Trebišov: Schloss, Museum und Stadtgeschichte
Unterkünfte in Trebišov
In Trebišov stehen mehrere Epochen und Themen nebeneinander: das spätbarocke Schloss, die Geschichte der Wasserburg Parič, Kirchenkunst und eine weitläufige Parkanlage. Das Heimatmuseum führt diese Vielfalt mit Ausstellungen zu Geschichte, Archäologie, Landwirtschaft und Weinbau weiter. Für die Planung Ihres Aufenthalts können Sie so unterschiedliche kulturelle Schwerpunkte berücksichtigen.
Schloss und Museum: Baugeschichte und Sammlungen
Das spätbarocke Schloss wurde 1786 von Graf Imrich Csáky errichtet und später klassizistisch umgestaltet. Heute beherbergt es das Heimatmuseum; dessen Ausstellungen erstrecken sich auch auf angrenzende denkmalgeschützte Gebäude.
Die drei Besichtigungsrundgänge setzen unterschiedliche Akzente. Der erste behandelt die Familie Andrássy und das Schloss, einschließlich des Tokaj-Weinbaus. Im zweiten geht es um die Archäologie des südlichen Zemplín und die Schatzkammer der Familie Štefan Dobó. Der dritte umfasst Jagd und Wildschutz sowie volkstümliche Holzschnitzerei, Handwerk und landwirtschaftliche Maschinen. Da sich Programmdetails ändern können, lohnt sich vor dem Besuch ein Blick auf die aktuellen Rundgänge.
Zum Bestand der Dauerausstellungen gehören Tokaj-Weinbau und Weinherstellung mit einem Archiv Tokajer Weine, die Geschichte der Landwirtschaft in der Ostslowakei, die Volkstracht und traditionelle Handwerke des Zemplín. Auch historische Traktoren und Verbrennungsmotoren, Dampfpflüge und Seilpflügen, die Entwicklung des Dreschens in der Ostslowakei sowie archäologische Denkmäler des Bezirks Trebišov zählen dazu. Einzelne Ausstellungen können umorganisiert werden. Das Museum bietet außerdem eine Verkostung von Tokajer Weinen an; prüfen Sie deren Verfügbarkeit vor Ihrem Besuch.
Mausoleum, Wasserburg und Kloster
Das Mausoleum von Graf Július Andrássy wurde 1893 im neugotischen Stil nach einem Entwurf des deutschen Architekten Arthur Meining errichtet. Es enthält einen Sarkophag des Budapester Bildhauers Juraj Zala, der zwischen 1893 und 1895 entstand. Graf Július Andrássy ist dort seit 1894 bestattet.
Eine ältere Baugeschichte erzählt die Wasserburg Parič. Ihre erste Bauphase wird in das 12. oder 13. Jahrhundert datiert; die polygonale Steinbefestigung entstand zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Zur Anlage gehörten ein frühgotischer Palast, ein Eingangsturm und ein mit Stein ausgekleideter Brunnen im Burghof. Bei Parič gefundene polnische Groschen und ungarische Silbermünzen belegen einen Transit- beziehungsweise Durchgangshandel mit Polen zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert.
Auch das zweigeschossige Paulinerkloster ist Teil der Baugeschichte Trebišovs. Es wurde 1502 auf Veranlassung des Palatins Imrich aus dem Geschlecht der Perényi errichtet.
Zwei Kirchen, unterschiedliche Kunst- und Bauzeiten
Die römisch-katholische Kirche Mariä Heimsuchung geht auf einen ursprünglichen Bau vor 1404 zurück. Das gotische Baudenkmal besitzt ein Netzrippengewölbe mit 63 Feldern. Im Inneren befinden sich acht Kompositionen aus dem Leben der Jungfrau Maria und zwölf Gemälde aus dem legendären Leben des heiligen Paulus des Eremiten. Zwei monumentale Rokokogemälde stammen aus dem Jahr 1777.
Die griechisch-katholische Kirche Mariä Entschlafung der Gottesgebärerin wurde zwischen 1818 und 1825 errichtet und am 28. August 1825, am Fest der Entschlafung der Gottesgebärerin, geweiht. Ihre Innenrestaurierung wurde 1886 abgeschlossen. Dabei kamen eine geschnitzte Ikonostase und eine Kanzel des Holzschnitzers Peter Kovaliczky hinzu; die dominante Ikone zeigt den Tod der Jungfrau Maria. Der Vergleich der beiden Kirchen führt von einem frühen, gotisch geprägten Bau zu einer Kirche mit einer später ausgestatteten Ikonostase und Kanzel.
Historischer Park und Fahrradtourismus
Die Gestaltung des historischen Stadtparks begann im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts im Zusammenhang mit dem Bau des Schlosses. Der 62 Hektar große Park entstand aus einem ursprünglichen Auwald. Zu seiner Vegetation zählen historische und natürlich aufgekommene Nadel- und Laubbäume, Sträucher sowie weitere Pflanzen. Damit ergänzt die Parkgeschichte die Bauwerke um eine eigene Perspektive auf die Entwicklung des Ortes.
Im Waldpark von Trebišov dient das Gesundheitsareal Bučov les den Einwohnern und Besuchern im Rahmen des Fahrradtourismus. Bau- und Sammlungsgeschichte, Parklandschaft und Fahrradtourismus stehen in Trebišov für unterschiedliche Aspekte eines Aufenthalts.
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