Zum Inhalt

Tierp: Eisenwerksgeschichte, Moor und Küste

Unterkünfte in Tierp

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Eine erhaltene Ankerschmiede, in der bis 1883 Anker geschmiedet wurden, steht heute als Museum in Söderfors. Sie ist ein prägnanter Einstieg in die Gemeinde Tierp: Hier treffen Zeugnisse der Eisenwerksgeschichte auf Moore, Wald- und Küstenlandschaften. Je nachdem, ob Sie historische Orte, Wege durch die Natur oder die Vogelwelt interessieren, finden Sie unterschiedliche Schwerpunkte für Ihre Reise.

Eisenwerksgeschichte und historische Orte

Die Ankerschmiede in Söderfors wurde 1786 errichtet. An die lange Tradition der Ankerherstellung für Marine und Schifffahrt erinnern die Anker am Ankarsbacken; sie erinnern auch an das 200-jährige Bestehen des Eisenwerks. Der Englische Park wurde 1795 von Adolf Ulric und Anna Johanna Grill angelegt. In seinem Park steht ein griechischer Tempel, der 1797 errichtet wurde. Der Park wird weiterhin für Feiern, Musik und den Aufenthalt in der Natur genutzt.

Karlholmsbruk wurde 1729 von Charles De Geer gegründet und bewahrt historische Eisenwerksgebäude und Wasseranlagen. Die Lancashiresmedjan ist außergewöhnlich gut erhalten: Ihre ursprünglichen Feuerstellen, Blasebälge und Fallhämmer sind intakt. Sie wird für Konzerte und Ausstellungen genutzt und ist in Führungen durch das Eisenwerksmilieu einbezogen. Mehrere Vallonbruk in der Gemeinde sind für die Öffentlichkeit zugänglich.

Lövstabruk war einst Schwedens größtes Eisenwerk und wurde in den 1620er-Jahren von Louis de Geer gegründet. Besucherinnen und Besucher können an einer Führung durch das Herrenhaus teilnehmen; die Besuchsmöglichkeiten können saisonabhängig sein. Das Klaverens Hus zeigt etwa 350 Klaviere. Auch Strömsbergs bruk erzählt von der Arbeits- und Lebenswelt rund um ein Eisenwerk: Das Ensemble entlang des ruhigen Wasserlaufs umfasst Schmieden, Arbeiterwohnungen, Lagerräume und ein Herrenhaus. Es gilt als eines der am besten erhaltenen Beispiele einer vollständigen Eisenwerksgemeinde in Schweden.

Moorwege, Wald und Küste

Florarna ist das größte Moorgebiet Upplands. Im Naturschutzgebiet gibt es markierte Wege und Stege; außerdem eignet sich Florarna für winterliche Skitouren. Drei Etappen des Upplandsleden verlaufen durch die Gemeinde Tierp, vom Moorgebiet Florarna im Süden bis zum Dalälven im Norden. Unterwegs führt der Weg durch Moorgebiete, Kulturlandschaften und Waldgebiete. So stehen eine Moorlandschaft mit ausgewiesenen Wegen und eine längere Route mit verschiedenen Landschaftsformen als unterschiedliche Naturerlebnisse nebeneinander.

Auf der Halbinsel Hållnäs führen Wege durch Natur und ausgedehnte Geröllfelder. Hållnäskusten ist eine flache, mosaikartige Küstenlandschaft mit seichten Buchten, Lagunen und Tümpeln sowie Wald und Felsen. Das Gebiet ist auch ein bedeutendes Vorkommen des seltenen Seefroschs und der Orchidee Gulyxne. Am äußersten Ende der Halbinsel verbindet der Hållnäsleden Naturschutzgebiete und reizvolle Orte an der Küste. Bei Fågelsundet führt ein zwei Kilometer langer Weg durch den Wald, über geriffelte Felsen und an Orchideen vorbei.

Anzeige

Fågelsundet selbst ist ein alter Fischerort an der Nordspitze von Hållnäs. Bootsschuppen aus verschiedenen Zeiten, Kochhäuser und Trockenplätze für Netze und Garn gehören zu seinem Küstenerbe. In Fagerviken können Sie geräucherten Fisch probieren. Björns skärgård ist als Naturschutzgebiet, Natura-2000-Gebiet und Vogelschutzgebiet geschützt. Dort gibt es 3.000 brütende Paare von Küstenvögeln sowie Schwedens größte Kolonie der seltenen Raubseeschwalbe. Björn ist am einfachsten mit dem Boot von Fågelsundet aus erreichbar.

Kirchen, Gräberfelder und Führungen

Vendels kyrka zählt zu den größten und prächtigsten mittelalterlichen Kirchen in Uppland. Die 1881 dort entdeckten Bootsgräber stammen aus der Zeit von etwa 550 bis 1050 n. Chr. und gaben dem Vendelzeitalter seinen Namen. Nördlich der Kirche, am Parkplatz, liegt das Vendeltidsmuseet, das vom Heimatverein von Vendel betreut wird. Ottarshögen wurde in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts errichtet und gehört zu den ältesten Königshügeln der Mälarregion. Der Grabhügel ist Teil eines Gräberfeldes mit mehr als 60 Gräbern.

In Tierp steht außerdem die 1976 errichtete Borgenkyrkan, eine Missionskirche und ein Beispiel dafür, wie Tradition und Moderne in der schwedischen Kirchenarchitektur des 20. Jahrhunderts verbunden wurden. Ihre farbigen Spitzbogenfenster lassen weiches, stimmungsvolles Licht in den Kirchenraum fallen. Eine andere Form der Geschichtsvermittlung bieten die Führungen auf Örbyhus slott: Während fast der gesamten Sommersaison werden dort Führungen durch das Gefängnis von Erik XIV., den Schlosspark und das Kutschenmuseum angeboten. Das Schloss ist zudem mit dem Tod des abgesetzten Königs durch Arsenikvergiftung im Jahr 1577 verbunden.

Weitere Reiseziele entdecken: Söderfors, Karlholmsbruk, Skärplinge, Lövstabruk, Tierp, Älvkarleby, Uppsala, Håbo.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Uppsala.