Kaschau: Karst, Kultur und Tokaj
Unterkünfte in Kaschau
Kaschau und die Region Košický kraj bieten sehr unterschiedliche Anlässe für eine Reise: In Košice treffen Museen und Galerien auf eine lange Stadtgeschichte, während Karstlandschaften, Höhlen und Weinbau weitere Schwerpunkte setzen. Košice ist die Metropole der Region und ein regionales Zentrum für Handel, Handwerk, Kultur und Bildung. Für Ihre Reiseplanung lohnt es sich, zuerst zu überlegen, welche dieser Seiten Sie besonders interessiert.
Schluchten, Karst und Wanderwege
Der Nationalpark Slovenský raj, ein Naturjuwel der Region Spiš, umfasst Hochebenen, tiefe Canyons, Schluchten, Wasserfälle, oberirdische Karsterscheinungen und unterirdische Räume. Auch das Natura-2000-Gebiet Slovenský raj erstreckt sich in die Region Košický kraj. Wer den Hornád-Canyon auf dem Wasser erleben möchte, sollte die saisonale Regel beachten: Das Befahren ist vom 1. Mai bis zum 31. Oktober erlaubt. Die regulierte Kajakstrecke verläuft von Hrabušické Mýto bis Čingov; prüfen Sie die Bedingungen vor der Reise.
Im südlichen und südöstlichen Teil der Region Gemer liegt der Nationalpark Slovenský kras. Dort sind mehr als 1.300 Höhlen und Abgründe bekannt. Rund 270 Kilometer Wanderwege und etwa 50 Kilometer Radwege sind markiert. Ein konkretes Ziel für den Spaziergang ist der Lehrpfad Zádielska tiesňava: Er ist der älteste Lehrpfad des Nationalparks und umfasst sieben Informationstafeln beziehungsweise Stationen. Im Slovenský raj beginnen Wanderwege zum Aussichtspunkt Tomášovský výhľad in Spišské Tomášovce, Smižany oder Čingov. Der Aussichtspunkt wird außerdem regelmäßig für Bergsteigertraining und Kletterwettbewerbe genutzt.
Höhlenbesuche gut einordnen
Die Höhlen unterscheiden sich nicht nur durch ihre Gesteinsformen, sondern auch durch die Länge und Dauer des Rundgangs. In der Gombasecká jaskyňa ist der Besichtigungsweg etwa 530 Meter lang und dauert rund 30 Minuten. Besonders dünne, hohle Sinterröhrchen prägen den Weg. Die Ochtinská aragonitová jaskyňa ist 300 Meter lang; ihre Besichtigung dauert ebenfalls etwa 30 Minuten. Ihre Decke schmücken außergewöhnliche exzentrische Aragonitformationen. In der Halle der Milchstraße wirkt weißer Aragonit wie ein Sternenhimmel. Vom Parkplatz aus sind es 300 Meter bis zur Höhle; ein Weg mit geringer Steigung führt zum Eingang.
In der Jasovská jaskyňa gehören pagodenähnliche Stalagmiten und steinerne Wasserfälle zu den Tropfsteinformationen; die Höhle zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der erschlossene Teil ist 720 Meter lang, die Führung dauert 45 Minuten und umfasst 314 Stufen. Der Eingang liegt etwa 100 Meter vom Parkplatz entfernt und ist ohne Höhenunterschied erreichbar. In der Husitská-Halle befindet sich zudem eine Bruderschaftsinschrift aus dem Jahr 1452. Wer die Dauer und den Weg mit anderen Höhlen vergleichen möchte: Für die Dobšinská ľadová jaskyňa sind 515 Meter Besichtigungsweg, 43 Höhenmeter und etwa 30 Minuten angegeben. Sie liegt am südwestlichen Rand des Nationalparks Slovenský raj und ist seit 2000 UNESCO-Weltnaturerbestätte.
Museen, Schloss und Park
In Košice widmet sich das Východoslovenské múzeum mehreren Themen. Es besitzt mehr als 500.000 Objekte; eine Auswahl wird in fünf thematischen Dauerausstellungen gezeigt. Zum Košický zlatý poklad gehören 2.920 Goldmünzen, darunter Dukaten und Doppeldukaten, außerdem drei Goldmedaillen und eine Renaissance-Goldkette. Die interaktive Ausstellung stellt diesen Schatz in den Mittelpunkt. Im Mikluš-Gefängnis umfasst die Ausstellung unterirdische Räume einer ehemaligen Folterkammer mit einer dauerhaften Wachfigureninstallation. Die Východoslovenská galéria empfängt Besucher an den Standorten Hlavná 27 und Alžbetina 22 und zeigt die Dauerausstellung Komédia ducha.
Ein anderer Zugang zur Geschichte erwartet Sie in Kaštieľ Betliar. Das Schlossgut wurde 1881–1886 als Residenz errichtet, die vor allem als Jagdsitz und Museum für die Sammlung ihres Eigentümers diente. Es ist das einzige Schlossgut in der Slowakei, das nach 1945 mit seiner ursprünglichen Ausstattung und seinen Sammlungen erhalten blieb; seit der Verstaatlichung dient es praktisch als Museum. Im Park, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts angelegt wurde und größer als 80 Hektar ist, stehen unter anderem ein Freimaurerpavillon, ein chinesischer Pavillon, eine japanische Brücke und der Hermesbrunnen. Am Ende des Hauptspazierwegs befindet sich beim Teich ein Tiergehege in Form einer mittelalterlichen Burg mit Türmchen. Das Andrássy-Mausoleum in Krásnohorské Podhradie ist eine der zwei Außenstellen des Betliar-Museums und wurde 1903–1904 als außergewöhnliche Grabkapelle errichtet.
Tokaj und der untere Zemplín
Im östlichen Teil der Region Košice prägt der ausgezeichnete Tokajer Wein besonders den unteren Zemplín. Der slowakische Teil des Tokajer Weinbaugebiets umfasst 907 Hektar und ist das kleinste Weinbaugebiet der Slowakei. Die Tokajská vínna cesta verbindet Tokajer Gemeinden und Weinbauern mit Weinproduzenten, Kultur- und Geschichtsdenkmälern, Vinotheken, Weinschenken und Handwerkern. Für eine Reise mit Schwerpunkt Wein bietet diese Vielfalt einen anderen thematischen Rahmen als die Höhlen und Museen. Auch die Umgebung des Stausees Zemplínska Šírava gehört zu den meistbesuchten touristischen Gebieten des unteren Zemplín.
So wird die Wahl des Reiseziels zum Ausgangspunkt für die Suche nach einem passenden Hotel, ohne die unterschiedlichen Themen der Region zu einem einzigen Ausflugsprogramm zusammenzufassen.
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