Kremnické Bane: Bergbaugeschichte und Kulturerbe
Unterkünfte in Kremnické Bane
Kremnické Bane liegt in einem Tal des Kremnica-Gebirges auf 700 bis 800 m über dem Meeresspiegel. Der Ort entstand als ursprünglich deutsche Bergbausiedlung und wurde erstmals 1361 erwähnt. Zu seinen historischen Themen gehören sakrale Baukunst, traditionelle Wohnformen und technische Zeugnisse des Bergbaus. Auch Wege durch den Ort und die Region greifen diese Geschichte auf.
Kirchen und historische Bauformen
Die Kirche „Kostol sv. Jána Krstiteľa“ ist ein dreischiffiger gotischer Bau aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Ursprünglich entstand sie als romanische Rotunde. Von ihrem Sternrippengewölbe aus dem 15. Jahrhundert ist bis heute ein großer Teil erhalten. Wer sich für Baugeschichte interessiert, kann hier verschiedene historische Bauphasen an einem Kirchenbau betrachten.
Die Kapelle „Kaplnka Narodenia Panny Márie“ geht auf eine barocke Kapelle aus dem Jahr 1726 zurück und wurde 1910 im neugotischen Stil umgebaut. In ihrem Inneren befindet sich eine volkstümliche Holzschnitzerei des heiligen Johannes Nepomuk aus dem 18. Jahrhundert. Ein Teil von Kremnické Bane wurde durch die Verordnung des Bezirksamts Žiar nad Hronom Nr. 1/1994 als ländliche Denkmalschutzzone ausgewiesen, um die kulturellen Werte des Ortes dauerhaft zu bewahren.
Zum historischen Ortsbild gehört außerdem ein Ensemble ein- und zweigeschossiger Bergmannshäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Walmdächer und Schindeldeckungen prägen die überlieferten Gebäudemerkmale. Zusammen mit der Kirchen- und Kapellenarchitektur geben diese Häuser Einblick in unterschiedliche Formen des örtlichen Bauerbes.
Ein symbolischer Mittelpunkt und Ausblicke
Oberhalb des Ortes befindet sich neben der gotischen Kirche ein symbolischer Mittelpunkt Europas. In der Nähe der Kirche liegt auch der Felsen Trnovník, auf Deutsch Dornstein. Mit 990 m ist er der höchste Punkt des örtlichen Katastralgebiets. Von Trnovník reichen die Ausblicke nach Süden bis Banská Štiavnica und nach Norden auf den Kamm der Kleinen Fatra. Die beiden Richtungen bieten eine konkrete Orientierung für alle, die sich für die umgebende Gebirgslandschaft interessieren.
Bergbaugeschichte und Wege
Der Bergbau prägte nicht nur die Entstehung des Ortes, sondern auch seine technischen und kulturellen Zeugnisse. Eine 20 km lange bergmännische Wasserleitung aus dem 15. Jahrhundert führt Wasser zu den Wasserreservoirs von Kremnické Bane. In den 1890er Jahren bestand im Ort zudem eine institutionell organisierte Klöppelschule. Während der österreichisch-ungarischen Zeit wurde Kremnické Bane zu einem Zentrum der Spitzenproduktion.
Der Wanderweg „Cesta hrdinov SNP“ führt durch Kremnické Bane und zweigt dort in Richtung der Kirche „Kostol sv. Jána Krstiteľa“ ab. Ein anderer Schwerpunkt ist das Lehrpfadsystem „Po stopách baníckej činnosti Kremnica–Kremnické Bane“. Es umfasst drei Hauptwege und drei Nebenwege und vermittelt die Bergbaugeschichte der Region. Entlang des Lehrpfads sind heute nur noch Ruinen der ursprünglichen Bergmannshäuser erhalten. Wenn Sie einen dieser Wege einplanen, prüfen Sie die Wegbedingungen vor Ort.
Jährliche Traditionen
Für die Wahl Ihres Reiseziels bietet Kremnické Bane damit mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Kirchenarchitektur, die Geschichte des Bergbaus, traditionelle Bauformen und Wege mit historischem Bezug. Ein Hotel suchen Sie passend zu Ihren eigenen Reiseplänen; die beschriebenen Themen helfen Ihnen dabei, einzuschätzen, ob der Ort zu Ihrem Interesse an Kultur und Landschaft passt.
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