Håbo: Schlossgeschichte, Natur und Wege
Unterkünfte in Håbo
Håbo lässt sich auf kurzen Rundwegen, längeren Touren und an Orten mit viel Geschichte erkunden. Die Möglichkeiten unterscheiden sich nach Thema, Länge und Wegart: Wald, Schotterwege, eine alte Landstraße und das Paddeln auf dem Mälaren bieten verschiedene Schwerpunkte für Ihren Aufenthalt. So können Sie Ihre Zeit auf Wandern, Radfahren, Naturbeobachtung oder Kultur ausrichten.
Wandern und Radfahren
Am Bahnhof Bålsta führt der Blå stigen Bålstaåsen als 2,8 Kilometer langer Rundweg durch hügeligen Wald, der sich gut zum Spazieren eignet. Auf Biskops-Arnö gibt es vier markierte Wanderschleifen zwischen zwei und fünf Kilometern. Sie führen durch Wald und Park, über Wiesen und an Äckern vorbei. Auf der Insel verbindet sich die Bewegung im Freien mit einem historischen Anblick: Erhalten ist eine gotische Halle aus der Zeit, als dort im 14. Jahrhundert eine Bischofsburg errichtet wurde.
Für längere Wanderungen ist der Håbo-Abschnitt des Upplandsleden etwa 20 Kilometer lang und orange markiert. Eine kürzere Möglichkeit ist der ungefähr fünf Kilometer lange Abschnitt von Bålsta bis zum Ekilla naturreservat. Für die Rückfahrt nach Bålsta bieten sich die UL-Busse 803, 895 oder 311 ab Yttergrans kyrka an; stimmen Sie Ihre Planung auf den Fahrplan ab.
Auch die Radtouren unterscheiden sich deutlich in Länge und Untergrund. Cykla på Skohalvön führt auf der kleinen Tour 15 Kilometer über Schotterwege durch Wald- und Ackerflächen. Die große Tour ist knapp 24 Kilometer lang und verläuft auf einer alten Landstraße durch die Kulturlandschaft. Eine regionale Radroute erstreckt sich über 80 Kilometer und führt durch die Gemeinden Enköping und Håbo. Damit reicht die Auswahl von einer kürzeren Runde bis zu einer längeren Tour durch mehrere Gemeinden.
Natur und Vogelbeobachtung
Sandhagen ist ein küstennaher alter Wald. Die meisten Bäume sind etwa 100 bis 150 Jahre alt, einige standen bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Im Naturreservat gibt es keine angelegten Gehwege: Besucher dürfen den Wald frei durchstreifen und sollen Pflanzen und Tiere dabei möglichst wenig stören. Das ist eine andere Art des Naturbesuchs als auf einem markierten Rundweg und sollte bei der Planung berücksichtigt werden.
Bei Hjälstaviken verändert sich das Vogelbeobachtungsthema mit der Jahreszeit. Im Frühjahr und Herbst rasten dort Tausende Zugvögel; im Winter lassen sich unter anderem Adler beobachten. Vom Parkplatz in Hårby führt ein befestigter, etwa einen Kilometer langer Weg zum Vogelturm. Dieser Weg ist für Kinderwagen und Rollstühle geeignet. Die saisonale Vogelbeobachtung und der befestigte Zugang bieten somit unterschiedliche Anhaltspunkte für die Wahl eines Besuchstags und die Planung des Weges.
Wer auf dem Mälaren paddeln möchte, kann in Håbo mit Kanu oder Kajak aufs Wasser. Als Einstiegsstellen werden unter anderem Biskops-Arnö, Kalmarsand in Bålsta, Ekillabadet nördlich von Bålsta und das Skokloster slott empfohlen. Die genannten Orte geben Ihnen mehrere Ansatzpunkte, um das Paddeln in Ihre Reiseplanung einzubeziehen.
Schloss, Museen und historische Orte
Skokloster slott ist ein Museum mit erhaltenen Innenräumen und Sammlungen aus der Zeit von 1550 bis 1850. Dazu gehören Waffen, Werkzeuge, Bücher, Möbel, Textilien, Kunst und Kunsthandwerk. Das Schlossmuseum ist saisonal geöffnet; Gruppenführungen lassen sich das ganze Jahr über vorab buchen. Wenn Sie eine Führung planen, buchen Sie diese im Voraus und berücksichtigen Sie die saisonalen Öffnungszeiten.
Auch der Park des Skokloster slott gehört zum Besuchsbild: Lindenalleen säumen ihn, und einige Bäume sind teilweise so alt wie das Schloss. Hinzu kommt ein historischer Apfelgarten mit eigenen Apfelsorten. An der Südseite liegt die historische Parkleken Paradiset, die ganzjährig zugänglich ist. Ihre geschichtsbezogenen Spielelemente umfassen einen Pavillon, eine von Pferden gezogene Straßenbahn, einen Gleichgewichtsparcours mit Werkzeugmotiven und Anbaukästen.
In Skokloster lohnt sich auch der Blick auf weitere Zeugnisse der Geschichte. Die mittelalterliche Kirche wurde im 13. Jahrhundert errichtet und gehörte bis ins 16. Jahrhundert zu einem Zisterzienserinnenkloster. Etwa 1,5 Kilometer nordwestlich der heutigen Kirche liegt eine Kirchenruine aus dem 12. Jahrhundert; vom Skokloster slott ist sie zu Fuß in ungefähr 15 Minuten erreichbar. Skörby gravfält ist ein eisenzeitliches Gräberfeld mit etwa 50 archäologischen Befunden, darunter fünf Hügel und mehr als 40 runde und rechteckige Steinsetzungen. Der Varpsundsstenen erinnert an Männer, die während Ingvars weit gereisten Wikingerzugs starben.
Sånka soldattorp ist ein Museum in einer der ältesten Hütten von Skokloster. Das Gebäude entstand irgendwann in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. In der Nähe des Skokloster slott serviert das Skokloster Kafferosteri & Café Kaffee aus eigener Rösterei, Kuchen, Smørrebrød und einfache Mittagsgerichte.
Kultur in Bålsta
Das Åbergs Museum in Bålsta zeigt comic-inspirierte Kunst und originale Comiczeichnungen. Zu sehen sind außerdem Requisiten, Fotografien und Kostüme aus den Filmen über Stig-Helmer. Zum Museum gehört auch die dreistöckige Trazankoja mit Rutsche, Hängebrücke und Hemliga Arnes Labor. Vom Stockholmer Hauptbahnhof erreichen Sie Bålsta mit dem Pendlerzug in etwa 40 Minuten; von dort sind es zu Fuß 1,5 Kilometer bis zum Museum. So lassen sich für einen Besuch sowohl die Ausstellungen als auch die Anreise in die Tagesplanung einbeziehen.
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