štiavnica steht für historische Stadtarchitektur und Museen; der Banskoštiavnický Geopark lenkt den Blick auf das weitere Gebiet und seine Bergbauspuren. Für Ihre Reiseplanung lohnt es sich daher, Stadtbesichtigungen und Landschaft als unterschiedliche Schwerpunkte zu betrachten.
Bergbaugeschichte in Banská Štiavnica
Das erhaltene Stadtzentrum von Banská Štiavnica wurde im 16. Jahrhundert geprägt. Zu seinen Bauwerken gehören spätgotische und Renaissance-Bürgerhäuser, das Rathaus sowie die spätgotische Katharinenkirche. Die Stadtgeschichte lässt sich auch an der Entwicklung ihrer Institutionen ablesen: 1762 wurde hier die erste Bergbau- und Forstakademie Europas gegründet.
Der Kammerhof wurde ab dem 12. Jahrhundert schrittweise errichtet und war im 16. Jahrhundert Sitz des Hauptkammergrafenamts. Er vermittelt die Geschichte des Bergbaus, der Technik und des Alltagslebens der Bergleute. Im Kammerhof befindet sich außerdem das Informationszentrum des Slowakischen Bergbaumuseums. Zum dortigen Angebot zählen Mineralien, Souvenirs, repräsentative Publikationen und Informationsmaterialien; das Sortiment kann sich ändern.
Das Banské múzeum v prírode zeigt die Entwicklung des Erzbergbaus in Mitteleuropa vom Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts und bietet Führungen durch originale Bergwerksbereiche. Seine Oberflächenexposition verbindet technische Bergbaudenkmäler mit einer geologischen Ausstellung, die 70 Stationen umfasst. Wenn Sie eine Führung einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsbedingungen.
Museen, Bauwerke und Kalvarienberg
Auch die beiden Schlösser in Banská Štiavnica setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Das Alte Schloss dient als Museum und zeigt unter anderem Ausstellungen zu Pfeifen und Schießscheiben. Das Neue Schloss wird ebenfalls museal genutzt; dort widmet sich eine Ausstellung den Kämpfen gegen die Osmanen. Außerdem bietet sich von dort ein schöner Blick auf die Stadt.
Oberhalb der Stadt liegt die Banskoštiavnická Kalvária, ein weitläufiger barocker Komplex am Hang. Zu ihm gehören drei Kirchen, neunzehn Kapellen und ein Kreuz mit einer Skulpturengruppe der Sieben Schmerzen Mariens. Die Besucherroute beginnt im unteren Teil des Areals, führt an den Kapellen vorbei zur Oberen Kirche und kehrt auf der anderen Seite des Hangs wieder bergab zurück. Damit verbindet die Route die einzelnen Stationen mit einem klaren Verlauf, ohne dass sich die Kalvarienberg-Anlage auf ein einzelnes Gebäude reduzieren lässt.
Landschaft und Geopark
Das Welterbegebiet umfasst auch eine umliegende Landschaft mit Relikten des Gold- und Silberbergbaus innerhalb des Landschaftsschutzgebiets Štiavnické vrchy. Der Banskoštiavnický Geopark liegt auf dem Gebiet des Okres Banská Štiavnica und umfasst 374 km². Auf dem Gebiet des Geoparks befinden sich insgesamt 156 Standorte. Außerdem reicht die Fläche des Landschaftsschutzgebiets Štiavnické vrchy in den Geopark hinein.
Ein markanter geografischer Bezugspunkt für den Landschaftsteil der Reise ist der Sitno: Mit 1009 Metern ist er der bekannteste und höchste Berg der Štiavnické vrchy. Zusammen mit den Bergbaurelikten eröffnet er einen anderen Blickwinkel als die Bauwerke und Sammlungen in Banská Štiavnica. Wenn Sie ein Hotel für Ihren Aufenthalt suchen, können Sie deshalb zuerst überlegen, ob Stadtgeschichte und Museen oder die Landschaft des Geoparks stärker zu Ihren Reiseplänen passen.
Salamandrové dni im September
Die Salamandrové dni werden seit 1993 jedes Jahr in der zweiten Septemberwoche veranstaltet. Zum Programm gehören ein historischer Salamanderumzug, Musik, ein traditioneller Jahrmarkt, Ausstellungen und Aktivitäten für Kinder und Familien. Die Programmdetails variieren von Jahr zu Jahr. Wenn Sie Ihre Reise auf das Fest abstimmen möchten, prüfen Sie die aktuellen Termine vorab.
Weitere Reiseziele entdecken: Banska Bela, Banska Stiavnica, Štiavnické Bane, Dekýš, Svätý Anton, Banský Studenec, Ilija, Kozelník, Vysoká, Podhorie.
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